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Anwendung der Capillarphysiologie auf einige komplexe Vorgänge in Gesundheit und Krankheit

  • August Krogh
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiet der Physiologie der Pflanzen und der Tiere book series (MGPPT, volume 5)

Zusammenfassung

In den vorhergehenden Vorträgen habe ich nach bestem Können und Wissen zusammengetragen und geordnet, was an Kenntnissen über die Eigenschaften und Reaktionen der Capillaren vorliegt. Wohl niemand kann sich lebhafter als ich des fragmentarischen und gänzlich unzureichenden Charakters dieser Kenntnisse bewußt sein, aber dennoch, glaube ich, sollte man darangehen, die Kenntnisse, so wie sie sind, auf eine kleine Zahl physiologischer und pathologischer Fragen anzuwenden.

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Literatur

  1. 1).
    Cerario (1921) hat Versuche an Ratten angestellt, die durch seitliche Laparotomie paarweise vereinigt waren. Wurde nur an einem Tiere experimentell die Haut verbrüht, so litten beide Tiere in gleichem Grade, woraus hervorgeht, daß im Blute kreisende toxische Substanzen für die Symptome verantwortlich sind.Google Scholar
  2. 1).
    Nach Versuchen in meinem Laboratorium hängt der wirklich vorhandene osmotische Druck des Gummis von den Salzen in der Lösung ab. In reinem Wasser ist sein osmotischer Druck viel größer.Google Scholar
  3. 2).
    Seither habe ich auch von den ungünstigen Folgen gehört, die nach Gummiinjektionen neuerdings beobachtet sind. So scheint erneute Untersuchung der Eigenschaften des Gummis und seiner Reaktionen mit menschlichem Blut erforderlich.Google Scholar
  4. 1).
    Man muß immer im Auge behalten, daß die Ödemflüssigkeit in dauernder Berührung sowohl mit Capillaren wie mit Gewebszellen steht und die letzteren auf die Flüssigkeitszusammensetzung wohl einigen Einfluß ausüben.Google Scholar
  5. 2).
    In einem Fall von Nephrose, den Hagedorn, Rasmussen und Rehberg untersuchten, nachdem das Manuskript abgeschlossen war (Oktober 1922), bestand ein allgemeines Ödem. Die Ödemflüssigkeit war eiweißfrei. Der Capillardruck war etwas erhöht (ungefähr 15 cm Wasser), aber der kolloid-osmotische Druck im Blut des Kranken, das 5% Eiweiß enthielt, betrug nur etwa 100 mm, gegenüber 450 mm in der Norm, wonach sich das Ödem völlig durch einfache Filtration erklärt. Der Urin enthielt 2,8% Eiweiß mit einem kolloid-osmotischen Druck von 240 mm. In diesem Falle wurden also vorzugsweise die kleineren, osmotisch wirksamsten Eiweißmoleküle von der Niere ausgeschieden.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  • August Krogh
    • 1
  1. 1.Universität KopenhagenDänemark

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