Das Reich der Wolken

  • H. von Ficker
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 15)

Zusammenfassung

Wir ziehen frühmorgens im Gebirge aus, um einen Aussichtsberg zu besteigen. Der Himmel ist wolkenlos, der kühle Bergwind weht talabwärts und schläft erst ein, wenn die Sonne höher steigt. Kein verdächtiges Federwölklein kündet einen Wetterumschlag — alles spricht für einen schönen Sommertag. Und doch kommen wir um den Genuß der Aussicht! Während unseres Aufstieges haben sich kleine Wolken an den Berghängen gebildet. Sie verschwinden wieder, kommen wieder näher den Kämmen, wachsen in die Breite und in die Höhe im Spiel des Talwinds, der vormittags einsetzt und bergwärts weht. Oben am Gipfel verwehren uns ziehende, wogende Wolken den Ausblick, wir müssen froh sein, wenn wir trocken wieder das Tal erreichen. So geht es im Sommer trotz bester Wetterlage oft Tag für Tag, im Wechsel zwischen klarer Nacht und bewölktem Nachmittag. Der längs der Bergwände aufsteigende Talwind ist es, der die Wolken erzeugt, und in ähnlicher Weise formen sich überall Wolken, wo Luftmassen aufsteigen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1940

Authors and Affiliations

  • H. von Ficker
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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