Es braust der Föhn

  • H. von Ficker
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 15)

Zusammenfassung

Wenn im Winter mit westlichen Winden in Mitteleuropa der Frost vergeht und Tauwetter eintritt, so wundert sich kein Mensch darüber, weil jeder weiß, daß im Winter die Luft über dem Meer draußen viel wärmer ist als die Luft über dem festen Land. „Westwind” heißt aber für Mitteleuropa nichts anderes als Luftzufuhr vom Ozean her. Nicht immer und überall gelingt es, auffällige Temperatursteigerungen auf Zufuhr warmer Luft oder auf besonders kräftige Sonnenstrahlung zurückzuführen. In der kälteren Jahreshälfte treten z. B. in den nordseitigen Alpentälern sehr häufig Winde auf, die vom Alpenkamm herabwehen, in der Talregion die Temperatur innerhalb weniger Stunden, häufig auch nachts, um 10–15° erhöhen und die Schneedecke wegfressen. Mitten im Winter wird die Temperatur frühlings-haft, seltsame Wolken ziehen in großen Höhen, türmen sich als Mauer über den Bergen, von denen der warme Wind talwärts weht. Näher gerückt als sonst scheinen die Berge, die Luft ist viel durchsichtiger als gewöhnlich und tönt die Landschaft in satten Farben.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1932

Authors and Affiliations

  • H. von Ficker
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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