Wie die Bienen miteinander reden

  • K. v. Frisch
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 1)

Zusammenfassung

Es war in den letzten Abschnitten mehrfach von Dressurversuchen die Rede, die uns über das Sinnesleben der Bienen Aufschluß geben können. Voraussetzung für solche Experimente ist, daß die Bienen, die wir dressieren wollen, an unseren Versuchstisch kommen. Um sie heranzulocken, gibt es ein einfaches Mittel. Wir legen auf den Tisch einige Bogen Papier, die wir ausgiebig mit Honig bestreichen. Meist dauert es einige Stunden, oft einige Tage, bis eine herumsuchende Biene zufällig in die Nähe kommt, durch den Honigduft aufmerksam wird und sich an der verschwenderischen Fülle gütlich tut. Jetzt haben wir gewonnenes Spiel und können schon unsere Versuchsvorbereitungen treffen; denn wir dürfen sicher sein, daß nicht nur diese Biene nach einigen Minuten wiederkehrt, sondern daß wir nach wenigen Stunden Dutzende, ja Hunderte von Bienen auf dem Tische haben. Geht man ihrer Herkunft nach, so wird man finden, daß sie fast ausnahmslos dem gleichen Volk angehören wie die erste Entdeckerin. Es scheint also, daß diese den reichen Fund daheim in ihrem Stock irgendwie verkündet und die anderen herbeigeholt hat.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1941

Authors and Affiliations

  • K. v. Frisch
    • 1
  1. 1.Zoologischen InstitutsUniversität MünchenDeutschland

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