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Optionen der Entstehung von mittelständischen Strukturen und ihre Entwicklung in Polen

  • Eva Mroczek
  • Liliane von Schuttenbach
  • Mieczysław Ciurla
Chapter
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Part of the Beiträge zur Mittelstandsforschung book series (MITTELSTANDSF., volume 6)

Zusammenfassung

Mit dem Systembruch im Jahre 1989 ist in Polen der Prozeß der strukturellen Veränderungen und der starken Expansion des Privatsektors trotz des Mangels an einheimischem Kapital, trotz langsam fließenden Auslandskapitals sowie der bitteren Wirtschaftsrezession in Gang gesetzt worden. Die Erweiterung des privaten Sektors und insbesondere die Entwicklung der mittelständischen Strukturen vollzieht sich dort hauptsächlich auf zwei Wegen: durch autonome und spontane Gründungen oder aber auf dem Wege der Privatisierung alter Betriebe.

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Referenzen

  1. 1.
    Die Theorie der bestreitbaren Märkte setzt sowohl von gesetzlichen Zwängen freie Marktein- und -austritte als auch die Möglichkeit der schnellen Rückgewinnung der beim Eintritt getragenen Kosten voraus, so daß nach dem Austritt kaum „Sunk Costs“ (versenkte Kosten, irreversible Investitionen) entstehen. Zu weiteren Ausführungen vgl. z.B. U. Fehl (1985), S. 29–52.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. B. Piasecki (1997), S. 136 f. und GUS (Hrsg.) (19970.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. T. Aziewicz / M. Stompor / P. Tamowicz (1992).Google Scholar
  4. 4.
    Unternehmen, die im Rahmen dieses Verfahrens privatisiert werden, sind nicht notwendigerweise illiquide. Die Liquidation fungiert hier vielmehr als rechtlicher Akt, der eine Auflösung der alten Rechtsperson eines Betriebes bewirkt. Die Verfügungsrechte über das entsprechende Betriebsvermögen bleiben zuerst beim Staat und werden erst später auf andere Wirtschaftssubjekte im Rahmen der Privatisierung übertragen.Google Scholar
  5. 5.
    Die erste Stufe im Rahmen der Kapitalprivatisierung sieht eine Umwandlung des staatlichen Unternehmens in eine Gesellschaft des privaten Rechts mit ausschließlich staatlicher Beteiligung vor (sog. Kommerzialisierung). Im Zuge der Kommerzialisierung werden in der Regel mittelgroße und große Unternehmen in „Ein-Personen-Gesellschaften des Fiskus“ umgewandelt. Der Prozeß der Kommerzialisierung bedeutet eine Änderung der Unternehmensführungsart durch die Schaffung von Aufsichtsräten und Vorständen bei den Kapitalgesellschaften. Die Statusänderung — vom staatlichen Betrieb zur handelsrechtlichen Kapitalgesellschaft — ermöglicht die Teilbarkeit des Staatseigentums und bereitet die Privatisierung über den Kapitalmarkt vor. Ein kommerzialisiertes Unternehmen kann dann mit Hilfe der öffentlichen Plazierung am Aktienmarkt, des Auk-tions- und Bietverfahrens oder auf Basis bilateraler Verhandlungen in privates Eigentum überführt werden.Google Scholar
  6. 6.
    Bis Ende 1998 noch in ECU, inzwischen auf EURO umgerechnet.Google Scholar
  7. 7.
    Diese Prozedur spiegelt sich im doppelten Rückkauf von Gebäuden, die dem Unternehmen “gehören”: Einmal vor der Privatisierung — damit die Eigentumsumwandlung auch die Gebäude umfassen kann — und das zweite Mal bei dem Verkauf des Unternehmens an die neuen Eigentümer.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. J. Dabrowski / M. Fedorowicz / A. Levitas / J. Szomburg (1992), S. 38 f.Google Scholar
  9. 9.
    Das Problem der unklaren Eigentumsverhältnisse betrifft vor allem den juristischen Status des durch die Unternehmen genutzten Grundstücks und der Gebäude.Google Scholar
  10. 10.
    Eine theoretische Fundierung für das ausländische Engagement bietet der Ownership-Location-Internaliza-tion-Ansatz von Dumping, der erklärt, wann ein Markt durch Lizenzanfertigung, wann durch Export und wann durch ausländische Direktinvestitionen bedient wird. Eine weitere Erklärung bietet das Mac Dougall-Diagramm, das versucht, Kapitalströme durch ein international unterschiedliches Grenzprodukt des Kapitals zu erklären. Vgl. P. Welfens (1992), S. 24 ff. Zum Einfluß ausländischen Engagements siehe auch Exkurs im Kapitel 5.2.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. R. Jungnickel (1989), S. 308.Google Scholar
  12. 12.
    Internationale Direktinvestitionen können sogar völlig ohne Kapitaltransfer aus dem Stammland erfolgen, etwa bei Mittelaufhahme im Ausland oder Finanzierung aus einbehaltenen Gewinnen der Auslandsgesellschaften.Google Scholar
  13. 13.
    Für 1998–1999 wurden Übergangssteuersätze von 2 % bzw. 4 % für bestimmte Waren und Dienstleistungen eingeführt.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. A. Szromik (1992) und R. Klein / V. Sach (Hrsg.) (1996), Erfahrungsberichte deutsche Unternehmer, S. 55 ff. Die Standortqualität eines Landes wird durch verschiedene Einflußfaktoren bestimmt. Hierzu zählen quantitative Größen, wie z.B. Arbeitskosten, Steuersätze, Abgaben, Zinssätze, Wechselkursrelationen aber auch zahlreiche qualitative Faktoren: z.B. Ausbildung der Arbeitnehmer, staatliche Regulierungen auf Märkten, Infrastruktur, Umweltschutz, Gesellschaftsklima, Kultur, Rechtssicherheit, Effizienz der Verwaltung und Technologieakzeptanz. Vgl. BMWI (1992). Vgl. o.V. (1999), Arbeitskosten in Osteuropa: Die Trumpfkarte sticht noch immer, S. 3.Google Scholar
  15. 16.
    Vgl. F. Kaufmann / A. Meneke, (1997), S. 71.Google Scholar
  16. 17.
    Vgl. R. Fielen / W. Friedrich / B. Lageman (1997).Google Scholar
  17. 18.
    Als besonders ungünstig für die Wirtschaftstätigkeit deutscher Investoren in Polen erweisen sich gemäß einer Befragung der Deutsch-Polnischen Wirtschaftsfördergesellschaft AG in Landsberg unter anderem die langen Grenzabfertigungszeiten. Vgl. R. Klein / V. Sach (Hrsg.) (1996), Erfahrungsberichte deutsche Unternehmer, S. 55 ff.Google Scholar
  18. 19.
    So sollen neben der Kapitalgesellschaft auch andere Rechtsformen für ausländische Investoren möglich sein. Auch soll die Konzessionspflicht eingeschränkt werden.Google Scholar
  19. 20.
    Ausführlicher über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung seit Einleitung der Transformation vgl. Kapitel 5.1.1. dieser Arbeit.Google Scholar
  20. 21.
    Vgl. GUS (Hrsg.) (1999c).Google Scholar
  21. 22.
    Vgl. F. Kaufmann / A. Meneke (1997), S. 89 ff. und R. Klein / V. Sach (Hrsg.) (1996). Erfahrungsberichte deutscher Unternehmer, S. 55 ff.Google Scholar
  22. 23.
    Vgl. R. Klein / V. Sach (Hrsg.) (1996), Erfahrungsberichte deutscher Unternehmer, S. 55 ff.Google Scholar
  23. 24.
    Beim Statistischen Zentralamt besteht Meldepflicht zur Erteilung einer Rechnungsnummer (REGON-Nr.) für die Unternehmen.Google Scholar
  24. 25.
    In der Kleinunternehmensbefragung werden Betriebe mit bis zu 5 Beschäftigten untersucht (sog. Mikroun-ternehmen). Seit 1993 handelt es sich um eine Stichprobenbefragung (früher erfolgte eine zielgerichtete Auswahl von Probanden).Vgl. GUS (Hrsg.) (1997a); GUS (Hrsg.) (1997b).Google Scholar
  25. 26.
    Ausführlicher über Schattenwirtschaft vgl. Kapitel 5.1.4. dieser Arbeit.Google Scholar
  26. 27.
    Vgl. GUS (Hrsg.) (1999a).Google Scholar
  27. 28.
    Vgl. GUS (Hrsg.) (1997b), GUS (Hrsg.) (1998b).Google Scholar
  28. 29.
    Vgl. Polska Fundacja Promocji i Rozwoju MSP (1999).Google Scholar
  29. 30.
    Als Erwerbstätige sind alle im Inland unselbständig (= abhängig) Beschäftigten und Selbständigen einschließlich der unbezahlt mithelfenden Familienangehörigen erfaßt, unabhängig von der vertragsmäßig zu leistenden und tatsächlich geleisteten wöchentlichen Arbeitszeit. Diese Definition enthält somit Kurzarbeiter, Teilzeitbeschäftigte und die im Inland wohnenden und beschäftigten Ausländer.Google Scholar
  30. 31.
    Erwerbspersonen sind die mindestens 15 Jahre alte Personen mit ständigem Wohnsitz im Inland, die eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben oder suchen. Erwerbspersonen gliedern sich in Erwerbstätige und Erwerbslose. Google Scholar
  31. 32.
    Die in diesem Kapitel dargestellten Ergebnisse sind der von GUS durchgeführten Kleinunternehmensbefragung entnommen. Als Mikrounternehmen werden Betriebe definiert, die bis zu fünf Personen beschäftigen (ohne die Person des Unternehmers). Die letzte Untersuchung betrifft das Jahr 1997.Google Scholar
  32. 33.
    Diese Situation hat sich mit dem neuen Gesetz über Statistik seit November 1995 geändert. Danach sind alle Wirtschaftssubjekte verpflichtet, nicht nur ihre Tätigkeit im Gewerberegister einzutragen, sondern auch alle Änderungen, die den Betrieb betreffen, zu melden (z.B. Anschrift, Beschäftigtenzahl, Rechtsform, Wirtschaftszweig, Betriebsschließung etc.).Google Scholar
  33. 34.
    1996 waren in Warschau-Region 46 Betriebe pro 1000 Einwohner, in Stettin, Tchenstochau und Lodz 38–40 Betriebe pro 1000Einwohner. 1993 waren die meisten Kleinbetriebe pro lOOO Einwohner in Lodz (50), Warschau, Bielsko, Tschenstochau (40–45) festzustellen.Google Scholar
  34. 35.
    Ausführlicher vgl. Kapitel 2 dieser Arbeit.Google Scholar
  35. 36.
    Vgl. J. Kowalski (1987b), S. 311.Google Scholar
  36. 37.
    Ausführlicher über Strategien und Probleme bei der Privatisierung des Staatsvermögen s in Polen vgl. E. Mroczek / M. Ciurla / R. Ganter (1997).Google Scholar
  37. 38.
    Vgl. T. Aziewicz / M. Stompor / P. Tamowicz (1992).Google Scholar
  38. 39.
    Vgl. GUS (Hrsg.) (1993), Tab. 15, S. LVII.Google Scholar
  39. 40.
    Vgl. C. Ahrens (1993), S. 17.Google Scholar
  40. 41.
    Ebenda, S. 20.Google Scholar
  41. 42.
    Mitte 1990 wurden 8441 staatliche Unternehmen registriert, die für die Privatisierung vorgesehen wurden.Google Scholar
  42. 43.
    Vgl. GUS (1999g), Tab. 1.Google Scholar
  43. 44.
    Vgl. D. Dalhoff (1996), S. 220.Google Scholar
  44. 45.
    Vgl. Ministerstwo Skarbu (1997).Google Scholar
  45. 46.
    Vgl. D. Dalhoff (1996), S. 231.Google Scholar
  46. 47.
    Vgl. E. Mroczek / M. Ciurla (1998).Google Scholar
  47. 48.
    Vgl. Kapitel 5.3.2. dieser Arbeit.Google Scholar
  48. 49.
    Vgl. M. Jarosz (1996), S. 108.Google Scholar
  49. 50.
    Ebenda, S. 106.Google Scholar
  50. 51.
    Vgl. Verschiedene Umfragen von CBOS (1995a), (1995b), (1997); B. Czyzkowska (1993) sowie die Ergebnisse der Umfrage „POLACY.“, durchgeführt vom Soziologischen Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften (IFiS PAN). Eine andere Befragung „POLAUS 1991” wurde mit Hilfe australischer Wissenschaftler der Nationalen Universität in Australien durchgeführt.Google Scholar
  51. 52.
    Vgl. M. Bednarski (1993), S. 7.Google Scholar
  52. 53.
    Vgl. M. Jarosz (1993), S. 3.Google Scholar
  53. 54.
    CBOS (1995a), S. 2.Google Scholar
  54. 55.
    Ebenda, S. 2 f.Google Scholar
  55. 56.
    CBOS (1997), S. 5.Google Scholar
  56. 57.
    Ein differenziertes Bild zeigt sich allerdings, wenn die unterschiedlichen sozio-demographischen Bevölkerungsgruppen untersucht werden: Die Befragten mit einer höheren Schulausbildung und einem höheren Berufsstatus sind öfter der Meinung, daß die Privatisierung für die gesamte Bevölkerung auch Vorteile mit sich bringt. Dagegen gelten für die Befragten mit niedriger Schulausbildung (Hauptschule) und für unqualifizierte Arbeiter und Bauern diejenigen als Gewinner im Privatisierungsprozeß, die über gute Beziehungen zu den Entscheidungsträgern in Fragen der Privatisierung verfügen sowie die ausländischen Investoren.Google Scholar
  57. 58.
    PAIZ rechnet für 1999 wieder mit einem Zufluß von 10 Mrd. bis 11 Mrd. US$. Die konjunkturelle Abkühlung im Inland und die Krise in den östlichen Nachbarländern wirken sich augenscheinlich nicht negativ auf das Engagement von ausländischen Investitionen in Polen aus.Google Scholar
  58. 59.
    Alle Unternehmen sind verpflichtet, jährlich über ihre Bilanzsituation beim Statistischen Zentralamt in Warschau zu berichten. Dieser Verpflichtung kommen aber nicht alle Betriebe nach.Google Scholar
  59. 60.
    Die betriebsgrößenspezifische Daten für 1998 lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht vor. 61 Die Abschneidegrenze zwischen KMÜ und Großbetrieben liegt hier bei 100 Beschäftigten.Google Scholar
  60. 62.
    Die branchenmäßige Verteilung der Gesellschaften mit deutscher Beteiligung verläuft etwas anders. Fast 52 % aller Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung sind im Verarbeitenden Gewerbe tätig, 30 % im Handel, 7,5 % im Baugewerbe, 5,8 % im Transportwesen, 1,5 % in der Landwirtschaft und 0,2 % entfallen auf den Banksektor.Google Scholar
  61. 63.
    Vgl. GUS (Hrsg.) (1998d).Google Scholar
  62. 64.
    Vgl. B. Lageman u.a. (1994), S. 256 ff.; Instytut Koniunktur i Cen Handlu Zagranicznego (Hrsg.) (1998) und Exkurs im Kapitel 5.2. dieser Arbeit.Google Scholar
  63. 65.
    Nach einer UN-Berichterstattung können die Direktinvestitionen mittelständischer Unternehmen in den jeweiligen Gastländern einen positiven Beitrag in folgenden Bereichen leisten: Technologietransfer und verbundene spill-over Effekte, Managementtransfer und Verbesserung der Ausbildung einheimischer Arbeitskräfte, Transfer von Marketing-Know-how und Steigerung der heimischen Exportquote, Kooperation bzw. Joint-Ventures mit inländischen Unternehmen, Marktstrukturverbesserung und Belebung binnenwirtschaftlicher Konkurrenz, Zugang zu ausländischen Finanzierungsquellen, Schaffung von Arbeitsplätzen und Generierung von Einkommen für einheimische Arbeitskräfte, ausländischer Beitrag zur Finanzierung des Staatshaushaltes via Steuerzahlungen im Gastland. Vgl. UN (1993).Google Scholar
  64. 66.
    Vgl. Rada Strategii Spoleczno-Gospodarczej (1996a), S. 109.Google Scholar
  65. 67.
    Vgl. Exkurs im Kapitel 5.2. dieser Arbeit.Google Scholar
  66. 68.
    Vgl. B. Durka / J. Chqjna (1998), S. 46.Google Scholar
  67. 69.
    Vgl. Rada Strategii Spoleczno-Gospodarczej (1996a), S. 145.Google Scholar
  68. 70.
    Ebenda, S. 145.Google Scholar
  69. 71.
    Mehr über die ausländischen Engagements im Rahmen der Privatisierung vgl. W. Wlodarczyk (1998), S. 116 ff.Google Scholar
  70. 72.
    Vgl. IKC (1996), S. 110 ff. Über die Auslandsinvestitionen vor dem Hintergrund der Integration Polens in die EU vgl. CBOS (1998).Google Scholar
  71. 73.
    Ausführlicher dazu vgl. K. Jasiecki (1996), S. 115–134.Google Scholar
  72. 74.
    Der Begriff der neuen Selbständigen wird hier in einer anderen als die in der soziologischen Literatur verbreiteten Auffassung benutzt. „Neu“ bezieht sich lediglich auf den Prozeß der Herausbildung einer in Polen neuartigen sozialen Gruppe bzw. Existenzform unter gleichfalls neuartig entstehenden marktwirtschaftlichen Bedingungen, also im Unterschied zu den „alten“ Selbständigen in Polen vor dem wirtschaftlichen Umbruch. Es wäre abwegig, diese Gruppe den im westeuropäischen Sprachgebrauch „neuen” Selbständigen zuzurechnen. Hierzu siehe B. Hüppers (1995). Vgl. auch E. Mroczek (1997).Google Scholar
  73. 75.
    Die Hauptelemente dieses Reformkurses wurden z.B. in dem sogenannten Balcerowicz-Plan formuliert, auf den explizit im Kapitel 5.1.1.1. dieser Arbeit eingegangen wird.Google Scholar
  74. 76.
    Diese Ansicht wird auch durch die Untersuchungen von Matuszak bestätigt. Bei einer S eibständigen-Gruppe in Lodz und Zielona Gora konnte er keine ausgeprägte Zugehörigkeit der polnischen Unternehmer zur Unternehmer-Gruppe feststellen. Die Befragten verfügten auch nicht über die kultureile Interessengemeinschaft. Es kann angenommen werden, daß diese regionalen Ergebnisse durchaus auch für die anderen Gebiete Polens gelten. Im Hinblick auf mehrere Verflechtungen des großen Business mit der Politik und zahlreichen Beziehungen zu der staatlichen Verwaltung, sowie verschiedene Aktivitäten der schon existierenden Vertreterorganisationen (z.B. Business Center Club) kann man vielmehr behaupten, daß gerade die sogenannten big businessmen in Polen eine Interessengemeinschaft bilden und sich zu einer sozialen Schicht bekennen. Dieses Problem muß allerdings noch gründlich untersucht werden. Vgl. G. Matuszak (1994).Google Scholar
  75. 77.
    Vgl. K. Jasiecki (1996), S. 121.Google Scholar
  76. 78.
    Vgl. G.A. Giamartino (1980).Google Scholar
  77. 79.
    Eine weitere Entwicklung des Privatsektors ist durch die Arbeitskosten und die Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten seitens der Unternehmer bedingt. Die polnischen Unternehmer beklagen sich ständig über den Mangel an Kapital. Vgl. E. Mroczek (1997) und Ergebnisse unserer Untersuchung (vgl. Kap. 3.4.3.). Mit der Stabilisierung der marktwirtschaftlichen Mechanismen war darüber hinaus ihre Einkommenslage im Vergleich zum durchschnittlichen Einkommen im Lande, aber auch im Verhältnis zu anderen Bevölkerungsgruppen nicht mehr so gut wie noch am Anfang der 90er Jahre. Diese Veränderungen in der Einkommenslage der privaten Unternehmer haben zur Beschäftigtenverschiebung aus kleinen Einzelunternehmen zu größeren Einheiten im Privatsektor geführt. Es finden die Konzentrationsprozesse des Kapitals statt, die schon für das nächste Stadium der Umwandlungsprozesse charakteristisch sind. Im Handel werden kleine Läden durch Super- und Hypermarktketten verdrängt, es kommt zu Bankenkonsolidierung, es entstehen Holdings in der Industrie und im Dienstleistungssektor etc.Google Scholar
  78. 80.
    Vgl. B. Lageman u.a. (1994), S. 258.Google Scholar
  79. 81.
    Ebenda, S. 259.Google Scholar
  80. 82.
    Vgl. K. Jasiecki (1996), S. 129.Google Scholar
  81. Mit diesem Begriff werden auch für die postkommunistischen Verhältnisse charakteristische Beziehungen zwischen der Politik und dem Business-Sektor zum Ausdruck gebracht. Es handelt sich hier vor allem um die “Umwandlung” der politischen Entscheidungsträger sowie der Führungskräfte der staatlichen Betriebe in “neue” Unternehmer. Vgl. C. Offe (1992).Google Scholar
  82. 84.
    Ausführlicher über Lobbying vgl. Kapitel 5.4. dieser Arbeit.Google Scholar
  83. 85.
    Vgl. R. Leicht (1995), S. 115.Google Scholar
  84. 86.
    Ebenda, S.19 ff.Google Scholar
  85. 87.
    Vgl. D. Maillant (1990).Google Scholar
  86. 88.
    Vgl. K. Hüttinger (1984), K. Bock (1985).Google Scholar
  87. 89.
    Vgl. D. Bögenhold / U. Staber (1990).Google Scholar
  88. 90.
    Vgl. J. Chmiel (1997), S. 161.Google Scholar
  89. 91.
    Vgl. E. Batzer / J. Lachner / W. Meyerhöfer (1991), S. 315 zitiert nach R. Leicht (1995), S. 118.Google Scholar
  90. 92.
    Vgl. R. Leicht (1995), S. 118.Google Scholar
  91. 93.
    Vgl. J. Chmiel (1997), S. 163 f.Google Scholar
  92. 94.
    Vgl. R. Leicht (1995), S. 20 f.Google Scholar
  93. 95.
    Von ursprünglich 8441 staatlichen Unternehmen werden 1654 Betriebe abgezogen, die die Agentur für landwirtschaftliches Staatseigentum übernommen hat.Google Scholar
  94. 96.
    Vgl. J. Chmiel (1997), S. 164.Google Scholar
  95. 97.
    Vgl. T.Koch (1992), S. 45.Google Scholar
  96. 98.
    Vgl. E. Mroczek (1997), S. 16 f., B. Piasecki (1994), S. 200, J. E. Banachowicz (1993), S. 15. Die Ergebnisse zur Motivation der polnischen Existenzgründer werden auch durch unsere Befragung bestätigt. Ausführlicher vgl. Kapitel 3.4.2. dieser Arbeit.Google Scholar
  97. 99.
    Vgl. A. Kieser (Hrsg.) (1993).Google Scholar
  98. 100.
    Vgl. dazu Ergebnisse der STRATOS-Untersuchung. Vgl. K. Haake (1987).Google Scholar
  99. 101.
    Vgl. M. Grabowski / P. Kulawczuk, (Hrsg.) (1992), S. 18.Google Scholar
  100. 102.
    Vgl. B. Piasecki (Hrsg.) (1994), S. 199.Google Scholar
  101. 103.
    Vgl. E. Banachowicz, (1994) S. 15.Google Scholar
  102. 104.
    Vgl. E. Mroczek, (1994), S. 114 f.Google Scholar
  103. 105.
    Vgl. o.V. (1996), Kowboje w umiarkowanym klimacie — rozmowa z prof. Wawrzyniakiem, S. 5.Google Scholar
  104. 106.
    Vgl. A. Arendarski (1992), S. 11.Google Scholar
  105. 107.
    Vgl. E. Mroczek (1994), S. 116.Google Scholar
  106. 108.
    Dies bestätigen auch Untersuchungsergebnisse des Danziger Instituts für Marktforschung sowie die Umfrage bei polnischen KMU vom Institut für Mittelstandsforschung in Mannheim. Vgl. T. Wolf (1994), S. 55 und E. Mroczek (1997), S. 18 f.Google Scholar
  107. 109.
    Vgl. B. Lageman u.a. (1994), S. 300.Google Scholar
  108. 110.
    In Polen werden die Unternehmensgewinne 1998 mit 36 % besteuert, die höchsten Steuersätze bei der Besteuerung privater Haushalte erreichten 40 %. Seit 1998 werden die Steuersätze für Unternehmen kontinuierlich um 2 Prozentpunkte jährlich gesenkt, bis sie 32 % im Jahre 2000 erreichen. In Tschechien liegen die Höchstsätze entsprechend bei 40 % und 35 %. In Deutschland dagegen befinden sich die Steuersätze auf einem höheren Niveau. Sie liegen bei 45 % für die einbehaltenen Unternehmensgewinne und erreichen 47 % bei gewerblichen Einkünften. Ein Überblick über die Steuersätze in ausgewählten EU-Ländern ist zu finden in: Polska Fundacja Promocji i Rozwqju MSP (Hrsg.) (1998a), S. 61 ff.Google Scholar
  109. 111.
    Nach den Ergebnissen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung 1993 sahen 33 % der polnischen Unternehmen die Höhe der Sozialabgaben als ein großes Problem und nur 17 % der Befragten haben eine Senkung der Sozialabgaben gefordert. Vgl. B. Lageman u.a.(1994), S. 76.Google Scholar
  110. 112.
    Bis Ende 1998 brauchten die Arbeitnehmer keine Abgaben zur Sozialversicherung abzuführen. Somit war die gesamte Sozialabgaben quote gleich dem Arbeitgeberanteil. Seit 1999 beträgt der Arbeitgeberanteil etwa 21 %, allerdings wurden bei der Einführung neuer Sozialversicherungsreform die Bruttolöhne nach oben korrigiert, so daß sich die Belastung für Arbeitgeber zum Zeitpunkt des Inkrafttretens neuer Sozialversicherungsvorschriften (1. Januar 1999) kaum verändert hat.Google Scholar
  111. 113.
    Vgl. M. Ciurla / M. Hoppej (1994), S. 19.Google Scholar
  112. 114.
    Vgl. E. Mroczek (1995), S. 34 ff. und M. Ciurla / M. Hoppej (1998).Google Scholar
  113. 115.
    1993 war der Optimismus in polnischen KMU noch gedämpfter. Nach Untersuchungen der Autorin glaubten etwa 60 % der Befragten an die positive Entwicklung ihrer Betriebe, darunter waren es 16 %, die eine dynamische Entwicklung voraussahen und 43 %, die einen vorsichtigen Optimismus (langsame Entwicklung) zeigten. Vgl. E. Mroczek, (1994), S. 89.Google Scholar
  114. 116.
    Vgl. Instytut Rozwoju Gospodarczego SGH (Hrsg.) (1998).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • Eva Mroczek
    • 1
  • Liliane von Schuttenbach
    • 2
  • Mieczysław Ciurla
    • 3
  1. 1.MannheimDeutschland
  2. 2.DarmstadtDeutschland
  3. 3.WrocławPolen

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