Karl Hergt 1807–1889

  • Max Fischer

Zusammenfassung

Karl Hergt, geboren am 2. November 1807 in Tauberbischofsheim, unternahm nach dem medizinischen Examen eine längere ärztliche Ausbildungsreise, die ihn zuerst nach München und Wien, dann nach Paris, Montpellier und schließlich nach Marseille führte, wo er sich zum ärztlichen Dienst bei der gerade ausgebrochenen Choleraepidemie meldete; später schrieb er über die Epidemie eine damals beachtete Monographie. Von Marseille zog es den Forscher nach Italien, wo er die bekanntesten Städte und Universitäten, aber auch die Irrenanstalten des Landes besuchte, Mailand, Pavia, Bologna, Florenz und zuletzt Rom und Neapel. Nach vollen zwei Wanderjahren traf Hergt reich an innerem Gewinne wieder in der Heimat ein. Hier erging der Ruf seines Freundes Roller an ihn zu gemeinsamer Wirksamkeit an dem damals in Heidelberg befindlichen badischen Irrenasyle. Am 18. Oktober 1835 trat Hergt dort ein. Zuerst in Heidelberg und von 1842 ab in der neu eröffneten Heil- und Pflegeanstalt Illenau ging sein ganzes Wesen im Dienste der Kranken auf. Er war und blieb die kräftigste und treueste Stütze für Rollers Wirken bei der Neugestaltung Illenaus. Was hier erreicht wurde, ist dem kongenialen Zusammenwirken dieser beiden Männer zu verdanken.

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Literatur

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  4. L. Oster, „Karl Hergt“, zu seinem 100. Geburtstage. Karlsr. Zeitung vom 2. Nov. 1907.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1921

Authors and Affiliations

  • Max Fischer
    • 1
  1. 1.WieslochDeutschland

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