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Blechemaillierung

  • Ludwig Stuckert

Zusammenfassung

Die Blechemaillierung nahm ihren Aufschwung, als es in den sechziger Jahren gelang, durch Erfindung des Siemens-Martin-Ofens ein schlackenfreies Flußeisen zu erhalten, das bereits so kohlenstoffarm war, daß die bei den älteren Schweißeisen stets auftretende Bläschenbildung unterblieb. Aber erst die im Jahre 1887 gemachte Erfindung des basischen Siemens-Martin-Prozesses gestattete das für die moderne Formgebung, insbesondere für das Tiefziehen notwendige weiche Flußeisen zu erzeugen. Als Beispiel für die Zusammensetzung eines geeigneten Stanzbleches in bezug auf Gehalt an fremden Beimengungen sei folgende gegeben382b: C = 0,075%, Mn = 0,45%, P = 0,022%, Cu = 0,032%, Si = Spuren. Als Zusammensetzung eines englischen Stanzbleches gibt Kraze383 an: C = 0,075%, Mn = 0,45%, P = 0,016%, Cu, Si = Spuren. Das in den Emaillierwerken heute verarbeitete Blech ist ausschließlich Flußeisenblech. Amerikanische Abhandlungen sprechen dagegen meist von „Stahlblech“. Der Unterschied in der Bezeichnung liegt nur in verschiedener Bedeutung des Wortes „Stahl“, unter dem man in außerdeutschen Ländern jedes schmiedbare Eisen versteht, das beim Abkühlen das Martensitfeld durchläuft. Als Beispiel eines solchen „Stahlbleches“ sei die Zusammensetzung eines in Amerika384 vielfach verwendeten genannt: C > 0,1%, Si > 0,1%, Mn = 0,06–0,4%, P = 0,03–0,09%, S = 0,04–0,05%.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1929

Authors and Affiliations

  • Ludwig Stuckert

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