Von der Herkunft der Therme

  • Alois Windischbauer

Zusammenfassung

Schon in alter Zeit forschte man nach dem Wesen und der Herkunft der Therme. So dürfte man kaum fehlgehen, die Äußerung von Paracelsus „on andere einfallende Wasser“ als Ausdruck für unvermischtes, der Tiefe entsprungenes Wasser anzusehen. Ober die späteren Ansichten schrieb Mitterdorfer im Jahre 1820: „Alle ältern Schriftsteller, und so auch noch Kleinsorg in seinem Abriße der Geographie 1797, erklärten den Feuerseng für den Behälter der heiligen Quellen des Wildbades; allein dieser Gebirgsriese steht in Pöckstein, und zwischen ihn und den mächtigen Graukogel, an dessen Fuße die Heilquellen hervorsprudeln, hat sich der hohe Stuhl gelagert. Jeder, dir die Ortslage dieser Gebirge kennt, wird dieser Meinung seinen Beyfall unmöglich zollen können; dagegen aber wird jeder den Ansichten Herrn Vierthalers beypflichten, welcher bereits im Jahre 1799 in seinen viel gelesenen Reisen durch Salzburg den Graukogel als den Behälter der Heilquellen erklärte, welche Ehre demselben von späteren Reisenden und Gelehrten bis jetzt noch nicht streitig gemacht worden ist. Sehr wahrscheinlich ist es, daß die Segnungen aus dem heiligen Tempel im Innern des Graukogels sich nicht allein auf die Heilquellen zu Gastein beschränken, sondern dasselbe, wiewohl verschieden modifiziert, sich auch auf die Heilquellen am Arlbache und in der Rauris erstrecken.“

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© Springer-Verlag Wien 1948

Authors and Affiliations

  • Alois Windischbauer
    • 1
  1. 1.Bad GasteinÖsterreich

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