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Besichtigung der Netzhaut und des Flammenbildes

  • H. Helmholtz

Zusammenfassung

Will man die Netzhaut vollständig untersuchen, so ist es wie schon angeführt wurde, bequem, eine bezifferte schwarze Tafel als Gesichtspunct für das untersuchte Auge aufzustellen. Sobald dieses Auge etwas nach innen neben dem Spiegel vorbeisehend eine der Ziffern fixirt, wird der Beobachter fast immer ein oder zwei stärkere Gefäfse im Gesichtsfelde erkennen. Er lasse das Auge auf eine nebenliegende Ziffer wenden, und achte darauf, ob er dem Ursprunge oder der Verzweigung der Gefäfse näher gerückt sei. Indem er in dieser Weise die Gefäfse nach den gröfseren Stämmen hin verfolgt, kommt er endlich zur Eintrittsstelle des Sehnerven. Diese unterscheidet sich von dem übrigen Grunde des Auges durch ihre weifse Farbe, da sie nicht mit Pigment und einem feinen Gefäfsnetze bedeckt ist, sondern hier der weifse Querschnitt des Nerven ganz frei liegt, höchstens von vereinzelten feinen Gefäfsen durchzogen. Meist nach innen daneben dringen die Arterie und Vene der Netzhaut aus der Tiefe hervor. Zuweilen sieht man noch einen Theil der Gefäfse in der Substanz des Nerven selbst verborgen, und erkennt, dafs diese Substanz im Leben stark durchscheinend ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1851

Authors and Affiliations

  • H. Helmholtz
    • 1
  1. 1.Universitaet zu KoenigsbergDeutschland

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