Kalium jodatum

  • B. Fischer
  • C. Hartwich

Zusammenfassung

1) Man bereitet eine Lösung von 15 Th. Kalihydrat (alkohole depuratum s. S. 169) in 85 Th. Wasser und trägt allmählich (!) unter gelinder Erwärmung und unter Umrühren soviel Jod (ca. 35 Th.) ein, dass eine dauernd gelbliche bis braungelbliche Lösung erhalten wird. Man entfärbt diese Lösung wieder durch tropfenweisen (!) Zusatz von Kalilauge und dampft sie zur Trockne. Zu dem trocknen Salzrückstande mischt man 1/7 seines Gewichtes Holzkohlenpulver und erhitzt die Mischung in einem Porcellan-Kasserol zum ruhigen Schmelzen, bis eine gezogene Probe, in Wasser gelöst und filtrirt durch Ansäuern mit verdünnter Schwefelsäure nicht mehr gelb gefärbt wird. Man zieht die erkaltete Schmelze mit Wasser aus, filtrirt, engt das Filtrat durch Eindampfen ein und lässt es in hohen Cylindern krystallisiren, die man in warmes Wasser einstellt. — 2) Man bringt in einen Kolben 25 Th. Eisen als feinen Draht, Drehspähne oder Eisenpulver, übergiesst mit 200 Th. Wasser und fügt allmählich in kleinen (!) Antheilen unter den bei Ferrum jodatum angegebenen Vorsichtsmassregeln (s. Bd. I S. 1111) 76,5 Th. Jod hinzu. Nachdem die Bildung von Ferrojodid beendigt ist, filtrirt man durch ein genässtes Filter ab und wäscht den Rückstand gut aus. In dem grünlichen Filtrate löst man 25,4 Th. Jod unter schwachem Erwärmen auf. Diese Lösung trägt man unter Umrühren in eine heisse Lösung von 56–58 Th. reinem wasserfreien Kaliumkarbonat ein, so dass die Reaktionsflüssigkeit zum Schluss schwach alkalisch ist. Man erhitzt einige Zeit zum Sieden, um das ausgeschiedene Ferro-Ferrioxyd dichter zu machen, filtrirt ab, wäscht aus, neutralisirt das Filtrat, wenn erforderlich genau mit Jodwasserstoffsäure und bringt es durch Eindampfen zur Krystallisation.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1910

Authors and Affiliations

  • B. Fischer
    • 1
  • C. Hartwich
    • 2
  1. 1.BreslauPolen
  2. 2.ZürichSchweiz

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