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Zusammenfassung

Der sich durch das gesammte Mittelalter hindurchziehende Kampfzwischen Königsgewalt und Territorialherrschaft endigte im älteren deutschen Reich mit dem vollständigen Siege der letzteren1). Während die Kaiser ihre Kräfte in äußeren und inneren Kämpfen erfolglos aufrieben, konnte die Territorialmacht sich ungehindert entfalten. Ihr fortgesetztes Wachsthum ließ schon in der zweiten Hälfte des Mittelalters alle Versuche zu weiterer Befestigung der kaiserlichen Macht zurücktreten und die Beherrscher Deutschlands schließlich nur noch auf Erweiterung der eigenen Hausmacht Bedacht nehmen. Wie ein letztes Aufflackern des Reichsgedankens tritt am Ausgang des Mittelalters die Eintheilung des Reichs in Kreise zum Zweck der Erhaltung des Landfriedens und die Einsetzung des Reichs-Kammergerichts hervor (1495). Doch auch diese Maßregeln konnten den allgemeinen Zersetzungsprozeß nicht aufhalten, den die mit der Reformation eintretenden Religions-streitigkeiten und die damit verbundene Einmischung des Auslandes noch wesentlich beschleunigten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1882

Authors and Affiliations

  • Graf Hue de Grais

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