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Qualitative Lötrohrproben

  • Carl Krug

Zusammenfassung

Als Lötrohrlampe benutzt man auf Reisen am besten die von Foster empfohlene Lampe. Diese besteht aus einem mit Deckel verschließbaren zylindrischen Gefäß aus vernickeltem Eisenblech von 6 cm Höhe und 4 cm Durchmesser (Abb. 1). Der Dochthalter, durch den ein mehrfach zusammengelegter grober Docht gesteckt wird, ist am oberen Rande festgelötet. Gespeist wird die Lampe mit festen Fetten (Paraffin, Stearin oder Talg.). Am geeignetsten ist Paraffin von niedrigem Schmelzpunkt Vor dem Gebrauch wird das Paraffin durch Erwärmen der Lampe über einer kleinen Spiritusflamme geschmolzen, späterhin genügt die Temperatur der Flamme, um das Paraffin flüssig zu erhalten. Der Docht, der weder zu fest noch zu locker im Dochthalter sitzen muß, wird parallel zur Dille schräg nach unten geschnitten. Diese Lampe hat vor denen, die mit flüssigen Brennstoffen (Rüböl, Gemisch von Alkohol und Terpentin) gespeist werden, gerade auf Reisen den großen Vorzug, daß einmal feste Körper bequemer mitzuführen sind als Flüssigkeiten, und zweitens, daß bei etwaigem Umwerfen der Lampe der Brennstoff nicht verloren ist. Fällt diese Lampe um, so läßt man das Fett erstarren und bringt es mit Hilfe eines Messers wieder in die Lampe Ist das Fett durch Sand verunreinigt, so schmilzt man es in einer kleinen Porzellanschale ein und gießt es von dem am Boden der Schale befindlichen Sand ab. Nach dem Gebrauch zieht man den Docht, ehe das Fett erstarrt, mit der Pinzette etwas heraus, um die Lampe für einen neuen Versuch vorzubereiten.

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Literatur

  1. 1).
    Eine gute Oxydationsflamme ist so heiß, daß man vor dem blauen Kegel das Ende eines 0,1 mm starken Platindrahtes zur Kugel schmelzen kann.Google Scholar
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    Bei einer reinen Oxydationsflamme erscheint die mit Vanadin versetzte Boraxperle nach dem Erkalten rein gelb.Google Scholar
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    Mit einer reinen Reduktionsflamme gelingt es leicht, die violette Oxydationsboraxperle des Mangans farblos zu blasen.Google Scholar
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    Kurz vor dem Erstarren drückt man die Perle mit der Pinzette breit und zieht sie etwas hoch. Durch die dünne Schicht lassen sich die Farben gut erkennen.Google Scholar
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    Man darf sich nicht durch die beim Verbrennen der Kohle zurückbleibende Asche täuschen lassen. Man überzeuge sich vorher, wieviel Asche zurückbleibt und wie diese aussieht. Sulfide mengt man vorher mit Soda.Google Scholar
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    Man glühe die Substanz, lasse sie dann erkalten, bringe einen Tropfen Kobaltlösung darauf und glühe wiederum eine Zeitlang. Verwendet man zuviel Kobalt-lösung, so entsteht die charakteristische Färbung nicht, sondern die Substanz sieht schwarz aus.Google Scholar
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    Oftmals ist es zweckmäßig, die Schmelze herauszustechen, im Porzellanmörser unter Wasser zu verreiben und das Nichtmetallische abzuschlämmen. Die hierbei zurückbleibenden Metallflitter oder Körner nimmt man mit einer Pinzette heraus und schmilzt sie in einer flachen Grube auf Kohle oxydierend ein. Die hierbei entstehenden Beschläge sind für die einzelnen Metalle charakteristisch.Google Scholar
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    Die Reduktion geht mit ameisensaurem Natrium leichter vonstatten als mit Soda.Google Scholar
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    Manganoxyd, in der Sodaperle oxydierend einge-schmolzen, erteilt dieser in der Hitze eine grüne Farbe. Nach der Abkühlung ist die Perle blaugrün (türkisfarben). Die Farbe tritt besonders schön auf, wenn man zu der heißen Perle ein Körnchen Salpeter zusetzt, ohne weiter zu blasen.Google Scholar
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    Chromoxyd, wie oben in der Sodaperle einge-schmolzen, erteilt dieser eine gelbe Farbe.Google Scholar
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    Diese Prüfung kann nur bei solchen Substanzen angewendet werden, die nach dem Glühen im Oxydationsfeuer farblos oder nahezu farblos sind.Google Scholar
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    Das kieselsaure Kobaltoxydul ist fast immer ge-schmolzen und glasig, während Tonerdeblau matt er scheint. Zeigt die Substanz nach dem Durchglühen keine blaue Farbe, so ist keine Tonerde zugegen. Glüht man bis zum Schmelzen, so erscheint die blaue Farbe des kieselsauren Kobaltoxyduls, wenn Kieselsäure zugegen ist.Google Scholar
  35. 1).
    Die Lösung mull farblos sein. Ist sie durch Mangan grün gefärbt, so erwärmt man sie mit wenig Alkohol, filtriert den ausgeschiedenen Braunstein, vertreibt den Alkohol durch Kochen und behandelt die nun farblose Flüssigkeit weiter. Ist die Schmelze durch Chrom gelb gefärbt, so lassen sich obige Reaktionen nicht ausführen.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1925

Authors and Affiliations

  • Carl Krug
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule zu BerlinDeutschland

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