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Peine pp 60-60 | Cite as

Die Landwirtschaft im Kreise Peine

  • Alfred Striemer
Part of the Schriftenreihe der Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung an der Technischen Hochschule Berlin book series (SRRTHB, volume 2)

Zusammenfassung

Der Kreis Peine hat nur sehr geringen Waldbesitz, etwa 2%, während der durchschnittliche Waldbestand im Reich etwa 25% beträgt. Von den insgesamt 1411 landwirtschaftlichen Betrieben sind 900 Erbhöfe über 20 Morgen, der kleinste 22 Morgen. Nur fünf Güter sind im Kreise, davon drei über 1000 Morgen, die meisten Höfe liegen zwischen 40 und 100 Morgen, der Boden ist sehr fruchtbar und dementsprechend auch teuer. 100 Entschuldungsverfahren liefen im Kreise. Schwach sind heute die Betriebe, die nicht in die Entschuldung gegangen sind, obgleich sie dafür reif waren. Die Besiedlung ist dicht, man sieht von einem Dorf schon das nächste vor sich liegen. Die Bauernhöfe, insbesondere im Südkreis, der Nordkreis hat schwächeren Boden, machen einen erstaunlich wohlhabenden Eindruck in ihren Baulichkeiten in niedersächsischen Fachwerkbauten und massiven großen Scheunen. Die Dörfer, vielfach Haufendörfer mit gewundenen Gassen, zeigen viele malerische Winkel, an denen das Auge Freude hat. Viele Dörfer haben einen erheblichen Besatz an Industriearbeitern, die sich hier angesiedelt haben. Auch Handwerksbetriebe, die kleine Industriebetriebe geworden sind, finden sich hier häufiger, da die Steuern hier sehr viel niedriger sind als in der Stadt. An Lagerräumen zur Unterbringung des Getreides besteht Mangel.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1939

Authors and Affiliations

  • Alfred Striemer
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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