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Die psychopathischen Konstitutionen

  • Theodor Heller
Chapter

Zusammenfassung

Der Pädagoge und Psychologe Ludwig von Strümpell, der Vater des bekannten Leipziger Klinikers, hatte im Jahre 1890 ein Werk unter dem Titel: „Die pädagogische Pathologie oder die Lehre von den Fehlern der Kinder“, herausgegeben, in dem er dreihundert Kinderfehler analysierte und klassifizierte. Er war der erste, der darauf hinwies, daß dieselben Namen einmal unverfängliche Kinderfehler bezeichnen, die im Verlaufe der kindlichen Entwicklung auftreten und oft sozusagen normale Durchgangsstadien darstellen, und ein anderes Mal Zeichen gestörter, abwegiger Entwicklung bedeuten, die als Warnungssignale auftreten und eine besondere Behandlung erfordern. Den Spuren L. von Strümpells sind dann andere Forscher, Pädagogen, Psychologen und Ärzte, gefolgt. Es kam zunächst zur Lehre von den psychopathischen Minderwertigkeiten, die einen Versuch bedeutete, die verschiedenen geistigen Abnormitäten zusammenzufassen, die gleichsam als Zwischenstufen zwischen geistiger Gesundheit und Krankheit stehen. Aus dieser Lehre, welche die Abgrenzung zu den verschiedenen Zuständen des kindlichen Schwachsinns vermissen ließ, entwickelte sich dann weiterhin die systematische Darstellung der psychopathischen Konstitutionen, die wir Theodor Ziehen verdanken, der aus der Psychiatrie zur Pädagogik und Psychologie übergegangen ist und derzeit als Professor der Philosophie in Halle a. S. wirkt. Bevor wir uns der Lehre von den psychopathischen Konstitutionen zuwenden, mögen einige Beispiele zeigen, inwieweit Fehler der Kinder eine verschiedene Beurteilung und Wertung vom psychologischen und vom pädagogischen Standpunkt aus erfordern.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1925

Authors and Affiliations

  • Theodor Heller
    • 1
  1. 1.Erziehungsanstalt Wien-GrinzingÖsterreich

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