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Der dorsale Knochenhöcker am 1. Keilbein-Mittelfußknochengelenk

  • Georg Hohmann

Zusammenfassung

So nennt Saxl die Exostose, die ich seinerzeit in der ersten Auflage 1923 im Kapitel über den Hohlfuß zuerst mit 2 Abbildungen beschrieben habe. Inzwischen sah ich sie oft auch beim Plattfuß wie die anderen Autoren, die über sie seitdem berichtet haben. Dieser Knochenvorsprung wird häufig als „Überbein“ gedeutet, aber er sitzt nicht wie ein Ganglion über dem Bein, sondern er besteht wirklich aus Bein. Durch Stiefeldruck, und zwar Naht oder Ösen der Schuhschnürung treten oft stärkere Reizerscheinungen auf, die Haut über dem Vorsprung rötet sich und schwillt leicht an. In seltenen Fällen können hier auch kleine Ganglien oder Schleimbeutel entstehen. Über das Wesen dieser Buckelbildung wird noch diskutiert. Soviel scheint festzustehen, daß man zwischen 2 Formen unterscheiden kann, die aber vielleicht nur Entwicklungsstadien des gleichen Prozesses sind. Einerseits kann die normalerweise schon vorhandene konvexe Wölbung der oberen Begrenzungsfläche des 1. Keilbeins stärker entwickelt sein, so daß sie mehr hervortritt. Das hat an sich nichts zu bedeuten. Allein wir sehen, daß unser Schuh auf eine solch knöcherne Vorwölbung nicht immer Rücksicht nimmt, und so entstehen durch Druck hier Beschwerden und Schwellung. Man sieht denn auch oft an der gegenüberliegenden dorsalen Kante der Basis des 1. Mittelfußknochens eine Verdickung. Das seitliche Röntgenbild zeigt in diesem Stadium oft nichts anderes als ein stärkeres Vorragen der dorsalen vorderen Kante des 1. Keilbeins und etwas weniger stark der Basis des Metatarsale I, die gegenüberliegenden Ecken von glatter, leicht abgerundeter Begrenzung. Durch fortgesetzten Druck kann es zu periostitischen Reizerscheinungen an diesen exponierten Stellen mit folgender Verdickung des Knochens kommen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1939

Authors and Affiliations

  • Georg Hohmann
    • 1
  1. 1.Orthopädischen Universitäts-KlinikFrankfurt a. M.Deutschland

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