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Die Konstitution des Portlandzementklinkers

  • Karl E. Dorsch

Zusammenfassung

In der ersten Zeit der wissenschaftlichen Zementforschung hatte man geglaubt, daß der Zement eine einheitliche chemische Verbindung sei, deren Zusammensetzung mit einer mehr oder weniger komplizierten Konstitutionsformel ausgedrückt werden könnte. Die Folgezeit lehrte jedoch, daß die Dinge nicht ganz so einfach liegen. Um 1880 herum begann man zahlreiche Portlandzemente zunächst einmal mikroskopisch zu untersuchen, und dabei entdeckte man nach und nach eine ganze Reihe von verschiedenen Klinkermineralien. Die erste Beschreibung eines Klinkerdünnschliffs stammt wohl von Le Chatelier1 aus dem Jahre 1887. Die Beobachtungen Le Chateliers, die völlig unbeachtet blieben, wurden 10 Jahre später von Törnebohm2 bestätigt. Törnebohm hat das Verdienst, die heute noch üblichen Bezeichnungen für die verschiedenen Klinkermineralien eingeführt zu haben. Törnebohm beobachtete im ganzen vier verschiedene Kristallarten im Zementklinker, die er mit Alit, Belit, Celit und Felit bezeichnete. Daneben stellte er noch eine amorphe glasige Grundmasse fest. Die Klinkerbeschreibung von Törnebohm wurde dann im Jahre 1913 von v. Glasenapp3 sehr wesentlich erweitert und berichtigt. v. Glasenapp stellte als erster die Ansicht auf, daß die verschiedenen Klinkermineralien in den meisten Fällen keine einfachen chemischen Verbindungen seien, sondern Mischungsreihen von verschiedenen chemischen Substanzen. Auch die Klinkerbeschreibung v. Glasenapps war noch keineswegs vollständig.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1932

Authors and Affiliations

  • Karl E. Dorsch
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule zu Karlsruhe in BadenBerlinDeutschland

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