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Die hochwertigen Portlandzemente

  • Karl E. Dorsch

Zusammenfassung

Da man bis heute noch die Güte eines Zements nach seinem Erhärtungsvermögen beurteilt, und nicht danach, ob der Zement die in jedem Falle besonderen Anforderungen erfüllt, so teilt man die Zemente je nach den Festigkeiten, die sie erreichen, ein in gewöhnliche, hochwertige und höchstwertige Zemente. Die Erfindung des hochwertigen Portlandzements ist auf die Anregungen von Spindel1 zurückzuführen, der 1915 darauf hinwies, daß sich die Festigkeiten der Portlandzemente durch geeignete Fabrikationsmethoden noch ganz wesentlich steigern lassen. Die Fabrikation des hochwertigen und höchstwertigen Portlandzements unterscheidet sich von der des gewöhnlichen Portlandzements durch eine sorgfältigere und genauere Einstellung der Rohmischung. Sämtliche Hydraulefaktoren, wie Kalk, Tonerde, Kieselsäure und Eisenoxyd, werden in ihren Moduln genauestens aufeinander abgestimmt. Ferner wird für einen etwas schärferen Brand, eine bessere Sinterung und eine raschere Abkühlung des Klinkers Sorge getragen. Die Sinterung wird durch Zusatz von Flußmitteln zur Rohmischung, wie z. B. 0,25 bis 0,5% Flußspat, oder durch geringe Erhöhung des Eisenoxydgehalts in der Rohmischung gefördert. Dazu kommt als einer der Hauptfaktoren, daß die Mahlfeinheit der hochwertigen Portlandzemente wesentlich größer ist als die der gewöhnlichen Portlandzemente. Als Beispiel für die Steigerung der Mahlfeinheit bei den hochwertigen Portlandzementen seien die Siebanalysen von drei Fabrikaten einer Zementfabrik angegeben, aus denen das Verhältnis der Mahlfeinheiten von gewöhnlichem, hochwertigem und höchstwertigem Portlandzement ersichtlich ist (Tabelle 45).

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Literatur

  1. 1.
    Spindel, M.: Ost. Wschr. öffentl. Baudienst 1915 Nr. 141, 1916 Nr. 22, 23; Zement 1916 S. 273.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1932

Authors and Affiliations

  • Karl E. Dorsch
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule zu Karlsruhe in BadenBerlinDeutschland

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