Ventilation

  • Erwin von Esmarch

Zusammenfassung

Das Kapitel über diese Frage, obgleich sie eigentlich eine der wichtigsten in der Wohnungshygiene ist, kann mit wenigen Worten hier erledigt werden; den leider finden sich in unseren gewöhnlichen Miethswohnungen kaum jemals besondere Einrichtungen vor, welche eine rationelle Ventilation, d. h. Lufterneuerung in den Räumen bezwecken sollen. Und doch wäre es so ungemein einfach und wenig kostspielig, wenn beim Bau eines Miethshauses auch hierauf etwas Rücksicht genommen warden würde. Durch das Aussparen weniger Kanäle in den Zwischenmauern und Zwischendecken würde hier sehr viel zu erreichen sein und die Miether wären dann nicht mehr wie jetzt darauf angewiesen, im Winter ihre Fenster gegen Zug künstlich zu verbarrikadiren und die verbrauchte Luft der unteren Stockwerke, aus der Küche oder aus anderen noch weniger erfreulichen Quellen in ihre Wohnräume hineinzubekommen. Aber es scheint, daß noch viel Wasser den Berg herunterlaufen muß, ehe diese Verhältnisse einmal gebessert warden. So wie die Sachen heute liegen, wird der Vermiether es schon als einen besonderen Borzug seiner Wohnungen hinstellen, wenn darin in einzelnen Röumen, namentlich der Rüche und den Schlafzimmern, sogenannte Lüftungscheiben an den Fenstern angebracht sind.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1897

Authors and Affiliations

  • Erwin von Esmarch
    • 1
  1. 1.Universität Königsberg i. Pr.Deutschland

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