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Zur Wirkung des Morphiums auf den Eiweißstoffwechsel

  • Hans Völker

Zusammenfassung

In einer Arbeit aus unserem Institut von K. Holm: „Zur Wirkung des Morphiums auf die Zusammensetzung des Blutes und den Kohlehydratstoffwechsel“1) konnte gezeigt werden, daß die von verschiedenen Autoren2) auf die mannigfachste Weise nachgewiesene verzögerte Entleerung des Magens nach Morphium tatsächlich die Ursache für die von Klercker 3) beobachtete Hemmung der alimentären Hyperglykämie ist. Die nach peroraler Dextrosegabe auftretende alimentäre Hyperglykämie und die sich daran anschließende Verbrennung von Kohlehydrat im Organismus trat bei vorheriger Injektion von Morphium wesentlich später als gewöhnlich auf (1 1/4 bis 4 1/2 Stunden), während bei Zuführung der Dextrose durch eine Duodenalsonde ins Duodenum trotz vorheriger Morphiumgabe eine Verzögerung des Blutzuckeranstiegs oder des Beginns der Verbrennung nicht nachzuweisen war. Diese Morphiumwirkung ist also nicht eine im Kohlehydratstoffwechsel selber angreifende, sondern lokal mechanischer Natur, indem sie den Pylorus auf längere Zeit verschließt. Andererseits besitzt das Morphium aber doch eine Wirkung auf den Kohlehydrathaushalt, da es von einer gewissen Dosis an eine toxische Hyperglykämie hervorruft, die dadurch das Bild der gehemmten alimentären Hyperglykämie trüben kann, und außerdem wird durch die Herabsetzung der Erregbarkeit des Atemzentrums und die so hervorgerufene Änderung des respiratorischen Quotienten die Beurteilung des Beginns der Kohlehydratverbrennung eine schwierigere.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

Authors and Affiliations

  • Hans Völker
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen InsitutUniversität Hamburg, Krankenhaus St. Georg.Deutschland

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