Die Verwertung des Körperschemas in der Praxie und die Rechts- und Linkswahl beim Handeln

  • Paul Schilder

Zusammenfassung

Aus der Beobachtung V. wurde es uns bereits wahrscheinlich, daß es auch eine apraktische Störung in bezug auf das Körperschema gibt. Daß also das intakte Körperschema nicht im Handeln verwertet werden kann. Diese Vermutung wird uns durch die nachfolgenden Beobachtungen zur Gewißheit. In allen diesen Fällen ist besonders deutlich, daß die Pat. zwar den Begriff des rechts und links haben, ihn aber im Handeln nicht verwerten können. Das Körperschema hat ja eine Orientierung nach rechts und links. In den Fällen von Autotopagnose z. B., dem von PICK, gelangen die Pat. auf dem Umweg über das Handeln zur richtigen Einsicht, indem sie z. B. ein Kreuz machen und so zur Einsicht kommen, daß die Hand, welche diese Leistung gibt, die rechte sei. In den nachfolgenden Fällen ist gerade im Handeln die sonst richtige Einsicht nicht verwertbar. Drei dieser Fälle habe ich vor dem Krieg in Leipzig beobachtet, die Head-schen Untersuchungsmethoden konnten dementsprechend nicht angewendet werden. 2 Fälle sind auch nach dieser untersucht.

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Referenzen

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    Vgl. hierzu Froebes Lehrbuch der experimentellen Psychologie.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Paul Schilder
    • 1
  1. 1.Universitätsklinik WienÖsterreich

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