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Zusammenfassung

In den Handwerks- und Großbetrieben wird bei den Lehrlingen in bezug auf Lehrgeld und Vergütung recht verschieden verfahren. Im kleingewerbe hat der Lehrling vielfach noch freie Wohnung und Verpflegung im Hause des Meisters. — Dies ist in mehrfacher Hinsicht günstig. Die Lebenshaltung, besonders Essen und Wohnung, sind im Durchschnitt bei den Handwerkern besser als im Arbeiterstande, aus dem die Mehrzahl der Lehrlinge stammt. Sie kommen also in dieser Beziehung zumeist in günstigere Verhältnisse. Sodann ist es bei der Teilnahme des Lehrlings an dem Familienleben leichter möglich, erziehrisch aus ihn einzuwirken und ihn zu überwachen, als wenn er in der Freizeit etwa täglich fremden Einflüssen außerhalb des Hauses ausgesetzt ist. Sie brauchen nicht einmal schlechter Art zu sein und konnen doch schon die Einheitlichkeit der Erziehung stören. Ein Nachteil des Wohnens im Hause des Lehrherrn ist zuweilen, daß die Lehrlinge leicht zu viel zu häuslichen oder ländlichen Arbeiten mit herangezogen werden, wie dies in den Berichten der Gewerbeaussichtsbeamten hervorgehoben ist1).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1918

Authors and Affiliations

  • Bruno Schwarze

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