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Zusammenfassung

Rußland hat bei seinem entschlossenen Vorgehen in Sibirien keineswegs das 1881 in Mittelasien begonnene Werk beiseite liegen lassen. Waren es zu allem Anfang auch ausschließlich strategische Rücksichten und Beweggründe, die es dazu getrieben hatten, in aller Eile, um sein plötzlich in Mittelasien stark gefährdetes Ansehen zu retten, den Bau der Bahn von Ussun— Ada1) ins Land zu führen, so änderten sich die Erwägungen mit der Zeit doch ganz wesentlich. Zunächst mußte allerdings die Sicherung des militärischen Übergewichts erreicht werden. Es wurde daher der Bau vom Militärfiskus weitergeführt, und bereits im Juli 1886 war das wichtige Merw, im November bei Tschardshui der Amu-Darja und dessen fruchtbares Tal erreicht, das für die wirtschaftliche Entwicklung des Mutterlandes durch seine Baumwollerzeugung von allergrößter Wichtigkeit werden mußte, wenn es gelang, die Baumwollkultur zu heben, den Ernteertrag wesentlich zu erhöhen und damit weitere Landesteile unter den Einfluß einer Eisenbahnverbindung zu bringen. Es hatte sich so in verhältnismäßig kurzer Spanne Zeit eine vollkommen neue Richtung Bahn gebrochen. Hier in Mittelasien waren an Stelle der strategischen Notwendigkeit, vom Kaspi-See aus ins Land auf Schienenwegen vorzudringen, nachdem der militärische Erfolg gesichert worden war, ein wirtschaftlicher Gesichtspunkt getreten.

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Referenzen

  1. 1).
    In der Folgezeit ist der Ausgangspunkt am Kaspi-See zweimal geändert. Gegenwärtig befindet er sich bei Krasnowodsk.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1919

Authors and Affiliations

  • Mertens

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