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Die Cocainpsychose und der Morphiococainismus

  • Ernst Joël
  • F. Fränkel

Zusammenfassung

So unwahrscheinlich es ist, daß Cocain die Körperzellen biologisch verändert, in dem Sinne, daß eine Gewöhnung an das Gift eintritt (vgl. S. 67 ff.), so sicher ruft das Gift in dem seelischen Habitus tiefgreifende Veränderungen hervor, wenn es hinreichend lange zugeführt wird. Gerade in diesem Punkte nun macht sich ein Unterschied in den Applilikationsarten bemerkbar. Die Cocaineuphorie, das Rauschstadium und die reaktive Phase unterscheiden sich bei Cocainschnupfern und Cocainspritzern zwar in keiner Hinsicht prinzipiell, und. man kann nur von quantitativen Differenzen bezüglich der Intensität der Symptome sprechen. Das gleiche gilt, was die Dauerwirkungen des Giftes auf Cocainisten betrifft, von den gleich zu erörternden Charakterveränderungen. Auch hier sieht man, gleichgültig, ob durch die Prise oder durch die Injektion verursacht, dieselben Erscheinungen. Sie sind im ersten Fall nur weniger ausgesprochen, aber auch dies nur dann, wrenn die Menge des geschnupften Pulvers nicht übermäßig ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  • Ernst Joël
    • 1
  • F. Fränkel
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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