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Ein Beitrag zur Geschichte der Großgasmaschine

  • Wilhelm von Oechelhaeuser
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Zusammenfassung

Früheren Anregungen von Fachgenossen und Vereinen, die Entwicklung meiner Großgasmaschine zu veröffentlichen, habe ich nicht entsprochen, weil ich glaubte, sie nicht objektiv-wissenschaftlich genug darstellen zu können, solange meine Maschine noch mitten im Konkurrenzkampfe stand. Jetzt gehört sie, wie ich hoffe, der Geschichte an und ich folge nunmehr für die Veröffentlichung in den Beiträgen zur Geschichte der Technik und Industrie dem Vortrage, den ich am 14. Mai 1914 auf der Jahresversammlung der Göttinger Vereinigung für angewandte Mathematik und Naturwissenschaften in Dessau hielt.

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Notes

Literatur

  1. 1).
  2. 2).
    Übrigens war sonst mein Großvater der erfolgreiche Erfinder der ersten Strohpapiermaschine.Google Scholar
  3. 1).
    Bei der Abnahme am 16. Dezember 1887 leistete sie 4,7 effekt. PS bei 145 Touren mit 4,9 cbm Gas, also für eine effekt. PS etwas über ein cbm Gas. Der Bau der Benzmaschinen hatte 1884 begonnen.Google Scholar
  4. 2).
    Die Versuche fanden unter der dankenswerten Assistenz des jetzigen Oberingenieurs der Deutschen Continental-Gesellschaft Herrn Nie mann und des Monteurs Just statt. Dieser blieb mir durch die langjährigen Versuchsschwierigkeiten hindurch bis zur Montage der ersten Großgasmaschinen beim Hoerder Bergwerks- und Hüttenverein (1898) treu und führte ihren Betrieb auch dort noch als Obermonteur bis 1910.Google Scholar
  5. 1).
    Die Beschreibung der Maschine darf nach den vielfachen Veröffentlichungen als bekannt vorausgesetzt werden.Google Scholar
  6. 1).
    Beiträge zur Frage der Kraftgas Verwertung, Stahl u. Eisen 1900, Nr. 21.Google Scholar
  7. 1).
    Vgl. Stahl u. Eisen 1898, S. 499.Google Scholar
  8. 2).
    Vgl. Aimé Witz, Traité des Moteurs à Gaz 1899, Tome III, S. 76.Google Scholar
  9. 3).
    Journal für Gasbeleuchtung 1896, 12. Sept., S. 611.Google Scholar
  10. 4).
    Vgl. Aimé Witz, Traité des Moteurs à Gaz 1904, Tome II, S. 620.Google Scholar
  11. 5).
    Vgl. Journal für Gasbeleuchtung 1899, 12. Februar, S. 138.Google Scholar
  12. 6).
    Vgl. Stahl u. Eisen 1899, S. 474.Google Scholar
  13. 1).
    Die Priorität der ersten Großgasmaschine überhaupt wurde für mein System nicht nur für Deutschland, sondern auch für das Ausland von ersten Autoritäten anerkannt. Professor Eugen Meyer erklärte dies 1904 auf der Hauptversammlung des Vereins deutscher Eisenhüttenleute in Düsseldorf. Professor Ried 1er behandelte diese Frage eingehend und in gleichem Sinne in seinem Werke ,,Großgasmaschinen” 1905, S. 180. In einer besonderen Anlage 2 zu diesem Vortrage erlaube ich mir noch einiges Material hierüber aus der Literatur beizubringen.Google Scholar
  14. 1).
    Vgl. Rud. Diesel, „Entstehung des Diesel-Motors” S. 16.Google Scholar
  15. 2).
    Rudolf Diesel schrieb mir am 7. Januar 1893 auf Empfehlung von Professor Slab y und Ingenieur Venator einen interessanten Brief, indem er bei mir anfragte, ob ich geneigt wäre, behufs Verwertung seiner Patente in Unterhandlung mit ihm zu treten. Er besuchte mich bald darauf in Dessau. Glücklicherweise widerstand ich dieser Versuchung, denn ich ahnte damals schon, nach meinen eigenen Erfahrungen, die enormen Schwierigkeiten und Kosten, welche die Erfüllung dieses weit gesteckten Zieles mit sich brachte. Dafür genügten nur die Machtmittel eines Konsortiums Krupp-Augsburg-Nürnberg. Dazu kam, daß Diesel in dieser ersten Zeit die Verbrennung von Kohlenstaub in seiner Maschine noch in den Vordergrund rückte, was bei mir die größten Zweifel an der Ausführbarkeit erweckte.Google Scholar
  16. 1).
    Wenn von Vertretern des doppeltwirkenden Viertakt-Systems die Behauptung aufgestellt wprden ist, „daß die ersten Großgasmaschinen vor rund 14 Jahren von den bisherigen Gasmaschinenfirmen derart hergestellt wurden, daß die Abmessungen der bewährten Kleingasmaschine entsprechend vergrößert wurden, ohne Rücksicht auf die anderen Bedingungen, welche der Großgasmaschinenbau stellt”, so hat die vorstehende Darstellung der Entwicklung meiner Großgasmaschine wohl zur Genüge offenkundig gemacht, daß diese Behauptung zum Mindesten auf meine Maschine nicht zutrifft. Denn die ursprünglich versuchte Benzsche Maschine wurde in Arbeitsweise und Konstruktion vollständig verlassen, und statt ihrer lediglich aus dem Zweck der Großgasmaschine heraus eine durchaus eigenartige neue Maschine entwickelt, die mit der Konstruktion keiner früheren Gasmaschine auch nur die geringste Ähnlichkeit hat, geschweige denn als eine Storchschnabel-Vergrößerung irgendeiner älteren Maschine gelten kann. Auch von der Zweitakt-Gasmaschine Körtings kann dies wahrheitsgemäß nicht behauptet werden.Google Scholar
  17. 2).
    In einer englischen Publikation der Firma Beardmore im Railway Journal vom 2. Juli 1904 heißt es: „For constant service the horse-power of this engine is 1500 average and 1800 maximum.”Google Scholar
  18. 1).
    Stahl u. Eisen 1899, S. 485 ff.Google Scholar
  19. 1).
    Güldner, Verbrennungskraftmaschine 1914, S. 661.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • Wilhelm von Oechelhaeuser
    • 1
  1. 1.DessauDeutschland

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