Elektrische Wellen

  • Robert Wichard Pohl

Zusammenfassung

Die Gliederung unserer Darstellung des elektrischen Feldes ist in großen Zügen die folgende:
  1. 1.

    Das ruhende elektrische Feld. Die Enden der Feldlinien als Elektrizitätsatome (Schema der Abb. 446a).

     
  2. 2.

    Das sich langsam ändernde elektrische Feld. Die beiden Platten des Kondensators werden durch einen Leiter verbunden. Es ist in Abb. 446b ein längerer, aufgespulter Draht. Das elektrische Feld zerfällt. Aber die Selbstinduktion des Leiters läßt den Vorgang noch „langsam“ verlaufen. Der Feldzerfall tritt noch bei β und α praktisch gleichzeitig ein. Das wird in Abb. 446b durch gleiche Abstände der Feldlinien bei α und β zum Ausdruck gebracht.

    Jetzt kommt in diesem Kapitel als letzter Fall

     
  3. 3.

    Das sich rasch ändernde elektrische Feld. In Abb. 446c ist der Leiter kurz, seine Selbstinduktion klein. Das Feld zerfällt „rasch“: d.h. die Laufzeit der Feldänderung für den Weg β α darf nicht mehr vernachlässigt werden. Der durch den Leiter bewirkte Feldzerfall ist bei α bereits viel weiter fortgeschritten als bei β. Das ist durch verschiedene Abstände der Feldlinien veranschaulicht. Es wird sich also für das elektrische Feld eine zwar sehr hohe, aber doch endliche Ausbreitungsgeschwindigkeit ergeben. Diese endliche Ausbreitungsgeschwindigkeit ermöglicht die Entstehung elektrischer Wellen. — Das Wort „elektrische Wellen“ ist heute in der Zeit des Rundfunks in aller Munde. Das Verständnis dieser grundlegenden Erscheinung ist weniger verbreitet.

     

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

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  • Robert Wichard Pohl

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