Die politischen Parteien I: Parteienentwicklung und Parteiendynamik

  • Karl Loewenstein
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE)

Zusammenfassung

In den republikanischen Stadtrepubliken des Altertums konnten die stimmberechtigten Bürger unmittelbar an der Bildung des Staatswillens teilnehmen, weil der Umfang des Staatsgebiets und der auf ihm ansässigen Bevölkerung der persönlichen Stimmabgabe in der Volksversammlung nicht im Wege standen. Aber auch hier waren in Vorbereitung und Durchführung des Abstimmungsverfahrens Gruppenbildungen nicht zu vermeiden. In der als konstitutionelle Demokratie gestalteten Massengesellschaft unserer Zeit aber sind organisierte politische Parteien als die Instrumente der Staatswillensbildung unentbehrlich. Durch ihre Parteiprogramme und die auf sie eingestellten Kandidaten für die Wahlämter mobilisieren und aktivieren die politischen Parteien den sonst unendlich zersplitterten Vokswillen und vereinfachen ihn dadurch derart, daß die Masse der Bürger sich an der Staatswillensbildung entweder unmittelbar durch die Volksabstimmung oder mittelbar durch die Wahl von Parteivertretern sinnvoll beteiligen kann. In der konstitutionellen Demokratie kann der politischen Prozeß nur durch die Mitwirkung der politischen Parteien betrieben werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • Karl Loewenstein
    • 1
    • 2
  1. 1.Jurisprudence and Political ScienceAmherst CollegeUSA
  2. 2.Politische Wissenschaften und Rechtspolitik, Juristische FakultätUniversität MünchenDeutschland

Personalised recommendations