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Definitive Bahnbestimmung des Kometen 1932V (Peltier-Whipple)

  • Guntram Schrutka-Rechtenstamm
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Zusammenfassung

Von diesem Kometen liegen 475 Beobachtungen von 1932 Aug. 6 bis Nov. 30 vor, zu denen noch zwei Aufnahmen vor der Entdeckung (Juli 13 und Juli 23) aus Bloemfontein hinzukommen.

Es wurden die Störungen durch die Planeten Venus, Erde, Jupiter und Saturn berücksichtigt sowie die Korrektion der Sonnenörter nach Korn. Sämtliche Beobachtungen wurden mit AGK-2-Örtern neu reduziert, soweit die Unterlagen dafür vorhanden waren, auch die photographischen. Trotzdem stellten sich beim Versuch, jene Bahn zu finden, die die Beobachtungen am besten darstellt, Schwierigkeiten ein. Sie dürften davon herrühren, daß am Schluß der Beobachtungszeit die Mitte der Koma, sonst aber die Mitte des Kerns pointiert wurde. Es sind im ganzen sechs Bahnen (s. Tabelle V) berechnet worden. Sie unterscheiden sich darin, daß bei den einen sämtliche Beobachtungen (außer den schlechtesten) entsprechend ihrem Gewicht mitgenommen wurden, bei den anderen aber nur die besten. Andererseits sind bei manchen Bahnen die ersten oder die letzten Beobachtungen weggelassen worden.

Wegen der verschiedenen Auffassung der Kometenmitte dürfte es wohl das Richtigste sein, bei der Bestimmung der Bahn die letzten Beobachtungen auszuschließen, nicht aber die ersten aus Bloemfontein, da diese nicht widersprechen. Nachdem die Fehler kleiner werden, wenn man nur die besten Beobachtungen anerkennt, dürfte die fünfte in Tabelle V angeführte Bahn den anderen vorzuziehen sein.

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Literatur

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    Einige von den Beobachtungen standen mir anfangs auf der Wiener Sternwarte nicht zur Verfügung ; ich erhielt diese von Kopenhagen, wofür ich hier noch bestens danke.Google Scholar
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    Bei der Bearbeitung waren nur die nördlich von + 50° erschienen. Die übrigen erhielt ich auf eine schriftliche Anfrage hin aus Bergedorf, wofür ich an dieser Stelle noch bestens danke.Google Scholar
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    Er schreibt dabei unter anderem: I had measured a spurious image on the plate of Nov. 30 and found the real one knowing the approximate O — C. The object is faint and diffuse but a little better defined than the false image that misled me.Google Scholar
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    Man darf hiebei nicht übersehen, daß bei diesem Gleichungssystem die Gewichtseinheit anders definiert wurde, indem hier jede Beobachtung das Gewicht 1 erhielt, während bei der früheren Ausgleichung derartige Beobachtungen das Gewicht 5—15 erhielten. Dementsprechend muß auch der mittlere Fehler der Gewichtseinheit proportional der Wurzel einer solchen Zahl sein, ohne daß dies als Zeichen für die Güte einer Darstellung gewertet werden darf.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1953

Authors and Affiliations

  • Guntram Schrutka-Rechtenstamm
    • 1
  1. 1.WienAustria

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