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Physiologie der vegetativen Zentren im Zwischenhirn

  • R. Greving

Zusammenfassung

Die Innervation der inneren Organe erfolgt durch mehrfache übereinander-geschaltete Zentren, die in den Wandungen der Organe (murales Nervensystem), im Grenzistrang, im Rückenmark, in der Medulla oblongata und im Mittelhirn angeordnet sind. Die von diesen Zentren ausgehenden, zum Teil gegensätzlichen nervösen Impulse bedürfen der Regelung durch eine übergeordnete Stelle, sofern ein richtiger Ablauf der Funktionen des Gesamtorganismus gewährleistet werden soll. Dieses gilt in erster Linie für die höher entwickelten Lebewesen, besonders die Vögel und die Säugetiere, bei denen die Lebensmöglichkeit an einen bestimmten Grad der Körperwärme und ein Gleichmaß der chemischen und physikalischen Grundbedingungen gebunden ist. Die Zentren, denen diese Aufgabe zufällt, finden sich, wie physiologische Untersuchungen und klinische Erfahrungen der letzten 20 Jahre gezeigt haben, in den phylogenetisch ältesten Teilen des Zwischenhirns. Die hier in Betracht kommenden Gebiete sind das um den dritten Ventrikel angeordnete Höhlengrau und der unter dem Sehhügel gelegene Hypothalamus, insbesondere seine basalen Teile (Zwischenhirnbasis). Können wir schon aus der Phylogenese dieses Hirnteiles und aus dem anatomischen Aufbau der zahlreichen hier angeordneten Kerne Rückschlüsse auf die Zugehörigkeit dieser Ganglienzellanhäufungen zu dem vegetativen Nervensystem ziehen (s. Anatomie des Zwischenhirnes), so sollen hier noch die experimentellen und klinischen Beweise für die Lebenswichtigkeit dieser Zentren angeführt werden.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  • R. Greving
    • 1
  1. 1.ErlangenDeutschland

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