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Der Einfluß von Beschäftigungsschwankungen auf die Produktionskosten

  • Erich Gutenberg
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE, volume 1)

Zusammenfassung

Kosten, die die Aufrechterhaltung einer bestimmten Betriebsbereitschaft verursacht, sind fixe Kosten. Sie sind von der Inanspruchnahme der betrieblichen Anlagen unabhängig und entstehen ohne Rücksicht auf die Art und Weise, in der sich ein Unternehmen an Beschäftigungsschwankungen anpaßt.

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Literatur

  1. 1.
    Den Ausdruck Leerkosten hat O. Bredt in seinem Aufsatz, Der endgültige Ansatz der Planung (II), in: Technik und Wirtschaft, Bd. 32 1939, S. 261, geprägt. E. Schneider verwendet den Ausdruck ebenfalls in seinem Aufsatz, Die Problematik der Lehre von den fixen Kosten, in: Weltwirtschaftliches Archiv, Bd. 60 1944, S. 300ff.Google Scholar
  2. 1.
    Schmalenbach, E., Selbstkostenrechnung und Preispolitik, 6. Aufl., Leipzig 1934, S. 35; vgl. auch S. 52.Google Scholar
  3. 1.
    Vgl. hierzu Heinen, E., Anpassungsprozesse im Kokereibetrieb unter besonderer Berücksichtigung der quantitativen und intensitätsmäßigen Anpassung, in: Z. f. handelswiss. Forschung, N.F., 7. Jg. 1955, S. 106ff.; ferner Riebel, P., Die Elastizität des Betriebes, Köln u. Opladen 1954.Google Scholar
  4. 1.
    Vgl. hierzu im einzelnen die Abschnitte III, IV und V dieses Kapitels.Google Scholar
  5. 1.
    Siehe hierzu Band II.Google Scholar
  6. 1.
    Riebel, P., Die Elastizität des Betriebes, a. a. O., S. 27/28.Google Scholar
  7. 1.
    Riebel gibt an, daß sich die Durchsatzdauer in modernen Horizontalkammeröfen zwischen 18 und 36 Stunden variieren läßt. Vgl. Riebel, P., Die Elastizität des Betriebes, a. a. O., S. 30.Google Scholar
  8. 1.
    Auf der Vorspinnmaschine (Krempel) werden die Wollflocken zu Einzelfasern geöffnet und zu einem dünnen Faden parallel zusammengelegt. Dieser Faserflor wird am Ende der Vorspinnmaschine in kleine Streifen zerlegt, die dann zu den sog. Vorgarnfäden lose zusammengedreht werden.Google Scholar
  9. 2.
    Vgl. hierzu Gaenslen, H. F., Produktionstechnische Formen der Anpassung an quantitative Nachfrageänderungen in Tuchfabriken unter besonderer Berücksichtigung der Kostenplanung, Diss. Köln 1960.Google Scholar
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  11. 1.
    Die Leistungen anderer Hilfsbetriebe, zum Beispiel Transportberiebe, Betriebsleitung usw., werden auf die einzelnen Aggregate geschlüsselt. Hier wird davon abgesehen, diese geschlüsselten Beträge aufzuführen.Google Scholar
  12. 1.
    Man kann also nicht von einer beliebigen Ausbringung x ausgehen, sondern nur von einer Ausbringung, die m oder ein ganzes Vielfaches von m beträgt. Nur diese Ausbringungsmengen lassen sich bei rein quantitativer Anpassung realisieren.Google Scholar
  13. 1.
    Zu diesen intervallfixen Kosten können noch zusätzlich Kosten für die besondere Pflege, Bewachung und die spätere Wiederinbetriebnahme kommen. Die Höhe dieser Kosten ist auch abhängig von der Stillstandszeit und dem Grad der Betriebsbereitschaft, den das Unternehmen beibehalten will.Google Scholar
  14. 1.
    Würde der Betrieb die zeitliche Anpassung in der Weise vornehmen, daß er sämtliche verbleibenden Aggregate (z.B. drei Aggregate) zeitlich unterbeschäftigt, dann würden sich die gleichen Kosten ergeben, wie in dem Falle, den die Abb. 33 a zeigt.Google Scholar
  15. 1.
    United States Steel Corporation, T.N.E.C., Papers, Comprising the Pamphlets and Charts. Submitted by the United States Steel Corporation to the Temporary National Economic Committee, Vol. I, S. 223–301. Enthalten in : Cost Behavior and Price Policy. A Study prepared by the Committee on Price Determination for the Conference on Price Research, National Bureau of Economic Research, New York 1943, S. 90ff.Google Scholar
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    Ezbkiel, M. u. K. H. Wylie, The Cost Curve for Steel Production, in: J. of Political Economy, Vol. XLVIII 1940, S. 777 ff.Google Scholar
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    Dean, J., Statistical Cost Functions of a Hosiery Mill, University of Chicago Press 1941, S. 37ff; derselbe, The Relation of Cost to Output for a Leather Belt Shop, National Bureau of Economic Research, Technical Paper 2, 1941; ferner Department Store Cost Functions. Studies in Mathematical Economics and Econometrics, ed. by Lange, O., F. McIntyre u. Th. O. Yntema, University of Chicago Press, 1942, S. 222, 254Google Scholar
  18. 1a.
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  19. 1a.
    Vgl. hierzu auch Henzel, F., Kosten und Leistung, Bühl 1941Google Scholar
  20. 1a.
    Whitman, R. H., Round table on Cost Functions and their Relations to Imperfect Competition, in: American Economio Review, Suppl. Vol. 30 1940, S. 400 ff.Google Scholar
  21. 1a.
    Ehrke, K., Bie Übererzeugung in der Zementindustrie von 1858–1913, Jena 1933. Auch die sich mehr auf die Analyse der Gemeinkosten beschränkende Untersuchung von Schlesinger, G., Bie Zukunft des deutschen Werkzeugmaschinenbaus, in: VBI-Zeitschrift, Bd. 74 1930, S. 1629 und die Untersuchung von Hildebrandt, R., Geschäftspolitik auf mathematischer Grundlage, in: Technik und Wirtschaft, Bd. 241931, S. 127ff. führen zu dem Ergebnis, daß die Kurven der Gemeinkosten wesentlich geradlinig verlaufen. Schlesinger trennt dabei die Gemeinkosten in feste und veränderliche, indem er die Gemeinkostenkurve bis zum Schnittpunkt mit der Ordinatenachse verlängert. Der Ordinatenabschnitt stellt dann den Fixkostenbestandteil dar. (Würde man die Schmalenbachsche „Kostenauflösung“ mathematisch darstellen, dann würde man zu einer ähnlichen Form der Barstellung gelangen. Wenn die Gesamtkostenkurve, in diesem Falle die Gemeinkostenkurve, nicht linear verläuft, dann ändert sich der Ordinatenabschnitt, welcher den Fixkostenbestandteil angibt. Benn in diesem Falle ändert sich mit jeder Veränderung der Ausbringung die Tangente an die Gesamtkostenkurve deren Schnittpunkt mit der Ordinatenachse jenen Ordinatenabschnitt bildet, welcher als Fixkostenbestandteil angesehen wird. Bas Verfahren ist also nur bei wenigstens angenähert linearem Verlauf der Gesamtkosten verwendbar.) Hildebrandt geht methodisch anders vor. Er nimmt die Trennung in fixe und variable Gemeinkostenteile mit Hilfe eines Faktors i vor, den er in seinen Formeln festlegt. Er gibt an, wie sich bei Änderung der Produktmenge das Verhältnis zwischen festen und variablen Kosten ändern soll. Bas Ergebnis seiner Berechnungen (mit Hilfe des Faktors i) vergleicht er mit empirischem Zahlenmaterial und stellt, wie auch Schlesinger, weitgehend Beckung zwischen den Ergebnissen seiner mathematischen Analyse und der buchmäßigen Kostenauflösung fest. Bie Untersuchungen von Schlesinger und Hildebrandt reichen ihres begrenzten Untersuchungsobjektes wegen nicht aus, um zur Frage der Linearität empirischer Kostenverläufe einen wesentlichen Beitrag liefern zu können, zumal sie nicht versuchen, gerade die qualitativen und pretialen Einflüsse auf den Kostenverlauf zu eliminieren. Immerhin ist es nicht uninteressant festzustellen, daß die beiden Untersuchungen in Fabrikationsbetrieben zu weitgehend linearem Verlauf der Gemeinkosten geführt haben, ein Umstand, der z.B. für die Praxis der Plankostenrechnung nicht ohne Bedeutung ist. Ben neueren Untersuchungen von Wolter, A.M., Bas Rechnen mit fixen und proportionalen Kosten, Köln und Opladen 1948, liegen Stückkosten zugrunde. Ba degressiver Stückkostenverlauf Linearität der korrespondierenden Gesamtkosten weder voraussetzt noch ausschließt, so lassen sich auf Grund dieser Untersuchungen über die Form der Gesamtkostenfunktion unmittelbar keine Aussagen machen. Wenn man aber z.B. die Kostenangaben zur Kostenstelle Ofenbetrieb (S. 101 ff.) auf die Gesamtkosten (des Ofenbetriebes) umrechnet, dann erhält man eine Gesamtkostenkurve, in der sich zwar irgendwie die „statische“ Kostenkurve ausdrückt; praktisch jedoch kann man diese Kurve als linear bezeichnen. Im übrigen ist auch das von Wolter angewandte Verfahren der Kostenauflösung nur verwendbar, wenn es sich um lineare Kostenfunktionen handelt. Eine Untersuchung von V. Seifried über Gemeinkosten in einem Lokomotiv-und Wagenwerk zeigt einen geradlinigen Gemeinkostenverlauf; vgl. Seifried, V., Möglichkeiten und Grenzen der Kostenplanung bei Eisenbahn-Werkstätten, in : Z. f. Betriebswirtschaft, 24. Jg. 1954, S. 151 ff., insbesondere S. 163. Im übrigen beruht die „Einheitliche Kostenrechnung Rummels“ auf der Grundthese, daß man in weiten Bereichen der Kostenrechnung mit linearen Funktionen arbeiten kann.Google Scholar
  22. 1.
    Dean, J., Statistical Determination of Costs, with Special Reference to Marginal Costs, University of Chicago Press 1936.Google Scholar
  23. 2.
    Cost Behavior, a.a.O., S. 111; zu den Vorbehalten siehe insbes. S. 81 ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • Erich Gutenberg
    • 1
  1. 1.BetriebswirtschaftslehreUniversität zu KölnDeutschland

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