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Zusammenfassung

Die Bezeichnung „lebende“ Polymere hat sich eingebürgert für Systeme mit einer konstanten Zahl funktioneller Gruppen oder Bindungen, die die Fähigkeit haben, mit Monomeren unter Verknüpfung zu reagieren und sich dabei reaktionsfähig zu erhalten. Die Moleküle leben also nicht, sondern wachsen nur beliebig lange. Erst der Verbrauch des Monomeren beendet das Wachstum, das wieder einsetzt, wenn man neues Monomer zufügt. Vieles spricht dafür, daß das Wachstum mindestens aus einem aktivierenden und einem einfügenden Schritt besteht. Substratspezifität, gelegentlich Stereoselektivität, enge Molekulargewichtsverteilung, Produktivitäten bis zu 200 Tonnen Polymer pro Gramm Katalysator und Wechselzeiten bis herab zu 0,2 Millisekunden wurden gefunden. Vorstufen einiger Katalysatoren haben extrem verzerrte Bindungswinkel (76°) am Kohlenstoff.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • Hans-Jörg Sinn
    • 1
  1. 1.Institut für Anorganische und Angewandte ChemieUniversität HamburgDeutschland

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