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Das normale Knochenmark

  • Irene Boll

Zusammenfassung

Zum besseren Verständnis der pathologischen Zusammenhänge der Blutbildung wird der myelopoetische Stammbaum (Abb. 3) angefügt, wie er sich nach mikrokinematographischen Dokumentationen der einzelnen Umwandlungsschritte in den Zellreihen des Knochenmarkes darstellt. Für den mit der farbigen Morphologie der Blutzellvorstufen im nach Pappenheim gefärbten Ausstrich vertrauten Hämato-Morphologen fällt es immer wieder schwer zu realisieren. daß die Differenzierung von einer Zellvorstufe in die nächste morphologisch differentere weniger als einen Tag in Anspruch nimmt. Das ganze myelopoetische System kann im Knochenmark in sieben Tagen durchlaufen werden. Die kleine pluripotente Stammzelle (O-Zelle) wächst zum achtmal so großen Histiozyten an, wobei sie die Stadien der determinierten Stammzellen nacheinander durchläuft: Basophiloblast — Myeloblast — Monoblast — Proerythroblast- Hämozy toblast. Die kleineren determinierten Stammzellen wachsen nach ihrer Stimulation auch weiter zum achtmal so großen Promyelozyten bzw. Promonozyten. Weiterhin können kleine sowie auch größere Stammzellen endomitotisch, amitotisch oder durch postmitotische Zytoplasma-Fusion zu Megakaryoblasten werden, aus denen noch vielfach größere Megakaryozyten durch weitere endomitotische und amitotische Polyploidisierungen ohne Zytokinesen entstehen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1980

Authors and Affiliations

  • Irene Boll
    • 1
  1. 1.Berlin 47Deutschland

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