Allgemeiner Abschnitt

  • C. Stich
  • C. Wulff

Zusammenfassung

Als bakteriologische Arbeitsstätte richte man einen getrennt von den Apothekenräumen gelegenen, gut belichteten und verschließbaren Raum ein, dessen Fensterseite am besten nach Norden zu liegt. An Bodenfläche genügen 8–10 qm (s. Abb. 1). Die Wände läßt man vorteilhaft mit weißer Emaillefarbe streichen und den Fußboden mit Glas, Schiefer, Xylolith, Fliesen oder Linoleum belegen. Der letztgenannte Belag eignet sich auch für den am Fenster aufzustellenden Arbeitstisch. Als zu diesem gehöriger Arbeitsstuhl empfiehlt sich ein Drehschemel, der so hoch geschraubt werden kann, daß es dem darauf Sitzenden keine Mühe macht, in das auf dem Tische vertikal aufgestellte Mikroskop hineinzublicken. Wünschenswert ist, in dem Raum auch Wasserleitung, womöglich mit eingeschaltetem kleinen Heizkörper zur leichten Beschaffung warmen Wassers zu haben; mindestens aber muß ein hochgestellter Wasserbehälter vorhanden sein, aus dem man jederzeit und bequem Wasser in ein handliches Becken einlaufen lassen kann. Nicht fehlen dürfen Gasbrenner (Bunsenund Mikro-), die nötigenfalls durch Spiritus-, Benzin- oder Petroleumlampen zu ersetzen sind. Für die Desinfektion von Abfallstoffen diene ein Bottich mit Karbolseifenlösung (5 + 3 ad 100) oder Sublimatlösung (1%ig).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1912

Authors and Affiliations

  • C. Stich
    • 1
  • C. Wulff
    • 2
  1. 1.Städt. KrankenhausLeipzigDeutschland
  2. 2.ZentralapothekeBerliner städt. KrankenanstaltenBuchDeutschland

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