Advertisement

Vom vierstimmigen Choralsatz

  • Heinrich Bellermann

Zusammenfassung

Neben den Übungen in den verschiedenen Gattungen des vierstimmigen Contrapunktes kann sich der Schüler damit beschäftigen, Choräle (— darunter verstehen wir hier die Melodien unserer protestantischen Kirchenlieder —) streng der diatonischen Tonleiter gemäfs vierstimmig auszusetzen. Diese Lieder sind allerdings zunächst für die Gemeinde bestimmt, die sie bei den öffentlichen Gottesdiensten einstimmig zu singen hat. Sie können aber auch recht gut von einem geschulten Chore vierstimmig vorgetragen werden, in welchem Falle man heutzutage die Hauptmelodie (den cantus firmus) dem Sopran zu übertragen pflegt. Wir werden sie deshalb behufs ihrer Bearbeitung auf eine der Sopranstimme angemessene Tonhöhe zu übertragen haben, so dass ihr Umfang sich etwa innerhalb der Octave es′es″, oder e′e″, oder auch bei einem grösseren Umfange zwischen c′ und f″ (aufwärts höchstens bis fis″) bewegt. Wenn nach dem heutigen Kammerton die Gemeinde z. B. die ionische Melodie „Ein veste Burg ist unser Gott“ aus C-Dur (ohne Vorzeichnung) anstimmt,
so wird man sie für den Sopran eines vierstimmigen Satzes etwa eine Terz höher, nach Es-Dur, setzen müssen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1887

Authors and Affiliations

  • Heinrich Bellermann

There are no affiliations available

Personalised recommendations