Das knöcherne Becken, die Beckenmessung und die Beckenanomalien

  • Hellmuth Winkler

Zusammenfassung

Das knöcherne Becken des Erwachsenen besteht aus 4 Knochen: den beiden Hüftbeinen, Ossa coxae, dem Kreuzbein, Os sacrum und dem Steißbein, Os coccygis. Die endgültige Verschmelzung der 3 einzelnen Knochen, die das Hüftbein aufbauen, erfolgt erst zur Zeit der Pubertät, und deshalb werden die einzelnen Teile des Hüftbeins im klinischen Sprachgebrauch auch besonders benannt. Wir unterscheiden als obersten Teil des Hüftbeins das Darmbein mit den Darmbeinschaufeln, das Sitzbein und das Schambein. Die beiden Schambeine vereinigen sich in der Symphyse. Sie haben einen horizontalen und einen absteigenden Ast, die die mediane Begrenzung des Foramen obturatum bilden, während die laterale Begrenzung durch das Sitzbein gebildet wird. Zwischen beiden Hüftbeinen ist das Os sacrum eingeschoben und gelenkig durch die Articulatio sacro-iliaca (Articulus sacro-ilicus) verbunden. Das Hüftbein umschließt die Gelenkpfanne für den Kopf des Oberschenkels im sog. Acetabulum; hier stoßen die das Hüftbein aufbauenden Teile zusammen. Von besonderer geburtshilflicher Wichtigkeit ist das Darmbein, das für die Beckenmessung drei wichtige Punkte stellt. Bogenförmig nach außen verläuft die Darmbeinleiste oder der Darmbeinkamm, eine wulstige Knochenauftreibung, an der die breiten Bauchmuskeln inserieren.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1943

Authors and Affiliations

  • Hellmuth Winkler
    • 1
  1. 1.Universitäts-Frauenklinik Marburg/LahnDeutschland

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