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Die Preispolitik

  • Erich Gutenberg
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE)

Zusammenfassung

Die Frage nach dem richtigen Preis bildet das Zentralthema einer einzelwirtschaftlichen Theorie der Preispolitik1. Welches sind die Kriterien, die Aussagen darüber zulassen, ob ein Preis richtig gestellt ist? Wann kann man sagen, daß ein Unternehmen sich preispolitisch richtig verhält? In welcher Weise wird dieses Verhalten von der konkreten Lage bestimmt, in der sich ein Unternehmen befindet? Liefert das erwerbswirtschaftliche Prinzip die Kriterien, nach denen hier gefragt wird?

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Literatur

  1. 1.
    Zu den weiteren Ausführungen vgl. folgende Literatur: Schmalenbach, E., Grundlagen der Selbstkostenrechnung und Preispolitik, 6. Aufl., Leipzig 1934Google Scholar
  2. 1a.
    Schmidt, F., Kalkulation und Preispolitik, Berlin 1930Google Scholar
  3. 1b.
    Lohmann, M., Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, 3. Aufl., Tübingen 1959Google Scholar
  4. 1c.
    Stackelberg, H. v., Grundlagen der Theoretischen Volkswirtschaftslehre, Bern-Tübingen 1951Google Scholar
  5. 1d.
    Möller, H., Kalkulation, Absatzpolitik und Preisbildung, Wien 1941Google Scholar
  6. 1e.
    Schneider, E., Einführung in die Wirtschaftstheorie, II. Teil, 6. verbess. Auflage, Tübingen 1960Google Scholar
  7. 1f.
    Richter, R., Das Konkurrenzproblem im Oligopol, Berlin 1954Google Scholar
  8. 1g.
    Brandt, K., Preistheorie, Ludwigshafen 1960Google Scholar
  9. 1h.
    Krelle, W., Preistheorie, Tübingen-Zürich 1961Google Scholar
  10. 1i.
    Jacob, H., Preispolitik, in: Die Wirtschaftswissenschaften, Wiesbaden 1963.Google Scholar
  11. Kilger, W., Die quantitative Ableitung polypolistischer Preisabsatzfunktionen aus den Heterogenitätsbedingungen atomistischer Märkte, in: Zur Theorie der Unternehmung, herausg. von H. Koch, Wiesbaden 1962, S. 269 ff.Google Scholar
  12. Marshall, A., Principles of Economics, 8th Ed., London 1947Google Scholar
  13. Chamberlin, E. H., The Theory of Monopolistic Competition, 6th Ed., Cambridge Mass. 1950Google Scholar
  14. Robinson, J., The Economics of Imperfect Competition, London 1950Google Scholar
  15. Stigler, G. J., The Theory of Price, New York 1949Google Scholar
  16. Boulding, K. E., Economic Analysis, New York 1948Google Scholar
  17. Bain, J. S., Price Theory, New York 1952Google Scholar
  18. Machlup, F., The Economics of Sellers’ Competition, Baltimore 1952Google Scholar
  19. Chambley, P., L’Oligopole, Paris 1944Google Scholar
  20. Marchal, J., Le Mécanisme des Prix, Paris 1948Google Scholar
  21. Marjolin, R., Prix, Monnaie, Production, Paris 1941Google Scholar
  22. Neumann, J. v., und O. Morgenstern, Theory of Games and Economic Behavior, 3rd ed., Princeton N. J. 1953, dtsch. Übers., Spieltheorie und wirtschaftliches Verhalten, Würzburg 1961Google Scholar
  23. Shfbik, M., Strategy and Market Structure, New York 1959.Google Scholar
  24. 1.
    Liefmann-Keil, E., Organisierte Konkurrenzpreisbildung, Leipzig 1936.Google Scholar
  25. 1.
    Bei seiner Einteilung der Märkte verwendet R. Seyffert den Ausdruck „Polypol“ in dem oben angegebenen (sprachlich an sich richtigen) Sinne. Da jedoch der Einteilungszweck bei Seyffert ein anderer ist als der, um den es sich hier handelt, erscheint es uns gerechtfertigt, den Anschluß an den Sprachgebrauch zu halten. Seyffert, R., Wirtschaftslehre des Handels, 4. Aufl., Köln-Opladen 1961, S. 372ff.Google Scholar
  26. 1.
    Möller, H., Kalkulation, Absatzpolitik und Preisbildung. Wien 1941, S. 39. Im Schema bedeutet a vollkommene, b unvollkommene Märkte.Google Scholar
  27. Vgl. hierzu auch Geertman, J. A., De Leer van de Marginale Kostprijs, Amsterdam-Brüssel 1949, Abschnitt XVI, S. 185ff.; Kleerekoper, S.,Google Scholar
  28. Grondbeginselen der Bedrijfseconomie, Teil I u. II, Amsterdam 1948 u. 1949; Goudriaan, J., Economie in zestien Bladzijden, Amsterdam 1932.Google Scholar
  29. 2.
    Chamberlin, E. H., The Theory of Monopolistic Competition. Cambridge Mass. 1950, 6th ed., p. 71 ff.Google Scholar
  30. 1.
    Triffin, R., Monopolistic Competition and General Equilibrium Theory, Cambridge, Mass. 1949, p. 97–105.Google Scholar
  31. 2.
    Die Reaktion des Angebots oder der Nachfrage auf Preisänderungen eines anderen Gutes wird Kreuzpreiselastizität genannt. Bei Substitutionsgütern ist diese Elastizität immer positiv, bei komplementären Gütern negativ.Google Scholar
  32. 1.
    Da hier mit endlichen Größen gerechnet wird, werden statt der Differentiale Differenzen verwendet. Dadurch wird der Ausdruck für den TriffinschenGoogle Scholar
  33. Koeffizienten grundsätzlich nicht geändert.Google Scholar
  34. 1.
    Vgl. Frisch, R., Monopole — Polypole, La Notion de Force dans l’Economie, Westergaard-Festschrift 1933.Google Scholar
  35. 2 Vgl. Schneider, E., Einführung in die Wirtschaftstheorie, IL Teil, 6., verbess. Aufl., Tübingen 1960.Google Scholar
  36. Auch die preistheoretischen Ausführungen von H. Möller lassen, obwohl er vom Marktformenschema ausgeht, erkennen, daß er den Verhaltensweisen eine große Bedeutung beimißt. Vgl. Möller, H., Kalkulation, Absatzpolitik und Preisbildung, Wien 1941.Google Scholar
  37. 1.
    Vgl. Cournot, A., Untersuchungen über die mathematischen Grundlagen der Theorie des Reichtums, Jena 1924, Sammlung sozialwissenschaftlicher Meister, Übersetzung von W. G. Waffenschmidt.Google Scholar
  38. 2.
    Besonders hervorgehoben sei das instruktive Werk von E. Schneider, Reine Theorie monopolistischer Wirtschaftsformen, Tübingen 1932Google Scholar
  39. 2a.
    Vgl. auch Schneider, E., Einführung in die Wirtschaftstheorie, II. Teil, 6. verbess. Aufl., Tübingen 1960Google Scholar
  40. 2b.
    ferner Stackelberg, H. v., Grundlagen der Theoretischen Volkswirtschaftslehre, 2. Aufl., Bern-Tübingen 1951Google Scholar
  41. 2c.
    Waffenschmidt, W. G., Anschauliche Einführung in die Allgemeine und Theoretische Nationalökonomie, Meisenheim 1950Google Scholar
  42. 2d.
    Möller, H., Kalkulation, Absatzpolitik und Preisbildung, Wien 1941Google Scholar
  43. 2e.
    Carell, E., Grundlagen der Preisbüdung, Berlin 1952Google Scholar
  44. 2f.
    Röper, B., Die Konkurrenz und ihre Fehlentwicklungen, Berlin 1952Google Scholar
  45. 2g.
    Marchal, J., Le Mécanisme des Prix, Paris 1948.Google Scholar
  46. 1.
    Marshall, A., Principles of Economics. London 1947, 8th ed., p. 102.Google Scholar
  47. 2.
    Die Preis- und Absatzänderungen werden hier nicht als endliche Größen aufgefaßt, um dann zu der sog. Bogenelastizität zu kommen, wie es bei Stackelberg der Fall ist. Stackelberg, H. v., Grundlagen der Theoretischen Nationalökonomie, 2. Aufl., Bern-Tübingen 1951, S. 178.Google Scholar
  48. 3.
    Die Tatsache, daß hier mit endlichen Größen gerechnet wird, ändert grundsätzlich nichts an dem oben gegebenen Elastizitätsausdruck.Google Scholar
  49. 4.
    Bei größeren Differenzen erscheint es zweckmäßig, mit Durchschnittswerten zu rechnen. Google Scholar
  50. 1.
    Von dem negativen Vorzeichen kann hier abgesehen werden.Google Scholar
  51. 1.
    Vgl. Gutenberg, E., Über den Verlauf von Kostenkurven und seine Begründung, Z. f. handelswissenschaftliche Forschung, N.F., 5. Jahrg. (1953), S. 1ff.Google Scholar
  52. 1.
    Dem Beispiel liegt eine Absatzkurve der Gleichung p = 6,00- 0,03 x und eine Kostenkurve der Gleichung K = 50 + 3,00x zugrunde.Google Scholar
  53. 2.
    Die Grenzkosten sind konstant, da eine lineare Gesamtkostenfunktion unterstellt wird.Google Scholar
  54. 1.
    Da die fixen Kosten sich auch bei anderen Marktformen für die Preispolitik als nicht relevant erweisen, verrechnet sie die moderne Kostenrechnung nicht mehr auf die Erzeugnisse. Vgl. Plaut, H. G., Grundlagen der Grenz-Plankostenrechnung, Z. f. Betriebswirtschaft, 1953, S. 322.Google Scholar
  55. 1.
    Praktisch gibt es solche Betriebe natürlich nicht. Angenähert ist dieser Extremfall aber zum Beispiel bei Wasserkraft-Elektrizitätswerken gegeben, die nahezu ausschließlich mit fixen Kosten arbeiten.Google Scholar
  56. 2.
    Es ist zu bemerken, daß bei U-förmigen Grenzkosten zwei Schnittpunkte zwischen der Grenzerlös- und der Grenzkostenkurve entstehen können. Hier entscheidet die Bedingung, daß die zweite Ableitung der Gewinnfunktion negativ sein muß, darüber, bei welchem dieser beiden Schnittpunkte das Gewinnmaximum liegt: Diese Bedingung kann aber, wie man sich leicht überzeugen kann, stets nur im zweiten Schnittpunkt erfüllt sein (vgl. Abb. 17).Google Scholar
  57. 1.
    Die hinreichenden Bedingungen für den Eintritt eines Maximums sind ebenfalls erfüllt.Google Scholar
  58. 1.
    Barankin, E. W., and R. Dorfman, On Quadratic Programming, University of California Publications in Statistics, Vol. 2 (1958), S. 285–318Google Scholar
  59. 1a.
    Houtfakker, H. S., The Capacity Method of Quadratic Programming, Econometrica, Vol. 28 (1960), S. 62–87Google Scholar
  60. 1b.
    Theil, H., and C. van de Panne, Quadratic Programming as an Extension of Classical Quadratic Maximization, Management Science, Vol. 7 (1960), S. 1–20.Google Scholar
  61. 1c.
    Wolfe, P., The Simplex Method for Quadratic Programming, Econometrica, Vol. 27 (1959), S. 382–398Google Scholar
  62. 1d.
    Frank, M., and P. Wolfe, An Algorithm for Quadratic Programming, Naval Research Logistics Quarterly, Vol. 3 (1956), S. 95Google Scholar
  63. 1e.
    Künzi, H. P., und W. Krelle, Nichtlineare Programmierung, Berlin-Göttingen-Heidelberg 1962Google Scholar
  64. 1f.
    Hadley, G., Nonlinear and Dynamic Programming, Reading, Mass. 1964.Google Scholar
  65. 1.
    Die Variablen u1, u 2 , u z können, da jedes u ganzzahlig und die Summe aller u kleiner oder gleich 1 sein soll, nur die Werte 0 oder 1 annehmen. Diese Bedingung besagt ferner, daß höchstens ein u, zum Beispiel u1, gleich 1 werden kann, während dann alle anderen u gleich 0 sind, das heißt, daß die Mengen des Gutes A, die zum Preise von 1,00 DM und 0,90 DM angeboten werden sollen, gleich 0 sind, also nicht in das Verkaufsprogramm aufgenommen werden, während das Gut A zum Preise von 1,25 DM bis zu der vorgegebenen Höchstmenge produziert und abgesetzt werden kann.Google Scholar
  66. 2.
    Dantzig, G. B., On the Significance of Solving Linear Programming Problems with Some Integer Variables, Econometrica, Vol. 28 (1960), S. 30–44Google Scholar
  67. 2a.
    Gass, S.I., Linear Programming, New York—Toronto—London 1958Google Scholar
  68. 2b.
    Gomory, R. E., An Algorithm for the Mixed Integer Problem, The RAND Corporation, Paper 1885, 1960.Google Scholar
  69. 2c.
    Gomory, R. E., and W. J. Baumöl, Integer Programming and Pricing, Econometrica, Vol. 28 (1960), S. 521–550.Google Scholar
  70. 1.
    Das Teilmonopol kann als eine Unterart des unvollkommenen Monopols aufgefaßt werden. In diesem Falle steht einem großen Unternehmen eine große Zahl kleiner Unternehmen gegenüber. Diese Unternehmen akzeptieren die Preise des Großen, da ihre Gesamterzeugung so klein ist, daß der Große an keinen Preiskampf denkt. Die Kleinen verhalten sich wie Mengenanpasser. Dieser Fall wird in dem Abschnitt über Preisführerschaft beschrieben.Google Scholar
  71. 2.
    Vgl. auch Lehmann, G., Marktformenlehre und Monopolpolitik, Berlin 1956.Google Scholar
  72. 1.
    Vgl. hierzu: Bain, J. S., A Note on Pricing in Monopoly and Oligopoly, American Economie Review, Vol. 39 (1949), S. 454ff.Google Scholar
  73. 1.
    Morgan, Th., A Measure of Monopoly in Selling, Quarterly Journal of Economics, Vol. 60 (1946), S. 461ff.Google Scholar
  74. 1.
    Papandreou, A. G., Market Structure and Monopoly Power, American Economic Review, Vol. 39 (1949).12Google Scholar
  75. 2.
    Rothschild, K. W., The Degree of Monopoly, in: Economica, NS. Vol. 10 (1942). Er betrachtet das Neigungsverhältnis zwischen den Nachfragekurven eines Industriezweiges und eines zur Gruppe gehörenden Unternehmens als Indiz für Marktbeherrschung eines Unternehmens (ausgehend von der Theorie Chamberlins).Google Scholar
  76. 3.
    Lerner, A. P., The Concept of Monopoly and the Measurement of Monopoly Power, Review of Economic Studies, Vol. 1 (1934). Er verwendet die Differenz zwischen Preis und Grenzkosten als Grundlage für die Entwicklung eines Monopolgradmaßstabes.Google Scholar
  77. 4.
    Bain, J. S., The Profit Rate as a Measure of Monopoly Power, Quarterly Journal of Economics, Vol. 55 (1941), S. 246.Google Scholar
  78. 1.
    Vgl. hierzu auch die Darlegungen bei F. Machlup über das Monopol, Hdwb. d. Sozw., 7. Bd. (1961), S. 427ff., u. The Economics of Sellers’ Competition, Baltimore 1952, S. 559ff.Google Scholar
  79. 1.
    Mill, J. St., Principles of Political Economy, with some of their Applications to Social Psychology, 1st ed., London 1848, übersetzt von A. Wäntig, Jena 1924. Hier interessiert vor allem der dritte Teil des ersten Bandes, besonders S. 701.Google Scholar
  80. 1.
    Die Horizontaladdition der individuellen Angebotskurven zur Gesamtangebotskurve ist ein makroökonomisches Problem und wird deshalb nicht hier im einzelnen behandelt. Vgl. hierüber E. Schnbidbb, Einführung in die Wirtschaftstheorie, II. Teil, 6. verbesserte. Aufl., Tübingen 1960.Google Scholar
  81. 1.
    „Law of indifference“ nach Jevons.Google Scholar
  82. 1.
    Mathematisch ausgedrückt ist unter den gegebenen Umständen der Grenzerlös die erste Ableitung der Erlösfunktion E’ = p. Setzt man in die AMOROSO-Robinson-Formel (math) ein, so erhält man ebenfalls für E’ den Wert p.Google Scholar
  83. 1.
    Ein solcher Verlauf ist auch dann möglich, wenn das Ertragsgesetz nicht in seiner bisherigen Formulierung Gültigkeit hat; denn auch die Produktionsfunktion B kann hierzu führen, wenn allerdings auch nur in Ausnahmefällen (s. Band I, Teil II).Google Scholar
  84. 2.
    Biese These läßt sich exakter und übersichtlicher unter Verwendung mathematischer Symbole ableiten. Der Gewinn eines Unternehmens ist die Differenz zwischen dem Erlös und den Kosten in einer bestimmten Zeitperiode, wobei Erlös und Kosten als eine Funktion der Produktmenge aufgefaßt sind. Bezeichnet man den Gewinn als G(x), den Erlös als E(x) und die Kosten als K(x), so kann man schreiben : Da im Falle der vollständigen atomistischen Konkurrenz der Preis p konstant ist — der Betrieb vermag absatzpolitisch ja nur Mengenanpassung zu treiben — so kann man für den Erlös in die obige Formel px einsetzen: G(x) = px-K(x). Biese Funktion hat dort ein Maximum, wo die erste Ableitung gleich Null ist. G’(x) = p-K’(x), p-K’(x) = 0, p = K’(x). Diese Bedingung sagt aus, daß die gewinnmaximale Absatzmenge eines Betriebes bei vollkommener atomistischer Konkurrenz nur dort liegen kann, wo die Grenzkosten gleich dem Preis sind.Google Scholar
  85. 1.
    Es ist weiterhin noch zu berücksichtigen, daß bei geringen Absatzmengen die fixen Stückkosten sehr hoch sind, so daß hier in der Regel kein Gewinn erzielt werden kann. Im übrigen wirken sich aber auch hier die fixen Kosten auf die Lage der günstigsten Absatzmenge nicht aus, wie im einzelnen noch zu zeigen sein wird.Google Scholar
  86. 1.
    Auch hier gilt selbstverständlich, daß diese Grenze durch quantitative Anpassung verschoben werden kann.Google Scholar
  87. 1.
    Liegen für alle Betriebe auf diese Weise die individuellen Angebotskurven fest, so ergibt sich aus diesen die Gesamtangebotsfunktion genau so durch Horizontaladdition, wie sich die Gesamtnachfragefunktion durch Horizontaladdition der individuellen Nachfragefunktionen ergibt. Hierauf soll aber in diesen, allein auf die betriebsindividuellen Probleme der Absatzpolitik abgestellten Abhandlungen nicht näher eingegangen werden. Vgl. hierüber vor allem Schneider, E., a.a. O., S. 127ff. Im Rahmen dieser Abhandlungen interessiert nur der durch den Schnittpunkt der Gesamtangebots- und der Gesamtnachfragekurve festgelegte Preis als Datum der betriebsindividuellen Absatzpolitik.Google Scholar
  88. 1.
    Auf das Problem von Unterkostenverkäufen wird im Abschnitt V dieses Kapitels noch näher eingegangen.Google Scholar
  89. 1.
    Dieser Fall ist ausführlich in Band I, beschrieben. Vgl. ferner Gutenberg, E., Über den Verlauf von Kostenkurven und seine Begründung, Z. f. handelswissenschaftliche Forschung, N.F., 5. Jahrg. (1953), S. 1 ff.Google Scholar
  90. 1.
    Dieses liegt bei linearen Gesamtkosten an der jeweiligen Kapazitâtsgrenze.Google Scholar
  91. 1.
    Selbstverständlich liegt bei drei Anbietern keine atomistische Konkurrenz vor. Man muß sich die in Abb. 31 wiedergegebene Gruppe entsprechend erweitert vorstellen.Google Scholar
  92. 1.
    Wobei dieser Begriff nunmehr in dem hier für zulässig erachteten weiteren Sinne gebraucht wird.Google Scholar
  93. 1.
    Auf die Bedeutung des Verhältnisses zwischen Warenpreis und Warenqualität hat vor allem Sandig aufmerksam gemacht. Er weist hierbei darauf hin, daß im Sortiment jede Preisstufe, jede Qualität, jede Form- und Farbgebung mit einer anderen konkurriert. So sieht er denn auch deutlich, daß die betriebswirtschaftliche Preispolitik nur ein Ausschnitt aus der gesamten Absatzpolitik ist. Damit hat Sandig die Preispolitik und damit die Absatzpolitik in das Ganze des betrieblichen Geschehens eingeordnet, ein Bemühen, das in der gleichen Richtung liegt, in der hier vorgegangen wird. Vgl. Sandig, C, Die Führung des Betriebes, Betriebswirtschaftspolitik, Stuttgart 1953, insbesondere S. 189/190.Google Scholar
  94. 1.
    Vgl. hierüber die Ausführungen im achten Kapitel.Google Scholar
  95. 1.
    Hierin besteht der Unterschied zur dd’-Kurve Chamberlins, der Fluktuationen entlang der gesamten dd’-Kurve zuläßt. Chamberlin kennt nur einen Grund, der Fluktuationen ausschließt, nämlich paralleles preispolitisches Verhalten der Konkurrenten. Die polypolistische Absatzkurve mit doppelten Knicks kennt dagegen noch einen zweiten Grund für das Ausschließen von Fluktuationen, die akquisitorischen Potentiale. Die doppelt geknickte Absatzkurve stellt deshalb neben der dd’-Kurve und der DD’-Kurve Chamberlins eine dritte polypolistische Absatzkurve eigener Art dar. Vgl. hierzu im einzelnen Gutenberg, E., Zur Diskussion der polypolistischen Absatzkurve, Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Band 177 (1965).Google Scholar
  96. 2.
    Vgl. hierzu Ott, A. E., Preistheorie, Jahrbuch für Sozialwissenschaft, Band 13 (1962), S. 54Google Scholar
  97. 2a.
    ferner Kilger, W., Die quantitative Ableitung polypolistischer Preisabsatzfunktionen aus den Heterogenitätsbedingungen atomistischer Märkte, in: Zur Theorie der Unternehmung, herausg. von H. Koch, Wiesbaden 1962, S. 269ff.Google Scholar
  98. 2b.
    Jacob, H., Preispolitik, in: Die Wirtschaftswissenschaften, Wiesbaden 1963, S. 127ff.Google Scholar
  99. 1.
    E. Schneider behandelt in „Preisbildung und Preispolitik unter Berücksichtigung der geographischen Verteilung von Erzeugern und Verbrauchern“, Schmollers Jahrbuch, 58. Jahrg., 19341, die Preisbildung bei polypolistischer Konkurrenz unter der Voraussetzung, daß nur die Punktförmigkeitsbedingung aufgehoben ist, also keine lokalen Präferenzen bestehen. Er kommt dabei zu zwei möglichen Ergebnissen: 1. Es ergeben sich w-Monopole und damit stabiles Gleichgewicht. 2. Es ergibt sich eine unbestimmte Konkurrenzlage und damit labiles Gleichgewicht. Der erste Fall entspricht der hier gefundenen Lösung völlig, wenn es sich allerdings auch um den Extremfall handelt, daß die Transportkostendifferenz den Höchstpreis der individuellen Nachfragekurve eines Anbieters überschreitet und diese folglich nicht umbiegt. Der zweite Fall kann erst beurteilt werden, wenn die Gewinnmaximierung bei Zugrundelegung der typischen Nachfragekurve, wie sie den Verhältnissen unvollkommener atomistischer Konkurrenz entspricht, behandelt worden ist.Google Scholar
  100. 1.
    Auf die Tatsache, daß auch im Monopolfalle nur ein Kurvenabschnitt gilt, weist insbesondere Braess, P., in „Kritisches zur Monopol- und Duopoltheorie“ hin (Archiv f. Soz.wissensch. Jg. 65 (1931), S. 526ff.).Google Scholar
  101. 2.
    Vgl. den in Abschnitt II, 2 dieses Kapitels abgeleiteten geometrischen Ausdruck für die Elastizität der Nachfrage.Google Scholar
  102. 1.
    Vgl. die Ausführungen in Abschnitt II dieses Kapitels.Google Scholar
  103. 1.
    Diese Kostenkurve entspricht der Gleichung K 1 = 220 + 2,50 x. Google Scholar
  104. 2.
    Diese Kostenkurve entspricht der Gleichung K 2 = 180 + 2,50 x. Google Scholar
  105. 3.
    Ealls in der Umgebung von x 2 der Übergang von negativen zu positiven Grenzerlösen stetig verläuft, ist dort ein weiterer Schnittpunkt der Grenzerlöskurve mit der Grenzkostenkurve gegeben.Google Scholar
  106. 1.
    Die Analyse wird hier in Anlehnung an die Fläehenbetrachtung von Robinson, J., The Economics of Imperfect Competition, London 1948, S. 57ff., vorgenommen.Google Scholar
  107. 1.
    Es soll hier darauf verzichtet werden, die oben erörterten Fragen für den Fall zu untersuchen, daß man es mit U-förmigen Grenzkostenkurven zu tun hat. Bei diesem Falle ist es infolge des Ansteigens der Grenzkostenkurve sehr viel unwahrscheinlicher, daß bei der Menge x 3 ein relatives Gewinnmaximum entsteht, das günstiger als das Gewinnmaximum bei der Absatzmenge x 1 ist. Im Prinzip ist die Analyse hier genau so durchzuführen, wie bei linearen Gesamtkostenverläufen.Google Scholar
  108. 1.
    Die Gewinnmaxima liegen dort, wo der monopolistische Bereich endet.Google Scholar
  109. 2.
    Chamberun, E. H., The Theory of Monopolistic Competition. Cambridge, Mass. 1950Google Scholar
  110. 2.
    Robinson, J., The Economics of Imperfect Competition. London 1948.Google Scholar
  111. 1.
    Zur Oligopolliteratur sei auf folgende Arbeiten verwiesen: Chambley, P., L’Oligopole, Paris 1944Google Scholar
  112. 1a.
    Marchal, J., Le Mécanisme des Prix, 3. Aufl., Paris 1948Google Scholar
  113. 1b.
    Stackelberg, H. V., Marktform und Gleichgewicht, Wien und Berlin 1934; ders., Grundlagen der theoretischen Volkswirtschaftslehre, 2. Aufl., Bern-Tübingen 1951Google Scholar
  114. 1c.
    Machlup, F., The Economics of Sellers’ Competition, Baltimore 1952Google Scholar
  115. 1d.
    Richter, R., Das Konkurrenzproblem im Oligopol, Berlin 1954Google Scholar
  116. 1e.
    Shttbik, M., Strategy and Market Structure, New York 1959Google Scholar
  117. 1f.
    Schneider, E., Reine Theorie monopolistischer Wirtschaftsformen, Tübingen 1932; ders., Einführung in die Wirtschaftstheorie, II. Teil, 6. Aufl., Tübingen 1960Google Scholar
  118. 1g.
    Brandt, K., Preistheorie, Ludwigshafen 1960Google Scholar
  119. 1h.
    Krelle, W., Preistheorie, Tübingen-Zürich 1961Google Scholar
  120. 1i.
    Jacob, H., Preispolitik, in: Die Wirtschaftswissenschaften, Wiesbaden 1963, S. 155ff.Google Scholar
  121. 1k.
    Vgl. hierzu die Ausführungen unter Punkt D dieses Abschnittes.Google Scholar
  122. 1l.
    Vgl. Cournot, A., Recherches sur les Principes Mathématiques de la Théorie des Richesses, Paris 1838. Dtsch. Übersetzung von W. G. Waffenschmidt, Jena 1924, S. 68—78, erschienen in der Sammlung sozialwissenschaftlicher Meister.Google Scholar
  123. 1m.
    Vgl. ferner Stackelberg, H. V., Grundlagen der theoretischen Volkswirtschaftslehre, 2. Aufl., Bern-Tübingen 1951Google Scholar
  124. 1n.
    Schneider, E., Reine Theorie monopolistischer Wirtschaftsformen, Tübingen 1932; ders., Einführung in die Wirtschaftstheorie, II. Teil, 6. Aufl., Tübingen 1960Google Scholar
  125. 1o.
    Möller, H., Kalkulation, Absatzpolitik und Preisbildung, Wien 1941Google Scholar
  126. 1p.
    Krelle, W., Preistheorie, Tübingen-Zürich 1961.Google Scholar
  127. 2.
    Vgl. Bertrand, J., Théorie Mathématique de la Richesse Sociale, Jour, des Savants, Paris 1883Google Scholar
  128. 2a.
    Edgeworth, F. Y., La Teoria Pura del Monopolio, Giornale degli Economisti, Vol. 15 (1897), engl. Übersetzung in: Papers Relating to Political Economy, Vol. I, London 1925Google Scholar
  129. 2b.
    Launhardt, W., Mathematische Begründung der Volkswirtschaftslehre, Leipzig 1885Google Scholar
  130. 2c.
    Hotelling, H., Stability in Competition, Economic Journal, Vol. 39 (1929), S. 41 ff.Google Scholar
  131. 1.
    Die in der Abb. 46 verwendeten Bezeichnungen stimmen nicht mit denen der Abb. 44 und 45 überein.Google Scholar
  132. 1.
    Vgl. Frisch, R., Monopole — Polypole — La Notion de Force dans l’Economie, Westergaard-Festschrift 1933, S. 249—251. FRISCH spricht in diesem Zusammenhang von “action autonome”.Google Scholar
  133. 2.
    Vgl. auch die Darstellung bei Schneider, E., Einführung in die Wirtschaftstheorie, II. Teil, 6. Aufl., Tübingen 1960, S. 333ff.Google Scholar
  134. 1.
    Das symmetrische Dyopol, in dem beide Unternehmen die Unabhängigkeitsposition beziehen, ist zuerst von Bowley besehrieben worden. Es wird deshalb als Bowleysches Dyopol bezeichnet.Google Scholar
  135. 2.
    Vgl. Stackelberg, H. V., Marktform und Gleichgewicht, Wien und Berlin 1934, insbesondere S. 18ff.; ders., Grundlagen der theoretischen Volkswirtschaftslehre, Bern-Tübingen 1951, S. 210ff.Google Scholar
  136. 2.
    Möller, H., Kalkulation, Absatzpolitik und Preisbildung, Wien 1941.Google Scholar
  137. 3.
    Aufeine ausführliche Darstellung der Stackelbergschen Theorie muß an dieser Stelle verzichtet werden. Vgl. hierzu die entsprechende Wiedergabe und Kritik durch Haller, H., Der Erkenntniswert der Oligopoltheorien, Jahrb. f. Nationalökonomie u. Statistik, Bd. 162 (1950), S. 81—98.Google Scholar
  138. 1.
    Aus Gründen der zeichnerischen Vereinfachung ist für das Unternehmen B die gleiche Kostenstruktur wie für A unterstellt worden, so daß sich die Unabhängigkeitsmengen x AU und x BU in der Abb. 48 miteinander decken.Google Scholar
  139. 1.
    Vgl. Frisch, R., a.a.O., S. 252. Die Erwartungsstrukturen, welche der oligopolistischenGoogle Scholar
  140. Interdependenz Rechnung tragen, faßt FRISCH unter dem Begriff der „adaption conjecturale” zusammen. FRISCH kennt außerdem noch eine Situation, die er als „adaption supérieur“ bezeichnet. In diesem Fall wird angenommen, daß sich ein Teil der Unternehmen autonom, der andere konjektural verhält.Google Scholar
  141. 1.
    Vgl. hierzu Schneider, E., Einführung in die Wirtschaftstheorie, II. Teil, 6. verbess. Aufl., Tübingen 1960, S. 344ffGoogle Scholar
  142. 1a.
    Kaysen, C, Dynamic Aspects of Oligopoly Price Theory, American Economic Review, Pap. and Proc., Vol. 42 (1952), S. 198ff.Google Scholar
  143. 2.
    Frisch, R., a.a.O., S. 252.Google Scholar
  144. 3.
    Schneider, E., a.a.O., S. 339ff., Krelle, W., a.a.O., S. 247ff.Google Scholar
  145. 4.
    Eine Iso-Gewinnkurve des Unternehmens A läßt sich für den betrachteten Fall in der Weise bestimmen, daß man im System der parallelen Preisabsatzfunktion eine bestimmte dyopolistische Funktion unterstellt, in der die Erwartungen des Unternehmens A über das voraussichtliche Verhalten des Unternehmens B zum Ausdruck kommen. Ermittelt man sodann die zugehörige Gewinnfunktion und setzt bei einer gegebenen Gewinngröße alternative Werte des Preises p A in diese Funktion ein, dann erhält man die entsprechenden Preise p B, die, kombiniert mit p A, zur Iso-Gewinnkurve des Unternehmens A für die angenommene Gewinngröße führen.Google Scholar
  146. 1.
    Es ist unmittelbar aus den beiden Abbildungen zu ersehen, daß die autonome Anpassung als ein Spezialfall der konjekturalen mit einem Reaktionskoeffizienten von Null betrachtet werden kann.Google Scholar
  147. 1.
    FRISCH spricht in diesem Zusammenhang von einer Reaktionslinie, die er als „frontière d’attraction“ bezeichnet. Vgl. ebenda, S. 256.Google Scholar
  148. 1.
    Vgl. hierzu die Ausführungen Teil III, B dieses Kapitels.Google Scholar
  149. 1.
    Vgl. hierzu die Abb. 35, 36 und 37.Google Scholar
  150. 1.
    Die Konstruktion dieser Kurven ist aus den Ausführungen in Teil II dieses Kapitels zu ersehen.Google Scholar
  151. 1.
    Für das Unternehmen A gilt in diesem Falle nach, wie vor die Absatzkurve A 1 B 1 Google Scholar
  152. 2.
    Es muß sich in den hier geschilderten Fällen nicht immer um verschiedene Unternehmen handeln, vielmehr können die einzelnen Unternehmungen selbst Erzeugnisse verschiedener Art sowie verschiedener Qualität herstellen.Google Scholar
  153. 1.
    Die Abb. 57a und 57b lassen übrigens erkennen, daß es im wesentlichen auf die Elastizität der latenten Nachfrage ankommt, ob eine Kostenverbesserung eine Preissenkung unter den unteren Grenzpreis als günstig erscheinen läßt. Solange die Elastizität der latenten Nachfrage größer als 1, der Bedarf also noch nicht gesättigt ist, steigt die Kurve V(x). In diesem Falle führt das Verlassen des reaktionsfreien Bereiches, falls eine Kostenverbesserung vorliegt, in der Regel zu größeren Gewinnen. Wenn die Elastizität der Kurve V(x) dagegen kleiner als 1 ist, dann ergibt sich eine sehr viel ungünstigere Situation. Dieses Risiko bedroht jede preissenkende Maßnahme, denn es ist im Anfang noch nicht abzusehen, zu welcher Absatz- bzw. Gewinnentwicklung eine preispolitische Aktion führen wird.Google Scholar
  154. 1.
    Die Frage nach den Möglichkeiten eines Gleichgewichtes ist für den Fall konstanter Gesamtnachfrage bei homogener Konkurrenz untersucht worden von H. JACOB, Die dynamische Problematik der Oligopolpreisbildung, Diss. Frankfurt 1954.Google Scholar
  155. 1.
    In diesem Falle ändert auch die Gleitkurve ihre Form und Lage.Google Scholar
  156. 1.
    Vgl. hierzu die Ausführungen über Produktvariation und Marktbeherrschung des siebten Kapitels (Punkt 9).Google Scholar
  157. 1.
    Hier sei auf die Ausführungen im ersten Kapitel verwiesen. Vgl. hierzu unter anderem: Neumann, J. V., and O. Mobgenstern, Theory of Games and Economic Behavior, Princeton 1944, 3. Aufl. 1953 (deutsche Übersetzung: Spieltheorie und wirtschaftliches Verhalten, Würzburg 1961)Google Scholar
  158. 1a.
    Mckinsey, J. C. C, Introduction to the Theory of Games, New York 1952Google Scholar
  159. 1b.
    Vajda, S., The Theory of Games and Linear Programming, London 1956Google Scholar
  160. 1c.
    Burger, E., Einführung in die Theorie der Spiele, Berlin 1959.Google Scholar
  161. 1.
    Nash, I. F., Non-cooperative games, Annals of Mathematics, Vol. 54 (1951), S. 286—295Google Scholar
  162. 1a.
    Siehe auch Luce, K. D., and H. Raiffa, Games and Decisions, New York, 1957, insbesondere Kapitel 5.Google Scholar
  163. 1.
    Eine Übersicht über die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten einer Dyopolsituation enthält der Aufsatz von Mayberry, I. P., I. F. Nash, and M. Shubik, A Comparison of Treatments of a Duopoly Situation, Econometrica, Vol. 21 (1953), S. 141—154Google Scholar
  164. 1a.
    Siehe auch Shubik, M., Strategy and Market Structure, New York 1959Google Scholar
  165. 1b.
    Burger, E., Einführung in die Theorie der Spiele, Berlin 1959.Google Scholar
  166. 2.
    Vgl. hierzu SHUBIK, a.a.O., Kapitel X.Google Scholar
  167. 1.
    Vgl. hierzu die Ausführungen im Abschnitt II, 8 dieses Kapitels über die „Limit-price“-Analyse von J. S. BAIN.Google Scholar
  168. 1.
    Die Tatsache, daß Edgeworth Zu dem Ergebnis kommt, daß die Preise zwischen zwei Grenzen oszillieren, beruht, wie auch H. J. Nichol in Edgeworths Theory of Duopoly Price, Econ. Jour. 1935, S. 66, richtig sagt, vor allem darauf, daß Edgeworth Verhaltensweisen der Anbieter annimmt, die bei der Unterstellung vollkommener Markttransparenz unmöglich sind.Google Scholar
  169. 1.
    Vgl. Stackelberg, H. V., Grundlagen der theoretischen Volkswirtschaftslehre, Bern-Tübingen 1951, insbesondere S. 218Google Scholar
  170. 1a.
    Chamberlin, E. H., Duopoly: Value Where Sellers are Few, Quarterly Journal of Economics, Vol. 44 (1929), S. 63ff.; ders., The Theory of Monopolistic Competition, 6th ed., Cambridge (Mass.) 1950, S. 30ff.Google Scholar
  171. 2.
    Vgl. hierzu die speziellen Arbeiten von Nichol, A. J., Professor Chamberlin’s Theory of Limited Competition, Quarterly Journal of Economics, Vol. 48 (1934), S. 317—337Google Scholar
  172. 2a.
    Kahn, R. F., The Problem of Duopoly, Economic Journal, Vol. 47 (1937), S. 1—20Google Scholar
  173. 2b.
    Stigler, G. J., Notes on the Theory of Duopoly, Journal of Political Economy, Vol.48 (1940), S. 521—541Google Scholar
  174. 2c.
    Hall, R. L., U. C. J. Hitch, Price Theory and Business Behaviour, Oxford Economic Papers, Nr. 2 (1939), S. 12ff.Google Scholar
  175. 2d.
    Rothschild, K. W., Price Theory and Oligopoly, Economic Journal, Vol. 42 (1947), S. 299—320.Google Scholar
  176. 3.
    Fellner, W., Competition Among the Few, New York 1949.Google Scholar
  177. 1.
    Vgl. erstes Kapitel, Abschnitt 3.Google Scholar
  178. 1.
    Zur Kritik an Fellner vgl. insbesondere Stigler, G. J., Competition Among the Few by W. Fellner, American Economic Review, Vol. 40 (1950), S. 699ff.Google Scholar
  179. 1a.
    Rothschild, K. W., Fellner on Competition Among the Few, Quarterly Journal of Economics, Vol. 66 (1952), S. 128ffGoogle Scholar
  180. 1b.
    Kaysen, C, Dynamic Aspects of Oligopoly Price Theory, American Economic Review, Pap. and Proa, Vol. 42 (1952), S. 198ff.Google Scholar
  181. 1.
    In diesem Zusammenhang muß auch auf die Ansicht von Schmalbnbach hingewiesen werden, wonach die Unternehmen unter dem Druck der fixen Kosten im Falle von Unterbeschäftigung jede nur mögliche Maßnahme ergreifen, um aus diesem Zustand herauszukommen.Google Scholar
  182. 1.
    In der Regel sind Verhandlungen über die Verkaufspreise schwierig, so daß derartige Verhandlungen nur vorgenommen werden, wenn wirklich wesentliche Änderungen in den betrieblichen oder marktlichen Verhältnissen eingetreten sind. Hierauf führt Machlup die verhältnismäßige Starrheit der Kartellpreise zurück; Machlfp, F., The Economics of Sellers’ Competition, Baltimore 1952, S. 469ff.Google Scholar
  183. 1.
    Stigler, G. J., The Kinky Oligopoly Demand Curve and Rigid Prices, Journal of Political Economy, 1947, S. 432ff.Google Scholar
  184. 1a.
    mit dem Problem der Preisführerschaft befaßt sich eingehend der Aufsatz von Lampert, El, Die Preisführerschaft, Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Bd. 172 (1960), S. 203ff.Google Scholar
  185. 1b.
    vgl. ferner Machltjp, F., The Economics of Sellers’ Competition, Baltimore 1952, S. 491ff.Google Scholar
  186. 1c.
    Nichol, A. J., Partial Monopoly and Price Leadership, New York 1930Google Scholar
  187. 1d.
    Markham, J. W., The Nature and Significance of Price Leadership, American Economic Review 1951, S. 891 ffGoogle Scholar
  188. 1e.
    Oxenfeldt, A. R., Professor Markham on Price Leadership, American Economic Review 1952, S. 380ff.Google Scholar
  189. 2.
    Diese Preisführerschaft stellt einen Fall des Teilmonopols dar: Ein großes Unternehmen und viele kleine Unternehmen, die auf selbständige Preispolitik verzichten.Google Scholar
  190. 1.
    Burns, A. R., The Decline of Competition, New York 1936, S. 93ff.Google Scholar
  191. 2.
    Vgl. Machlxtp, a.a.O., S. 494.Google Scholar
  192. 3.
    Boulding, K. E., Economic Analysis, 3. Aufl., New York 1955, S. 645; vgl. die Darstellung und Kritik des Modells von Boflding bei Lampert, a. a. 0., S. 211 ff.Google Scholar
  193. 1.
    Vgl. Nichol, A. J., Partial Monopoly and Price Leadership, Philadelphia 1930Google Scholar
  194. 1a.
    Stigleb, G. J., The Theory of Price, New York 1947, S. 227ff.Google Scholar
  195. 2.
    Etwas anders liegen die Verhältnisse, wenn das große Unternehmen nicht von vornherein als Preisführer anerkannt wird, sondern mit den übrigen Unternehmen in eine Kampfsituation gerät.Google Scholar
  196. 1.
    Strenggenommen stellt K’ 2 eine Treppenkurve dar, und zwar um soGoogle Scholar
  197. ausgeprägter, je kleiner die Anzahl der übrigen Marktteilnehmer ist. Das Ergebnis wird jedoch dadurch, daß diese Treppenkurve durch eine gerade Linie ersetzt wird, nicht wesentlich beeinflußt, die Darstellung dagegen wird erheblich vereinfacht.Google Scholar
  198. 1.
    Vgl. STIGLER, G. J., The Kinky Oligopoly Demand Curve and Rigid Prices, Journal of Political Economy, Vol. 55 (1947), S. 432ff.Google Scholar
  199. 1.
    Der Ausdruck Konsumentenrente stammt von A. MARSHALL. Er ist für unsere Begriffe etwas zu eng, da nicht jeder Käufer Konsument zu sein braucht. Richtiger wäre daher der Ausdruck „Käuferrente“. Wir wollen aber trotzdem an dem alten Begriff festhalten und ihn in diesem weiteren Sinne verstehen. Zum Begriff der Konsumentenrente vgl. z.B. BOULDING, K. E., Economic Analysis, New York, rev. ed. 1948, S. 545.Google Scholar
  200. 1.
    An Stelle dieses Begriffes verwendet H. v. Stackblberg auch den Ausdruck „Absatzschicht“ in seinem Aufsatz: Preisdiskrimination bei willkürlicher Teilung des Marktes, Arch. f. Math. Wirtschafts- und Sozialforschung 1939, S. 1ff.Google Scholar
  201. 2.
    Vgl. die Spalten 4 und 5 der Tabelle 14, in denen die Erlöse je Käuferschicht (Teilmarkt) sowie auch die kumulierten Gesamterlöse enthalten sind.Google Scholar
  202. 3.
    Für die Preisdifferenzierung dürfen keine besonderen Kosten anfallen.Google Scholar
  203. 1.
    Vgl. Pigou, A. C, Economics of Welfare, 4th ed. London 1932.Google Scholar
  204. 1a.
    Zur Frage der perfekten Preisdifferenzierung vgl. auch vor allem Bain, J. S., Price Theory, New York 1952, 2. Aufl., S. 400ff. Alle übrigen Fälle der Preisdifferenzierung bezeichnet man in der angloamerikanischen Literatur in Anlehnung an A. C. PIGOU vielfach als „Preisdifferenzierung zweiten Grades”. Dieser Begriff ist aber nicht eindeutig, da er viele Variationsmöglichkeiten enthält.Google Scholar
  205. 1.
    Bezüglich der hier durchgeführten Analyse vgl. vor allem die entsprechenden Abschnitte der folgenden Werke: Bain, J. S., Price Theory, New York, 2. Aufl., 1952Google Scholar
  206. 1a.
    Boulding, K. E., Economic Analysis, New York, rev. ed. 1948;Google Scholar
  207. Weintraub, S., Price Theory, New York-Toronto-London 1949Google Scholar
  208. Pigou, A. C., Economics of Welfare, London 1932Google Scholar
  209. Robinson, J., The Economics of Imperfect Competition, London 1933Google Scholar
  210. Schneider, E., Einführung in die Wirtschaftstheorie, Teil II, 6. Aufl., Tübingen 1960Google Scholar
  211. Pesl, L. D., Das Dumping, München 1921Google Scholar
  212. Schmalenbach, E., Selbstkostenrechnung und Preispolitik, 6. Aufl., Leipzig 1934, S. 286 ffGoogle Scholar
  213. Schmidt, F., Kalkulation und Preispolitik, Berlin 1930, S. 103ff.Google Scholar
  214. Berger, A., Preisdifferenzierung, Köln 1933Google Scholar
  215. Krügel, H., Preisdifferenzierung, Berlin 1936.Google Scholar
  216. 1.
    Wäre die Fläche des unter der Grenzkostenkurve liegenden schraffierten Dreiecks größer als die Fläche des über der Grenzkostenkurve liegenden schraffierten Dreiecks, so entspräche der am weitesten links liegende Schnittpunkt der Grenzerlöskurve mit der Grenzkostenkurve dem CouBisroTschen Punkt, und p’ würde mit p 1 zusammenfallen.Google Scholar
  217. 1.
    Eine etwas andere Situation kann sich ergeben, wenn der CouBNOTsche Punkt im Falle der einheitlichen Preispolitik links von der Unstetigkeitsstelle der Gesamtabsatzkurve liegt, und zwar gerade da, wo sich die Grenzerlöskurve mit der Horizontaladdition der partiellen Grenzerlöse nicht mehr deckt. Diese Situation kann aber nur bei abnorm hohen Grenzkosten eintreten, so daß hier auf ihre Behandlung verzichtet werden kann. Vgl. über die Behandlung von Fällen, in denen die Preisdifferenzierung zu anderen Absatzmengen als die einheitliche Preispolitik führt, vor allem J. Robinson, The Economics of Imperfect Competition, London 1933, S. 103, 181 ff. und 190ff.Google Scholar
  218. 1.
    Es sei davon abgesehen, daß die Preisdifferenzierung mit besonderen Vertriebskosten und Verwaltungskosten verbunden ist.Google Scholar
  219. 1.
    Man kann den Beweis hierfür auch mittels der Amoroso-Robinson-Formel führen. Vgl. hierzu K. E. BOTTLDING, a.a.O., S. 536, und E. Schneider, a.a. O., S. 105f.Google Scholar
  220. 2.
    Im deutschen Steinkohlenbergbau werden zu den Kohlenpreisen Ab- und Aufschläge berechnet.Google Scholar
  221. 1.
    Skonti werden hier grundsätzlich ab Äquivalent für beschleunigte Bezahlung des Kaufpreises verstanden. Sie gehören also der finanziellen, nicht der absatzpolitischen Sphäre an. Es kann aber auch sein, daß das Skonto als absatzpolitisches Instrument verwandt wird, und zwar dann, wenn die Skontosätze sehr hoch sind. In diesem Falle haben sie eine Art von Rabattfunktion. Preisdifferenzierung.Google Scholar
  222. 3.
    Bereitstellung von Energie für Kraft- und Heizzwecke stehen sie jedoch mit den Gaswerken und den Elektrizitätswerken großer Unternehmungen in oft sehr starkem Wettbewerb. Diesem Umstände versuchen sie durch Preisdifferenzierung Rechnung zu tragen, indem sie für Kraftstrom einen anderen Tarif verlangen als für Haushaltsstrom. Hierzu besteht deshalb rein technisch die Möglichkeit, weil der Strom je nach Verwendungszweck durch besondere Stromzähler erfaßt werden kann. Die Preisdifferenzierung setzt die Unternehmen also in die Lage, mit den anderen Energieträgern konkurrieren zu können. Eine ähnliche Differenzierung der Preise nach dem Verwendungszweck gibt es auch bei Gas- und Wasserwerken. Die Unternehmen können nur dann von dem absatzpolitischen Instrument der Preisdifferenzierung Gebrauch machen, wenn gewisse Voraussetzungen hierfür vorliegen. Zu diesen Voraussetzungen gehört nicht unbedingt das Vorhandensein einer Monopolsituation. Sie würde nur für den Extremfall bestehen müssen, daß ein Unternehmen alle Konsumentenrenten in Erlöse umwandelt. Sobald Konkurrenzunternehmen vorhanden wären, die gleiche oder ähnliche Waren anbieten, wäre der geschilderten Preisdifferenzierung extremer Art der Boden entzogen. Denn die Preisbildung würde sich unter diesen Umständen nach den Prinzipien der Konkurrenzpreisbildung vollziehen und damit nach dem Prinzip des Ausgleichs von Angebot und Nachfrage durch einen Einheitspreis. Dagegen setzt Preisdifferenzierung auf regional voneinander abgegrenzten Märkten eine absolute Monopolstellung der eine solche Preispolitik betreibenden Unternehmen nicht voraus. Die Unternehmen konkurrieren vielmehr in der Regel mit solchen Unternehmen, die ebenfalls den ausländischen Markt beliefern. Voraussetzung für eine solche regionale Preisdifferenzierung ist ledighch, daß die Märkte so gegeneinander isoliert sind, daß keine Arbitrage zwischen ihnen entstehen kann. Eine Monopolstellung ist nicht Voraussetzung für die Anwendung zeitlicher Preisdifferenzierungen. Warum sollen beispielsweise Bergwerksgesellschaften nicht auch unter Wettbewerbsbedingungen Saisonabschläge und Saisonzuschläge zu den Kohlenpreisen machen können? Eine solche Preisdifferenzierung Hegt in ihrem Interesse. Und warum sollten mehrere, den gleichen Markt beliefernde Elektrizitätsgesellschaften nicht zu niedrigeren Nachtstromtarifen Strom hefern können ?Preisdifferenzierung nach Maßgabe der von dem Kunden abgenommenen Warenmenge setzt eine Monopolstellung nicht voraus, vielmehr genügen monopolistische Bereiche, die sich aus der Unvollkommenheit der Märkte ergeben. Fast jedes Unternehmen betreibt Rabattpolitik und versucht, Großabnehmer für seine Erzeugnisse und Leistungen durch Einräumen besonders günstiger Preise zu gewinnen.Google Scholar
  223. 1.
    Schmalenbach, E., Selbstkosteiirechniing und Preispolitik, 6. Aufl., Leipzig 1934, S. 280. So sagt er z.B. auf S. 273: „Der zugeschlagene Gewinn ist vielmehr eine veränderliche Größe, mit der der Kalkulator sich an den erzielbaren Marktpreis heranfühlt.“Google Scholar
  224. 2.
    Schmalenbach, E., a.a.O., S. 279.Google Scholar
  225. 1.
    Diese preispolitische Konzeption ist nur ein Teil eines großen Systems, welches das Grenzkostenprinzip nicht nur für die außerbetrieblichen, sondern auch für die innerbetrieblichen Bereiche der Unternehmen als Regulativ verwendet. Diese „pretiale“ Lenkung wird dabei als ein Organisationsprinzip aufgefaßt, welches auf unbürokratische Weise die Unternehmen zu führen erlaubt. Vgl. hierzu insbesondere die Lehre vom „Betriebswert“ in: Selbstkostenrechnung und Preispolitik, S. 10ff., und: Pretiale Wirtschaftslenkung, Bd. I, Bremen-Horn 1947, Bd. II, Bremen-Horn 1948.Google Scholar
  226. 2.
    Schmidt, F., Kalkulation und Preispolitik, Berlin 1930, S. 114 und S. 118.Google Scholar
  227. 3.
    Schmidt, F., a.a.O., S. 124. Schmidt, F., a.a.O., S. 103.Google Scholar
  228. 1.
    Kurzfristig betrachtet.Google Scholar
  229. 2.
    Im Falle linearer Gesamtkosten und atomistischer Konkurrenz auf einem vollkommenen Markt deckt sich das Gewinnmaximum (an der Kapazitätsgrenze) mit der Ausbringung der geringsten Stückkosten.Google Scholar
  230. 1.
    Dieser Fall liegt abgewandelt auch der Staffelkalkulation von F. SCHMIDT zugrunde. Vgl. Schmidt, F., Kalkulation und Preispolitik, Berlin 1930, S. 104. Vgl. hierzu auch die Differentialkalkulation von SCHAB, J. F., Allgemeine Handelsbetriebslehre, 5. Aufl. 1923.Google Scholar
  231. 1.
    Auf diese Tatsache hat neuerdings vor allem H.KOCH hingewiesen; vgl. Koch, H., Die Ermittlung der Durchschnittskosten als Grundprinzip der Kostenrechnung, Z. f. handelswissenschaftliche Forschung 1953, 5. Jg., S. 315.Google Scholar
  232. 2.
    Vgl. Schmidt, F., Der Wiederbeschaffungspreis in Kalkulation und Volkswirtschaft, Berlin 1923. ScHMALBNBACH behandelt das Problem im Rahmen seiner Betriebsbewertung. Dadurch kommen Momente in das Zeitwertproblem hinein, die dem Prinzip gewisse Modifikationen verleihen, auf die hier nicht näher einzugehen ist.Google Scholar
  233. 2a.
    Vgl. Schmalbnbach, E., Selbstkostenrechnung und Preispolitik, Leipzig 1934, S. 13ff.Google Scholar
  234. 1.
    Vgl. Seyffert, R., Wirtschaftslehre des Handels, 4. Aufl., Köln-Opladen 1961, S. 532 ff. Eine Systematisierung aller möglichen Handelsspannen gibt E. SUNDHOFF in seinem Buch, Die Handelsspanne, Köln-Opladen 1953, S. 4ff. Vor allem sei aber auch auf die Untersuchungen hingewiesen, die C. RUBERG diesen Fragen widmet in „Der Einzelhandelsbetrieb“, Essen 1953, S. 149ff. Vgl. ferner:Google Scholar
  235. Buddeberg, H., Der Betriebsvergleich als Instrument der Handelsforschung, in: Betriebsökonomisierung, Festschrift für R. SEYFFERT, Köln-Opladen, 1958, S. 83.Google Scholar
  236. Nieschlag, R., Ausbau des industriellen Vertriebswesens und Erstarkung des Handels. Kooperative oder Kampf, ebenda S. 55.Google Scholar
  237. 1.
    Kosiol, E., Warenkalkulation in Handel und Industrie, 2. Aufl., Stuttgart 1953, S.ölff.Google Scholar
  238. 2.
    Vgl. Seyffert, R., a.a.O., S. 535, und Humbel, P., Preispolitische Gewinndifferenzierung im Einzelhandel, Zürich 1958.Google Scholar
  239. 1.
    In dieser Richtung ist wohl die Äußerung von L. BERGHINDLER in Wirtschaftsdienst, 33. Jg. (1953), S. 482 zu verstehen.Google Scholar
  240. 1.
    Ruberg, C, Kostenprinzip und Wertprinzip bei der Kalkulation im Einzelhandel. Z. f. handelswissenschaftliche Forschung, Jg. 1949, S. 193. Vgl. auch RÜBERG, C, Der Einzelhandelsbetrieb, Essen 1951, wo auf S. 160 angeführt wird, daß die Handelsaufschläge immer mehr erstarren und das Kosten- und Wertdenken bei der Bestimmung der Angebotspreise zurückgedrängt wird.Google Scholar
  241. 2.
    Behrens, K. CH., Die Senkung der Handelsspannen. Z. f. handelswissenschaftliche Forschung 1949, S. 361 ff., hier insbesondere S. 366. Mit starkem Nachdruck weist BEHRENS an anderer Stelle darauf hin, daß die unbefriedigenden Wettbewerbs Verhältnisse im Einzelhandel darauf zurückzuführen seien, daß die optimale Betriebsgröße nicht erreicht wird. (Die Problematik der optimalen Betriebsgröße im Einzelhandel. Z. f. Betriebswirtschaft, 22. Jg., 1952, S. 205ff.).Google Scholar
  242. 3.
    Seyffert, R., Die Problematik der Distribution. Köln-Opladen 1952.Google Scholar
  243. 1.
    Henzler, R., Zur Kritik an der Handelsspanne, Z. f. Betriebswirtschaft, 20. Jg. (1950) S. 133ff.Google Scholar
  244. 2.
    Nieschlag, R., Die Gewerbefreiheit im Handel, Köln-Opladen 1953, S. 50.Google Scholar
  245. 3.
    Der Begriff des Markenartikels wird im 5. Abschnitt des 7. Kapitels näher erörtert. Zu den speziell hier interessierenden Fragen der Preisbindung bei Markenartikeln sei auf folgende Abhandlungen verwiesen: Behrens, K. Chr., und W. D. Becker, Die Problematik horizontaler und vertikaler Preisbindungen, in: Wirtschaftsdienst, 33. Jg. (1953), S. 489ff.Google Scholar
  246. 3.
    Berghändler, L., Markenartikel und Marktwirtschaft, in: Wirtschaftsdienst, 33. Jg. (1953), S. 481ff.Google Scholar
  247. 3a.
    Bredt, O, Warum vertikale Preisbindung ? in: Die Wirtschaftsprüfung, 7. Jg. (1954), S. 337ff.Google Scholar
  248. 3b.
    Corey, E. R., Fair Trade Pricing: A Reappraisal, in: Harvard Business Review, 30. Bd. Heft 5, S. 47ff.; Gabriel, S., Zur Preisbindung der zweiten Hand, in: Wirtschaft und Wettbewerb, 4. Jg. (1954), S. 683ffGoogle Scholar
  249. 3c.
    Gammelgaard, S., Resale Price Maintenance, Paris 1958Google Scholar
  250. 3d.
    Hax, H., Vertikale Preisbindung in der Markenartikelindustrie, Köln-Opladen 1961Google Scholar
  251. 3e.
    Henzler, R., Der Markenartikel als ökonomischer Problemkreis, in: Wirtschaftsdienst, 33. Jg. (1953), S. 493ff.Google Scholar
  252. 3f.
    Hoppmann, E., Vertikale Preisbindung und Handel, Berlin 1957Google Scholar
  253. 3g.
    Kühne, K., Funktionsfähige Konkurrenz, Berlin 1958Google Scholar
  254. 3h.
    Lutz, H., Warum feste Preise für Markenartikel?, München 1952Google Scholar
  255. 3i.
    Märzen, W., Die Preisbindung bei Markenartikeln und das Verbraucherinteresse, in: Neue Betriebswirtschaft, 10. Jg. (1957) S. 49f.;Google Scholar
  256. Mellerowicz, K., Markenartikel — Die ökonomischen Gesetze ihrer Preisbildung und Preisbindung, München-Berlin 1955; ders., Der Markenartikel als Vertriebsform und als Mittel zur Steigerung der Produktivität im Vertriebe, Freiburg 1959Google Scholar
  257. Meyer, F. W., Warum feste Preise für Markenartikel, in: Ordo, Bd. VI (1954), S. 133ff.Google Scholar
  258. Nieschlag, R., Die Gewerbefreiheit im Handel, Köln-Opladen 1953, S. 51 ff.Google Scholar
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  261. Sandig, C, Die Führung des Betriebes, Stuttgart 1953, S. 204ff.Google Scholar
  262. Seligman, E. R. A., and R. A. Love, Price Cutting and Price Maintenance, New York 1932Google Scholar
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  264. Yamey, B. S., The Economics of Resale Price Maintenance, London 1954.Google Scholar
  265. 1.
    In Deutschland war die Preisbindung der zweiten Hand bis zum Jahre 1936 unbeschränkt möglich. Seit dem Jahre 1936 war die Zustimmung der Preisbehörden erforderlich. Nach dem Kriege fielen vertikale Preisbindungen zunächst unter das Kartellverbot der Alliierten. Diese Vorschriften wurden jedoch seit 1952 praktisch nicht mehr angewandt. Eine endgültige Klärung der Rechtslage brachte das „Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen“ vom Jahre 1957. Nach diesem Gesetz sind Preisabsprachen grundsätzlich verboten, die vertikale Preisbindung bei Markenwaren und Verlagserzeugnissen ist jedoch von diesem Verbot ausgenommen. In den USA sind Preisbindungen nach der Sherman Act vom Jahre 1890 unzulässig, soweit nicht die einzelstaatliche Gesetzgebung Ausnahmen zuläßt. Für die vertikale Preisbindung sind derartige Ausnahmegesetze in den Jahren 1931 bis 1941 in 45 Staaten erlassen worden. Verboten ist die vertikale Preisbindung nur in den Staaten Missouri, Texas und Vermont und im District of Columbia. Für den zwischenstaatlichen Handel ist die Bundesgesetzgebung zuständig. 1937 wurden durch das Tydings-Miller Amendment zur Sherman Act vertikale Preisbindungen im Verkehr zwischen Staaten, die eine Bindung der Wiederverkaufspreise zulassen, legalisiert. Im Jahre 1951 entschied der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, das Tydings-Miller Amendment gestatte nicht, im zwischenstaatlichen Verkehr gegen preisunterbietende Händler vorzugehen, die nicht unmittelbar vertraglich zur Einhaltung der gebundenen Preise verpflichtet seien. Das widersprach der bis dahin gültigen Auffassung und führte zu einem Zusammenbruch der vertikalen Preisbindung. Allerdings wurde schon im Sommer des gleichen Jahres durch die McGuire-Bill die alte Rechtslage wiederhergestellt (vgl. COEEY, a.a.O., S. 50f.) In Kanada ist die vertikale Preisbindung seit 1951 verboten. Zwei staatliche Untersuchungen über die Auswirkungen dieses Verbots wurden in den Jahren 1954 und 1955 veröffentlicht. (Restrictive Trade Practices Commission, Material collected by Director of Investigation and Research in connection with an inquiry into lossleader selling [Green Book], Ottawa 1954, und Restrictive Trade Practices Commission, Report on an Inquiry into Loss-leader Selling [Blue Book], Ottawa 1955; vgl. STEINHOFF, E., Wirkungen des Verbots vertikaler Preisbindungen in Kanada, in: Wirtschaft und Wettbewerb, 7. Jg. [1957], S. 61 ff.) Ein Verbot vertikaler Preisbindungen besteht außerdem in Frankreich, Schweden und mit gewissen Ausnahmen in Dänemark. (Vgl. Gammelgaard, S., Resale Price Maintenance, Paris 1958, S. 23ff.) Zur Preisbindung bei Markenartikeln. Eine völlig andere Situation besteht dagegen für Unternehmen, die Markenartikel herstellen. Diese Artikel tragen ihre Herkunftsbezeichnung bis zum Verkauf an die Verbraucher bzw. Gebraucher oder Ver-arbeiter an sich. Infolge der Markierung bleibt im Grunde alle Verantwortung für Warenqualität und Preis bei den Produzenten. Sie statten die Ware aus, betreiben die Werbung, übernehmen auch weitgehend die Lagerhaltung. Den Einzelhandelsbetrieben bleibt verhältnismäßig wenig Raum für die Ausübung besonderer unternehmerischer Tätigkeit. Sie übernehmen für die Ware auch keine eigene Verantwortung. Angesichts dieser Sachlage scheint die Preisbindung der zweiten Hand bei Markenartikeln nicht ganz unberechtigt. Jedenfalls besteht nicht in gleicher Weise wie bei markenlosen Waren Anlaß zu einem besonderen zweiten Preisbildungsprozeß. Besondere absatzwirtschaftliche Überlegungen lassen den Markenartikelherstellern eine Ausschaltung dieses zweiten Preisbildungsprozesses zweckmäßig erscheinen. Gesetzt den Fall, bei Markenartikeln wäre eine Preisbindung der zweiten Hand nicht vereinbart. Die Einzelhandelsgeschäfte würden also jeweils nach ihrer eigenen individuellen Verkaufssituation die Preise stellen. Wenn nun ein Einzelhandelsgeschäft auf Grund seiner besonderen geschäftlichen Lage den Preis für einen bestimmten Markenartikel im Verhältnis zum Preise, den andere Geschäfte für diesen Artikel fordern, verhältnismäßig niedrig ansetzen würde, dann würde eine solche preispolitische Maßnahme nicht ohne Auswirkung auf die Preisstellung der anderen Einzelhändler bleiben können. Denn es handelt sich bei diesen Artikeln um völlig gleichartige Waren. Für solche Waren kann es, von den Auswirkungen örtlicher, persönlicher und sachlicher Präferenzen abgesehen, stets nur einen Preis geben. Seine Höhe wird in diesem Fall durch den Preis desjenigen Einzelhandelsgeschäftes bestimmt, das zu dem niedrigsten Preise verkauft. Damit würde die individuelle Kosten-,Nachfrage- und Konkurrenzsituation eines Handelsbetriebes und nicht die individuelle Kosten-, Nachfrage- und Konkurrenzsituation des Herstellerbetriebes für die Preisgestaltung des betreffenden Markenartikels bestimmend sein. Betrachtet man die möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts. Angenommen, ein bestimmtes Markenartikelunternehmen beliefere unter der Marke Z zu einem bestimmten Preise eine gegebene Anzahl von Einzelhandelsbetrieben. Die bestehende Preisbindung werde aufgehoben. Das Handelsunternehmen H möge es nun aus Gründen, über die später noch zu sprechen sein wird, für vorteilhaft halten, die Ware seinen Kunden zu einem herabgesetzten Preise zu verkaufen. Sieht man von örtlichen, persönlichen und sachlichen Präferenzen ab, dann ist hier eine Situation gegeben, die mit der Lage bei homogener KonkurrenzGoogle Scholar
  266. 1.
    Eine Untersuchung der kanadischen Regierung, die sich speziell mit den Auswirkungen der Preisunterbietung durch Handelsbetriebe nach dem Verbot der vertikalen Preisbindung befaßte, kam zu dem Ergebnis: “No proof satisfactory to the Commission was offered that over-all sales volume had in fact suffered in any instance in Canadian business.” (Blue Book, a. a. 0., S. 258).Google Scholar
  267. 1.
    Schwenzner, J. E., Marke und Preis als Bestimmungsgründe für den Verbraucher, Wirtschaftsdienst, 25. Jg. (1953), H. 8.Google Scholar
  268. 2.
    Der Markenartikel im Urteil der Verbraucher, Institut für Demoskopie, Allensbach 1959, insbes. S. 19ff.Google Scholar
  269. 1.
    Vgl. hierzu auch Hax, H., a.a.O., insbesondere S. 35ff.Google Scholar
  270. 1.
    Vgl. hierzu die zu Beginn dieses Abschnittes angegebene Literatur zur Frage der Preisbindung bei Markenartikeln.Google Scholar
  271. 1.
    Ob das der Fall ist, hängt von der Gleitkurve ab, wie sie die Kurve H 1 H 2 in Abb. 58 und die Kurve V(x) in Abb. 57 b zeigen.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1968

Authors and Affiliations

  • Erich Gutenberg
    • 1
  1. 1.Universität zu KölnDeutschland

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