Der Geschlechtstrieb

  • Arthur Weil

Zusammenfassung

Keine anderen Beispiele charakterisieren die Veränderungen, welche die Lehre von dem Consensus partium in den letzten Jahren durchgemacht hat, besser als die ältere Auffassung Pflügers über den Zusammenhang zwischen dem Gehirn und der Schwangerschaft, die Ausschaltung des Zentralorgans durch Goltz und schließlich die experimentellen Untersuchungen Fraenkels über die Bedeutung des Corpus luteum. — Die Physiologen in dem letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts lehrten, daß die Menstruation, die Nidation und die Plazentabildung dadurch zustande kämen, daß von Gehirnzentren aus über periphere Leitungsbahnen dem Ovar und dem Uterus bestimmte Reize, Ernährungsimpulse, zugeführt würden, welche den Stoffwechsel dieser Organe veränderten. Aber schon 1874 konnten Goltz und Freusberg zeigen, daß nach Durchschneidung des Rückenmarks an der vorderen Grenze des Lendenmarks Brunst und Befruchtung eintraten und ein lebendes und zwei tote Junge geboren wurden, und 1901 schließlich bewies Fraenkel, daß schon nach der operativen Entfernung der Ovarien keine Einbettung des Eies mehr erfolgte.
Abb. 41

Zwei Fälle von Eunuchoidismus verbunden mit Asexualität.1. Männlicher Eunuchoid, 34 Jahre. Testesatrophie. länge 176 cm; Oberlänge 83 cm, Unterlänge 93 cm. Schulterbreite 41,5 cm, Hüftbreite 36 cm. 2. Weiblicher Eunuchoid, 23 Jahre. Atrophie des äußeren Genitale; Vagina blind endend; Uterus und Ovarien nicht palpabel. Keine Menstruation. — die Standlänge 175 cm; Oberlänge 79 cm, Unterlänge 96 cm. Schulterbreite 41.5 cm, Hüftbreite 34 cm.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1922

Authors and Affiliations

  • Arthur Weil
    • 1
  1. 1.Institut für SexualwissenschaftUniversität HalleBerlinDeutschland

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