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Innere Sekretion und Nervensystem

  • Arthur Weil
Chapter

Zusammenfassung

Die immer mehr zunehmende Verbreitung der Lehre von der inneren Sekretion birgt die Gefahr in sich, daß die alten Anschauungen Pflügers oder Cuviers, die Regelung des Lebensablaufes erfolge nur durch nervöse Impulse, in das andere Extrem verkehrt wird, in die Hypothese, daß die Inkretion alle Lebensvorgänge beherrsche, und daß das gesamte Nervensystem ihr untergeordnet sei. Dieser einseitigen Auffassung widersprechen die verschiedensten Befunde über die Anregung der Sekretion der inkretorischen Drüsen auf nervösem Wege. Reizung des Halssympathikus oder der Schilddrüsennerven führt z. B. zur Jodabgabe auf der gereizten Seite (Rahe, Watts). Gehirnläsionen haben anatomischen und funktionellen Hypothyreoidismus zur Folge, so daß Ceni im Vorderhirn der Wirbeltiere funktionshemmende, tophische und zirkulationsregulierende Zentren für die Schilddrüse annimmt. — Durchtrennung der Nebennierennerven vermindert die Adrenalinbildung und führt zur Atrophie (Stewart), während umgekehrt die Reizung des peripheren Stumpfes des in der Brusthöhle durchschnittenen Nervus sympathicus vermehrte Adrenalinabsonderung bedingt; fernes soll reflektorisch durch Reizung des Nervus depressor die Adrenalinerzeugung vermindert werden, auch wenn sie vorher künstlich durch Reizung peripherer Nerven gesteigert war (Richards und Wood).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1922

Authors and Affiliations

  • Arthur Weil
    • 1
  1. 1.Institut für SexualwissenschaftUniversität HalleBerlinDeutschland

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