Organische Herzkrankheiten

  • A. von Domarus

Zusammenfassung

Hypertrophie und Dilatation des Herzens: Länger dauernde vermehrte Inanspruchnahme des ganzen Herzens oder einer seiner Abschnitte führt zu einer Zunahme der Herzmuskulatur (Verdickung der einzelnen Muskelfasern). Da physiologisch ein Parallelismus zwischen der Masse der Skelettmuskeln und derjenigen des Herzmuskels besteht, so bewirkt normal die Zunahme der ersteren infolge stärkerer körperlicher Arbeit nach einiger Zeit auch eine Zunahme des letzteren. Ihre Ursache liegt im wesentlichen in der durch die vermehrte körperliche Arbeit bewirkten Zunahme des Schlagvolumens (s. S. 128) des Herzens, indem innerhalb gewisser Grenzen die Arbeitsleistung des Herzmuskels mit der Zunahme seiner Wandspannung, d. h. der Füllung der Ventrikel wächst. Die damit zum Ausdruck kommende Akkommodationsfähigkeit des Herzmuskels gegenüber vermehrten Anforderungen, die sich aus dem Vorhandensein der sogenannten Reservekraft erklärt, wird in stark erhöhtem Maße unter pathologischen Bedingungen in Anspruch genommen, wo der Herzmuskel oft lange Zeit infolge seiner Hypertrophie ein Vielfaches seiner normalen Arbeit zu leisten vermag.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 1).
    Accentuation des 2. Aorten- bzw. Pulmonaltons ist nur mit Vorsicht im Sinne einer Hypertrophie des linken bzw. rechten Ventrikels zu verwerten.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • A. von Domarus
    • 1
  1. 1.Inneren AbteilungAuguste Victoria-Krankenhauses Berlin-WeissenseeDeutschland

Personalised recommendations