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Krankheiten des Nervensystems

  • Alexander von Domarus

Zusammenfassung

Einleitung: Das Nervensystem besteht aus den Ganglienzellen, den Nervenfasern und der als Stützsubstanz dienenden Glia. Von jeder Ganglienzelle gehen eine Reihe von Nervenfasern aus. Eine derselben, die sich durch besondere Länge auszeichnet und in der Regel eine Markscheide trägt, ist der sog. Neurit oder Achsencylinderfortsatz. Er gibt auf seinem Verlauf zahlreiche kleine Seitenzweige, die Kollateralen, ab. Die übrigen von der Ganglienzelle ausgehenden Nervenfasern, die sog. Dendriten sind kurz und splittern sich alsbald reiserartig auf. Die Ganglienzelle bildet mit dem Neuriten und den Dendriten eine Einheit, das sog. Neuron, dessen funktionelles und trophisches Zentrum die Ganglienzelle ist. Eine Verbindung der verschiedenen Neurone untereinander erfolgt durch die Dendriten und die Kollateralen. Durch Hintereinanderschaltung mehrerer Neurone entstehen die langen Leitungsbahnen, die das Gehirn, das Rückenmark und die peripherischen Nerven durchziehen und die Verbindung der Hirnrinde mit der Peripherie bewirken. Die hauptsächlichen motorischen Bahnen setzen sich aus zwei Neuronen zusammen, dem zentralen Neuron, das von der Hirnrinde zum Rückenmark zieht, und dem peripherischen Neuron, das im Vorderhorn des Rückenmarks beginnt und in den peripherischen Nerven zu den Muskeln zieht. Die sensiblen Bahnen bestehen aus einem peripherischen Neuron, dessen Ganglienzelle sich im Intervertebralganglion befindet, und einem oder mehreren Neuronen, die sich durch das Rückenmark zum Großhirn begeben.

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Literatur

  1. 1.
    Lehrreich für die Beurteilung der Unfallneurosen ist in diesem Zusammenhang eine Entscheidung des deutschen Reichsversicherungsamtes: „Hat die Erwerbsunfähigkeit eines Versicherten ihren Grund lediglich in seiner Vorstellung, krank zu sein, oder in mehr oder minder bewußten Wünschen, so ist ein vorangegangener Unfall auch dann nicht eine wesentliche Ursache der Erwerbsunfähigkeit, wenn der Versicherte sich aus Anlaß des Unfalles in den Gedanken, krank zu sein, hineingelebt hat, oder wenn die sein Vorstellungsleben beherrschenden Wünsche auf eine Unfallentschädigung abzielen, oder die schädigenden Vorstellungen durch ungünstige Einflüsse des Entschädigungsverfahrens verstärkt worden sind.“ (Amtl. Nachrichten des RVA. 1926, S. 480.)Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1942

Authors and Affiliations

  • Alexander von Domarus
    • 1
  1. 1.Universität Berlin, Horst Wessel-KrankenhausFriedrichshain BerlinDeutschland

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