Die Untersuchung der Legierungsstähle

  • Carl Krug

Zusammenfassung

Man löst die Probe in Salzsäure, oxydiert das Eisen mit Salpetersäure, setzt in wenig Wasser gelöste Weinsäure hinzu (für 0,5 g Eisen 2 g Weinsäure) und macht schwach ammoniakalisch, wodurch kein Eisen gefällt werden darf. Dann säuert man mit Salzsäure schwach an, setzt Dimethylglyoximlösung2) hinzu, macht schwach ammoniakalisch und erwärmt. Bei Gegenwart von Nickel fällt dieses als rotes Nickeldimethylglyoxim.

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Literatur

  1. 1).
    War die Reduktion nicht vollständig, so scheidet sich Eisenhydroxyd ab, ebenso Mangan als Manganhydroxydul.Google Scholar
  2. 2).
    Siehe S. 135.Google Scholar
  3. 1).
    Um die Lösung zu entfärben, siehe S. 12, Anm. 1.Google Scholar
  4. 1).
    Treadwell: Kurzes Lehrbuch der analytischen Chemie.Google Scholar
  5. 2).
    In reinem Wasser löst sich das Kaliumwolframat zum Teil auf.Google Scholar
  6. 3).
    Methode von Brunck: Zeitschr. f. angew. Chem. 1907, S. 1844.Google Scholar
  7. 1).
    Um eine Fällung des Eisens durch Ammoniak zu verhindern.Google Scholar
  8. 2).
    Entsteht ein Niederschlag, so ist nicht genügend Weinsäure vorhanden. Man löst dann den Niederschlag in Salzsäure, gibt noch mehr Weinsäure zu und macht wieder ammoniakalisch.Google Scholar
  9. 3).
    In der Kälte entsteht ein sehr voluminöser Niederschlag, der sich schwer filtrieren läßt.Google Scholar
  10. 4).
    Das Dimethylglyoxim setzt man stets zu der sauren Lösung und macht dann erst ammoniakalisch, weil sonst der Niederschlag sehr voluminös ausfällt und sich schlecht filtrieren läßt.Google Scholar
  11. 5).
    Man kann auch einen Porzellan-Goochtiegel benutzen, bei dem die Filterschicht aus Asbest besteht. Auch auf einem gewogenen Papierfilter kann man den Niederschlag sammeln und nach dem Trocknen wägen. Das Trocknen dauert in diesem Fall etwa 2 Stunden.Google Scholar
  12. 6).
    Über die Wiedergewinnung des Dimethylglyoxims aus dem Niederschlag siehe S. 181.Google Scholar
  13. 7).
    Man kann den Niederschlag auch auf einem aschenfreien Filter sammeln, gut auswaschen, das getrocknete Filter vorsichtig im Porzellantiegel veraschen und das NiO wägen.Google Scholar
  14. 1).
    Siehe S. 42.Google Scholar
  15. 2).
    Siehe Schwefelbestimmung im Eisen nach Schulte, S. 102. — Das gewogene Kupferoxyd behandelt man mit Schwefelsäure und Flußsäure, um etwa darin enthaltene Kieselsäure zu entfernen und dem Silizium zuzurechnen.Google Scholar
  16. 3).
    Für die spätere Elektrolyse muß die Salzsäure entfernt werden.Google Scholar
  17. 4).
    Eventuell löst man den Niederschlag in verdünnter heißer Schwefelsäure und wiederholt die Fällung.Google Scholar
  18. 5).
    Das Ammoniak muß frei von Pyridinen sein, es muß, mit Salpetersäure neutralisiert, farblos bleiben. Enthält das Ammoniak organische Substanzen, so wird die Nickelfällung, wie ich beobachtet habe, sehr verzögert.Google Scholar
  19. 6).
    Man benutzt zweckmäßig eine Winklersehe Platindrahtnetzelektrode und als Anode eine Platinspirale. (Treadwell: Kurzes Lehrbuch der analytischen Chemie.) Apparat von Frary (Zeitschr. f. Elektrochem. 13. 308).Google Scholar
  20. 7).
    Nach Treadwell soll man die Elektrolyse nicht zu lange fortsetzen, weil die Kathode beständig an Gewicht zunimmt, sobald alles Nickel gefällt ist. Die Anode wird angegriffen, es geht Platin in Lösung und scheidet sich zum Teil an der Kathode ab. Bei Gegenwart von zu wenig Ammoniak bildet sich häufig an der Anode schwarzes Ni(OH)3, wodurch die Resultate zu niedrig ausfallen.Google Scholar
  21. 1).
    Nach Philip läßt sich die Menge des Nickels dadurch recht genau schätzen, daß man die Färbung der umgerührten Flüssigkeit vergleicht mit der einer Lösung mit ebensoviel Ammoniak und bekannter Nickelmenge.Google Scholar
  22. 2).
    Die Elektrode reinigt man von dem anhaftenden Nickel nach Tread well folgendermaßen. Man stellt die Elektrode in ein Becherglas, gießt so viel Salpetersäure (1:1) hinzu, daß die mit Nickel bekleidete Partie ganz bedeckt ist, und erhitzt mindestens 15 Minuten lang zum Sieden. Dies ist notwendig, um die letzten Spuren von Nickel zu entfernen. Versäumt man dies, so läuft die Elektrode beim nachherigen Ausglühen in allen möglichen Farben an, die beim wiederholten Behandeln mit Säure und Ausglühen kaum entfernt werden können.Google Scholar
  23. 3).
    Durch Herausnehmen eines Tropfens der Lösung und Zusammenbringen mit einem Tropfen einer frisch bereiteten 2% igen Ferrizyankalium-lösung überzeugt man sich, daß Ferrosalz im Überschuß vorhanden ist. Andernfalls setzt man noch mehr Ferrosalzlösung hinzu. (Siehe S. 14, Anm. 3.)Google Scholar
  24. 4).
    Siehe S. 29.Google Scholar
  25. 5).
    Stahl und Eisen 1903, S. 1167.Google Scholar
  26. 6).
    In konzentrierter Lösung wird die Chromsäure reduziert.Google Scholar
  27. 7).
    Ein Abfiltrieren des ausgeschiedenen Chlorsilbers ist nach Heike nicht nötig (Ledebur: Leitfaden für Eisenhüttenlaboratorien. 8. Aufl., S. 128).Google Scholar
  28. 8).
    60 g in 1 Liter Wasser gelöst. Die Lösung hält sich etwa einen Monat und muß nach dieser Zeit frisch bereitet werden.Google Scholar
  29. 1).
    Siehe S. 139.Google Scholar
  30. 2).
    Wegen der Gegenwart von Salzsäure.Google Scholar
  31. 3).
    Dinglers polyt. Journ. 274. 513.Google Scholar
  32. 4).
    Siehe S. 85. — Beim Abrauchen der Kieselsäure bei Gegenwart von Wolframsäure bildet sich keine flüchtige Silicowolframsäure. Durch zu starkes Glühen kann sich aber Wolframsäure teilweise verflüchtigen. Man darf nicht über 900° erhitzen.Google Scholar
  33. 5).
    v. Knorre: Stahl und Eisen 1906, S. 1490.Google Scholar
  34. 1).
    Classen: Ausgewählte Methoden der analytischen Chemie. Bd. 1, S. 228.Google Scholar
  35. 2).
    Siehe S. 25.Google Scholar
  36. 4).
    Über das Glühen der Wolframsäure vgl. Anm. 4 auf S. 140.Google Scholar
  37. 5).
    200 g Mercuronitrat unter schwachem Erwärmen in 20 ccm Salpetersäure (spez. Gewicht 1,2) und wenig Wasser lösen. Nach erfolgter Lösung mit Wasser zu 1 Liter verdünnen und über Quecksilber aufbewahren.Google Scholar
  38. 6).
    100 ccm Wasser mit 5 ccm gesättigter Mercuronitratlösung versetzt.Google Scholar
  39. 1).
    Siehe Anm. 4 auf S. 140.Google Scholar
  40. 2).
    In einer Reibschale verreibt man 20 g käufliches Benzidin mit “Wasser, spült mit ungefähr 400 ccm Wasser in ein Becherglas, fügt 25 ccm Salzsäure (spez. Gewicht 1,19) hinzu und erwärmt, bis sich alles gelöst hat. Die braune Flüssigkeit filtriert man und verdünnt mit Wasser zu 1 Liter. Von dieser Lösung genügen 5,6 ccm, um 0,1 g WO3 zu fällen.Google Scholar
  41. 3).
    Von der konzentrierten Lösung verdünnt man 10 ccm mit Wasser auf 300 ccm.Google Scholar
  42. 4).
    Siehe Anm. 4 auf S. 140.Google Scholar
  43. 5).
    Siehe S. 140.Google Scholar
  44. 6).
    Man trennt auf diese Weise den größten Teil des Eisens vom Wolfram.Google Scholar
  45. 7).
    Wäscht man mit reinem Wasser, so oxydiert sich das fein verteilte Wolfram rasch an der Luft und geht in graugelbe Wolframsäure über, die trübe durch das Filter geht.Google Scholar
  46. 1).
    Chemiker-Zeit. 1910, S. 2. Aus Tread well: Kurzes Lehrbuch der analytischen Chemie.Google Scholar
  47. 2).
    Beim Waschen mit reinem Wasser geht die Wolframsäure durchs Filter.Google Scholar
  48. 1).
    Siehe S. 140, Anm. 4.Google Scholar
  49. 2).
    Siehe S. 140, Anm. 4.Google Scholar
  50. 3).
    Beck arts: Die Methoden der Maßanalyse. 2. Abteilung, S. 576.Google Scholar
  51. 4).
    Journ. Amer. Chem. Soc. 1902. 24. 273; 1903. 25. 215; 1905. 27. 1240.Google Scholar
  52. 5).
    Den Eisengehalt des Zinks bestimmt man nach S. 21. Die hierfür verbrauchte Permanganatmenge ist von der Gesamtmenge abzuziehen.Google Scholar
  53. 1).
    Zeitschr. f. analyt, Chem. 1879. 18. 102.Google Scholar
  54. 2).
    Siehe S. 14, Anm. 3.Google Scholar
  55. 3).
    Man setze die Säure allmählich zu und kühle durch Eintauchen in Wasser. 4) Siehe S. 97. Krug, Eisenhüttenchemiker. 2. Aufl. 10Google Scholar
  56. 1).
    Enthält der Stahl reichliche Mengen von Wolfram, so übergießt man die feinen Späne mit Wasser und fügt Brom allmählich in kleinen Mengen hinzu, versetzt nach erfolgter Lösung mit Salzsäure und verfährt weiter wie oben. Siehe auch S. 140.Google Scholar
  57. 2).
    Siehe S. 140.Google Scholar
  58. 3).
    Siehe S. 140, Anm. 4.Google Scholar
  59. 4).
    Hinrichsen: Mittig. aus dem Kgl. Materialprüfungsamt 1907, Heft 6.Google Scholar
  60. 5).
    Stahl und Eisen 1907.Google Scholar
  61. 1).
    Um eine Verflüchtigung der Wolframsäure zu verhüten, darf man nicht über 900° erhitzen.Google Scholar
  62. 3).
    Die beendete Fällung erkennt man daran, daß die überstehende Flüssigkeit farblos ist. 4) Siehe Anm. 1, S. 147.Google Scholar
  63. 5).
    Tread well: Kurzes Lehrbuch der analytischen Chemie. Nach dem Ätherverfahren von Rothe läßt sich Molybdän nicht von Eisen trennen.Google Scholar
  64. 6).
    Beim Arbeiten mit Druckflaschen sind folgende Vorsichtsmaßregeln zu beobachten. Die sorgfältig zugebundene Flasche wird mit einem Bleiring beschwert, an einem Stativ so aufgehängt, daß sie den Boden des Wasserbades nicht berührt und bis zum Hals in das Wasser eintaucht. Das Wasserbad wird langsam zum Sieden erhitzt. Verdampftes Wasser wird durch Zugießen von siedend heißem Wasser ersetzt. Das Wasser darf man nicht auf die Flasche gießen. Nach 2—3 Stunden läßt man das Wasserbad erkalten, nimmt die völlig erkaltete Flasche heraus und öffnet sie. Den Stopfen kann man etwas einfetten und das Fett vor dem Filtrieren mit Äther entfernen.Google Scholar
  65. 1).
    Das Quecksilberoxyd wird zugesetzt, um etwa nicht veraschte Kohlen-teilchen völlig zu verbrennen.Google Scholar
  66. 2).
    Bei der Oxy dation des Molybdänsulfids dekrepitiert die Masse, weshalb der Tiegel anfangs bedeckt zu halten ist.Google Scholar
  67. 3).
    Ein Verlust durch Verflüchtigung des Molybdäntrioxyds ist nicht zu befürchten, solange man die dunkle Rotglühhitze nicht überschreitet.Google Scholar
  68. 4).
    Prüfen mit Ferrizyankalium, S. 14, Anm. 3.Google Scholar
  69. 5).
    Siehe S. 42.Google Scholar
  70. 6).
    Man verwende einen möglichst geringen Überschuß von Ammoniak, andernfalls ist die Fällung nicht vollständig. Das Filtrat ist dann rosa gefärbt. Man koche bis zum Verschwinden des Ammoniakgeruches, wobei sich das gelöste Chromhydroxyd abscheidet. Oder säuert mit Essigsäure ganz schwach an.Google Scholar
  71. 1).
    Der wäßrige Auszug besitzt stets eine gelbe Farbe und gibt mit Silbernitrat eine rote Fällung von Silberchromat.Google Scholar
  72. 2).
    Um eine Oxydation des Ferrosalzes zu vermeiden. Die Trennung mit Bariumkarbonat gründet sich darauf, daß Chromisalze und Vanadylsalze ebenso wie Ferri-Aluminium- und Uranylsalze durch Bariumkarbonat in der Kälte gefällt werden, während Ferrosalze. ebenso wie Mangan-, Nickel-, Kobalt- und Zinksalze nicht gefällt werden. Dies beruht darauf, daß die zweiwertigen Metallsalze in der Kälte nicht hydrolytisch gespalten und daher durch Bariumkarbonat nicht gefällt werden. In der Hitze dagegen werden sie merklich hydrolytisch gespalten und dann auch durch Bariumkarbonat gefällt. Die dreiwertigen Metallsalze werden durch Wasser stark hydrolytisch dissoziert und deshalb durch Bariumkarbonat gefällt.Google Scholar
  73. 3).
    Siehe Anm. 2.Google Scholar
  74. 4).
    Die Methode läßt sich auch für Roheisen anwenden. Man nimmt eine- Einwage von 10 g. Bei graphithaltigem Eisen muß man den Graphit möglichst vollständig verbrennen.Google Scholar
  75. 1).
    Siehe S. 25.Google Scholar
  76. 3).
    Um die durch das Eindampfen mit Salzsäure reduzierte Vanadinsäure wieder zu oxydieren.Google Scholar
  77. 4).
    Um zu verhindern, daß mit dem Chrom auch Vanadin gefällt wird.Google Scholar
  78. 5).
    Siehe Anm. 6 auf S. 149.Google Scholar
  79. 6).
    Über die Abscheidung des Vanadins als Sulfid bemerkt Treadwell: Kurzes Lehrbuch der analytischen Chemie, folgendes: „Die Abscheidung des Vanadins als Vanadinsulfid, durch Ansäuren einer mit überschüssigem Ammonsulfid versetzten Alkalivanadatlösung ist nicht statthaft, weil hierbei nur ein Teil des Vanadins als braunes Sulfid gefällt wird, während stets ein Teil als Vanadylsalz in Lösung bleibt. Schon H. Rose macht auf die Ungenauigkeit dieser Methode aufmerksam, was aber nicht hindert, daß sie sogar in einigen der allerneuesten Werke über analytische Chemie empfohlen wird. Ich habe die Methode gründlich probieren lassen und mich von ihrer gänzlichen Unbrauchbarkeit überzeugt.”Google Scholar
  80. 7).
    Hierbei muß man sorgsam vermeiden, die Lösung sauer zu machen, weil durch die frei werdende salpetrige Säure (von der Sodasalpeterschmelze) die Vanadinsäure zu Vanadylsalz reduziert wird. Letzteres wird durch Mercuro-nitrat nicht gefällt. (Treadwell: Kurzes Lehrbuch der analytischen Chemie.)Google Scholar
  81. 1).
    Siehe S. 25.Google Scholar
  82. 2).
    Journ. Americ. Chem. Soc. 1902. 24. 273; 1903. 25. 215; 1905. 27. 1240.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Carl Krug
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule zu BerlinDeutschland

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