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Die Kasse

  • Bruno Buchwald

Zusammenfassung

Für die Ein- und Auszahlungen des baren Geldes wie für die mit diesen Funktionen zusammenhängenden Arbeiten ist bei den größeren Banken ein besonderes Bureau eingerichtet, das Kassenbureau oder, kurz genannt, die Kasse.

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Literatur

  1. 1).
    Als Beispiel ist hier das bei der Reichsbank gebräuchliche Formular wiedergegeben. Am rechten Rande der Schecks befinden sich Zahlenreihen; sie werden vom Aussteller so weit abgeschnitten, daß die Summe des Schecks zwischen der zuletzt abgetrennten und der höchsten übrigbloibenden Ziffer liegt. Das Abtrennen hat den Zweck, Fälschungen der Schècksúmme zu verhindern.Google Scholar
  2. 2).
    Der linke Teil (bis zu den Trennungsstrichen) bleibt im Besitze des Kontoinhabers; er füllt die in Kursivschrift angegebenen Worte aus, um jederzeit feststellen zu können, wann er den Scheck ausgestellt hat, über welchen Betrag er lautete und an wen er weitergegeben wurde. Die Worte: „an mich selbst“ bedeuten, daß die Zahlung an den Kontoinhaber selbst erfolgen soll (er ist der „Zahlungsempfänger”), was freilich nicht zu verhindern braucht, daß er den Scheck weitergibt. Im allgemeinen werden Schecks, die der Kontoinhaber an Stelle baren Geldes in Zahlung geben will, nicht an die eigene Order („mich selbst” oder „uns selbst“), sondern an diejenige des die Zahlung Empfangenden (hier „Werner amp; Co.”) ausgestellt. Dann heißt es z. B.:,,… wolle zahlen… an Werner amp; Co…… und der erste Vermerk auf der Rückseite fällt weg. (Siehe hierüber auch S. 49.) Der Aussteller kann die Übertragung durch die Worte „nicht an Order“ oder durch einen gleichbedeutenden Zusatz untersagen (§ 8 des Scheckgesetzes).Google Scholar
  3. 3).
    Das sind die im Scheckbuch vorgedruckten, fortlaufenden Nummern.Google Scholar
  4. 4).
    Name oder Firma des Bezogenen.Google Scholar
  5. 5).
    tTberbringerklausel; Näheres hierüber s. S. 50.Google Scholar
  6. 6).
    Ausstellungsort und Ausstellungsdatum.Google Scholar
  7. 7).
    Unterschrift des Ausstellers.Google Scholar
  8. 8).
    Name oder Firma dessen, an den der Zahlungsempfänger (hier der Aussteller selbst) den Scheck überträgt. Die Bezeichnung „Zahlungsempfänger“ entstammt dem neuen Scheckgesetz; beim Wechsel heißt die analoge Bezeichnung „Remittent”. So sehr jede Verdeutachung der Fachausdrücke zu wünschen ist, so sehr erscheint das Wort „Zahlungsempfänger“ nicht glücklich gewählt. Denn der Laie kann dadurch in den Glauben versetzt werden, daß hiermit derjenige gemeint ist, der immer die Zahlung empfängt. Das ist aber nicht der Fall; wird der Scheck weitergegeben, so erhält das Geld ein anderer, nämlich der letzte Inhaber, der den Scheck bei der Bank präsentiert. Die Übertragungsform heißt Indossament oder Giro (im Gesetz nur Indossament); derjenige, an den der Scheck übertragen wird, Indossatar oder Indossat (Werner amp; Co.); derjenige, der ihn überträgt, Indossant oder Girant (Julius Koch). Durch das Indossament gehen alle Rechte aus dem Scheck auf den Indossatar über.Google Scholar
  9. 9).
    Blankoindossament (ebenfalls gültig). Mit dieser Unterschrift übertragen Werner amp; Co. die Rechte aus dem Scheck auf den folgenden Giranten (Mülheimer amp; Co.), ohne dessen Namen zu nennen.Google Scholar
  10. 10).
    Inkassogiro; also Aufforderung an die Nationalbank für Deutschland zum Inkasso des Schecks.Google Scholar
  11. 11).
    Quittung über den empfangenen Betrag des Schecks. — Die Bezeichnungen und Formen der Übertragung sind mit Ausnahme des oben dargestellten Falles (Anmerkung 8) dieselben wie beim Wechsel. Vgl. daher Kapitel IV, Abschn. 1.Google Scholar
  12. 1).
    Über die Bedeutung des Akzeptes s. Kapitel IV, Abschn. 1.Google Scholar
  13. 1).
    Abgedruckt in der „Deutschen Juristen-Zeitung“ vom 15. September 1909.Google Scholar
  14. 1).
    Über das Wesen der Kreditbriefe s. Kapitel VII, Abschnitt 2.Google Scholar
  15. 2).
    Abgedruckt im „Berliner Tageblatt“, Nr. 569, vom B. Nov.Google Scholar
  16. 1).
    Siehe ebenfalls „Berliner Tageblatt“ Nr. 569 vom B. November 1909.Google Scholar
  17. 1).
    Für die im Auslande ausgestellten, im Inlande zahlbaren Schecks hat der Bundesrat am 19. März 1908 die Vorlegungsfristen festgesetzt. Diese betragen für das europäische Ausland (mit Ausnahme von Island und den Faröern) 3 Wochen, für die übrigen Länder 1–3 Monate. Dieselben Fristen gelten für Schecks, die im Inland ausgestellt, im Auslande zahlbar sind, sofern das ausländische Recht keine Vorschrift über die Zeit der Vorlegung enthält.Google Scholar
  18. 1).
    Peter Walden ist Bezogener eines Wechsels, den er an der Kasse der Bank einzulösen hatte.Google Scholar
  19. 2).
    Siehe S. 56.Google Scholar
  20. 1).
    Ober den Wert dieser Mitteilungen als Schutzmittel gegen Malversationen durch Beamte der Bank siehe Abschnitt 8 b dieses Kapitels.Google Scholar
  21. 1).
    Erfolgen gleichzeitig mehrere Überweisungen, so wird neben den Überweisungs-Schecks ein sogenannter „Ordrebogen“ eingereicht, auf dem die Namen der Firmen, denen der Betrag gutgeschrieben wird, sowie dessen Höhe vermerkt werden. Diese Formulare werden von der Reichsbank geliefert. — Dem Scheckstempel unterliegen die Überweisungsschecks auf die Reichsbank nicht, weil hier keine Zahlung aus dem Guthaben stattfindet.Google Scholar
  22. 1).
    Das Wörtchen „Per“ am Kopfe der Primanota wird gewöhnlich weggelassen.Google Scholar
  23. 2).
    Valutaspalte.Google Scholar
  24. 3).
    Die Bank hat bei der Reichsbank Wechsel diskontiert.Google Scholar
  25. 1).
    Siehe Seite 70, Anmerkung 1.Google Scholar
  26. 2).
    Siehe Kapitel III.Google Scholar
  27. 3).
    Nummern des Wechselkopierbuchs (siehe Kap. IV, Abschn. 8).Google Scholar
  28. 4).
    Die Kunden lassen ihre Steuern häufig bei ihrer Bankverbindung einziehen; der Magistrat bewirkt das durch den Kassenverein.Google Scholar
  29. 1).
    Auch die Schecks auf den Kassenverein werden nur versteuert, wenn sie Abhebungen aus dem Guthaben des Ausstellers betreffen. Úberweisungsschecks sind steuerfrei. Durch die Einführung des Scheckstempels hat die Benutzung von Überweisungsschecks erheblich zugenommen. Während früher Zahlungen, die ein Bankhaus an ein anderes zu leisten hatte, häufig durch Übersendung eines Zahlungsschecks auf den Kassenverein erfolgten, wird jetzt ein tlberweisungsscheck benutzt.Google Scholar
  30. 1).
    Siehe: Obst, Theorie und Praxis des Scheckverkehrs. Stuttgart 1899.Google Scholar
  31. 1).
    Cher die Abrechnungsstelle, die im Jahre 1908 der Berliner Kassenverein errichtet hat, siehe S. 84.Google Scholar
  32. 1).
    Schecks auf andere Banken werden in der Regel über Wechselkonto gebucht.Google Scholar
  33. 2).
    Für die auf die Bank lautenden, von dem Kunden avisierten Schecks, die ihr durch die Abrechnungsstelle präsentiert worden sind, wird das Trattenkonto belastet (siehe S. 56). Nicht avisierte Schecks werden dem Konto des Ausstellers belastet.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1920

Authors and Affiliations

  • Bruno Buchwald
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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