Interferenzerscheinungen nebst Anwendungen

  • R. W. Pohl

Zusammenfassung

Die Beschreibung der Lichtausbreitung mit Hilfe von Wellen haben wir, dem historischen Gange folgend, an die Beobachtung der Beugung angeschlossen. Die Beugungserscheinungen wurden durch die Überlagerung zahlloser Elementarwellen beschrieben. Sie führte außerhalb der Bündelgrenzen zur Interferenz, d. h. grob gesprochen „Licht + Licht gab Dunkelheit“. Die Beugung läßt sich also nicht ohne Interferenz des Lichtes behandeln. Insofern ist die allgemein übliche Trennung von Interferenz und Beugung nicht sachlich begründet. Man kann jedoch bei diesen Vorgängen sein Augenmerk bevorzugt auf die seitliche Begrenzung der Wellenausbreitung richten und vor allem die Abweichung vom geometrisch konstruierten Strahlenverlauf beachten: Dann spricht man von Beugung. — Oder man beachtet bevorzugt die innere Struktur des Wellenfeldes, meist bei einer Überlagerung mehr oder minder ebener Wellenzüge: Dann spricht man von Interferenz. Bei allen wirklichen Beobachtungen hat man auf beides zu achten.

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Literatur

  1. 1).
    In der Elektrotechnik sagt man „Wanderwelle“.Google Scholar
  2. 1).
    Bei streifender Reflexion entsteht immer (also nicht nur bei Reflexion an einem optisch dichteren Stoff!) zwischen dem direkten und dem reflektierten Strahl ein Gangunterschied von 180°. Das muß bei quantitativer Auswertung dieses Interferenzversuches beachtet werden, vgl. Gl. (86) und (89) von S. 135.Google Scholar
  3. 1).
    Der Nebeneinfluß weiterer Reflexionen wird erst in § 45 besprochen werden.Google Scholar
  4. 1).
    Vgl. jedoch die Satzbeschriftung von Abb. 173 und 174.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1941

Authors and Affiliations

  • R. W. Pohl
    • 1
  1. 1.Universität GöttingenGöttingenDeutschland

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