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Erbrecht pp 84-86 | Cite as

Pflichtteilsrecht, Rechtsentwicklung und Rechtsvergleichung

  • Franz Gschnitzer
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Zusammenfassung

Ursprünglich konnten die geborenen Erben — das ist der nächste Kreis der Familie, besonders die Nachkommen — überhaupt nicht durch gekorene Erben ausgeschlossen werden. Das berichtet Tacitus von den Germanen. Aber auch der Zwölftafelsatz : „si intestato moritur cui suus heres nec escit“ ist wohl dahin zu deuten, daß ein Testament nur in Frage kam, wenn sui nicht vorhanden waren. —Vorübergehend hat die französische Revolution das Testieren aufs äußerste beschränkt, weil man fürchtete, daß durch das Testament (das hier als Instrument des Familieninteresses erscheint) das abgeschaffte Vorrecht der Erstgeburt aufrechterhalten werde. — Das Reichserbhofgesetz von 1933 schloß gleichfalls die Testierfreiheit fast ganz aus; hier mit dem gegenteiligen Zweck — nämlich, um den Hof einem Erben, dem Anerben, zu sichern.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1964

Authors and Affiliations

  • Franz Gschnitzer
    • 1
  1. 1.Universität InnsbruckÖsterreich

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