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Zusammenfassung

Nachdem wir die Tatsache der unabhängigen Capillarcontractilität festgestellt haben, erhebt sich wieder eine Frage, diesmal hauptsächlich histologischer Art: Welche Elemente bewirken diese Contraction? Wenden wir uns um Auskunft an die histologischen Lehrbücher, so geben sie uns eine ziemlich enttäuschende Antwort. Die Wände der Arteriolen und kleinen Venen bestehen im allgemeinen aus drei histologisch verschiedenen Schichten, nämlich einem Innenrohr aus flachen polygonalen Endothelzellen, einer Außenschicht aus Bindegewebsfasern mit eingestreuten Zellen und einem Mittelteil, der aus einer oder mehreren Schichten glatter ringförmiger Muskelzellen besteht. Nähern wir uns den Capillaren, so verschwindet zuerst der Außenmantel, die Muskelfasern nehmen an Zahl ab und bilden keine zusammenhängende Schicht mehr, schließlich bleibt nur das Endothelrohr übrig. Es ist aus sehr dünnen Zellen von vieleckiger oder gewöhnlich länglich rhombischer Gestalt aufgebaut; Stöhr vergleicht die Zellen mit Stahlfedern, die an beiden Enden zugespitzt sind. Sie sind an ihren Rändern zusammengekittet, so daß sie eine völlig geschlossene Röhre bilden. Die Zellgrenzen lassen sich durch Behandlung mit Silbernitrat und darauffolgende Reduktion sehr deutlich mikroskopisch sichtbar machen (Abb. 23); die Kittsubstanz erscheint dann als schwarze Linie Durch passende Färbung läßt sich in jeder Endothelzelle ein Kern nachweisen, der gewöhnlich eine ovale Form hat und sowohl nach innen wie nach außen etwas über die Zelloberfläche vorspringt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1929

Authors and Affiliations

  • August Krogh
    • 1
  1. 1.Universität KopenhagenKopenhagenDänemark

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