Zusammenfassung

Messung des Augenabstandes. Hierfür sind verschiedene Methoden zu verwenden und in ihren Ergebnissen zu vergleichen. Am einfachsten ist die Bestimmung mit Lineal und Spiegel: Lineal über den Nasenrücken halten, Betrachtung der eigenen Pupille im Spiegel. Ablesung erst der rechten, dann der linken Pupillenmitte am Maßstab im Spiegelbild. Das Prinzip weiterer Methoden besteht darin, daß die auf sich entsprechende Netzhautpunkte (besonders die Foveae) fallenden Bilder als ein Gegenstand wahrgenommen werden, auch wenn in der Tat zwei Gegenstände vorliegen. Bei Blick in die Ferne hält man zwei Stecknadeln, die an einem Maßstab verschieblich sind, in etwa 50 cm Entfernung vor die Augen und stellt sie in ihrem gegenseitigen Abstand so ein, daß statt vier Nadelspitzen nur drei gesehen werden. Erklärung durch besondere Zeichnung. Genauer ist die Verwendung eines kleinen Apparats (Abb. 28) mit feinen in einen Metallschieber gebohrten Löchern, die man nahe vor die in die Ferne blickenden Augen hält. Lochabstand so einstellen, daß die beiden Zerstreuungskreise der Lücken zusammenfallen und in der Mitte der ferne Gegenstand (etwa Blitzableiterspitze) erscheint.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1939

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Trendelenburg

There are no affiliations available

Personalised recommendations