Zusammenfassung

Dränanlagen sind künstliche unterirdische Abzüge, die den zweck haben, die für bas Wachstum der Nutzpflanzen schädliche Nässe zu beseitigen, dadurch das Gefüge des Bodens zu verbessern und seine Durchlüftung und Erwärmung zu fördern. Der Mineralboden erfährt durch die Drängräben und in ihrer Nähe auch durch die Wirkung des Frostes eine wertvolle Auflockerung, die der Krümelbildung dienlich ist. Die tieferen Bodenschichten und dort vorhandene natürliche Bodennährstoffe werden für die Pflanzenwurzeln erschlossen, auch Stall- und Kunstdünger besser ausgenutzt. Der Boden wird entsäuert, die Tätigkeit der Bodenbakterien angeregt. Durch die Möglichkeit einer früheren Bestellung wird die Wachstumszeit verlängert, die Bestellung selbst, namentlich bei Schweren Böden, erleichtert und die Bewirtschaftung durch Fortfall von Gräben vereinfacht. Der Ersatz von Gräben durch Dräne beseitigt Unkräuter und Pflanzenschädlinge, die gerade an den Grabenrändern üppig gedeihen, vergrößert die nutzbare Landfläche und verringert die Unterhaltungskosten der Entwässerungsanlagen. Schließlich wird auch eine bessere Ausnutzung der Niederschläge in der Wachstumszeit und häufig eine ausgleichende Wirkung auf die Wasserführung der Vorfluter erreicht.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1934

Authors and Affiliations

  • Preußischen Landwirtschaftsministerium

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