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Chemisch-pharmazeutische Feuerherde und Öfen der Vorzeit

  • Hermann Peters

Zusammenfassung

Ohne Zweifel waren Öfen und herde, mittelst deren die in der hermetischen Kunst notwendigen Wärmezufuhren in geeigneter und bequemer Weide vorgenommen werden konnten, für die Arbeiten der Alchemisten oder feuerphilosophen — den Ahnen unserer heutigen Chemiker — von jeher von größter Wichtigkeit. Schon der Araber Dschafar oder Geber, welcher im 9. Jahrhunderte — wahrscheinlich in Sevilla — gelebt hat, schrieb ein eigenes, uns in lateinischer Sprache überliefertes Werk: »De fornachibus construendis«, in welchem Öfen zum Glühen, Schmelzen und Destillieren aufgeführt sind. Diese fenergeräte erfuhren vom 12. Jahrhunderte ab im Abendlande durch das Entstehen und Aufblühen der Pharmazie, welche zu ihren Arbeiten und Künsten des feuers in ähnlicher Weise wie die feuerphilosophie bedurfte, weitere Derbesserungen. Die hauptsächlichsten der im Mittelalter zur Arzneibereitung und namentlich zum Destillieren benutzten Öfen findet man in den beiden Werken über Destillierkunst von Hieronvmus Brunschwvck, welche in den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts bei Grüninger in Straßburg im Druck erschienen, abgebildet und beschrieben. Die nachfolgenden Angaben und Abbildungen wurden, soweit keine anderen Quellen namhaft gemacht sind, diesen Werken entnommen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1891

Authors and Affiliations

  • Hermann Peters
    • 1
  1. 1.NürnbergDeutschland

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