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Zusammenfassung

Die bisherige Annahme, dass alle Strom-und Spannungskurven sinusoidal verlaufen, ist zwar für die graphische und analytische Behandlung von Wechselstromproblemen sehr bequem, entspricht aber nicht den in Wirklichkeit auftretenden Erscheinungen. Es fragt sich nun, inwieweit die Annahme einer besonderen, mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmenden Stromkurve beim Entwurf und bei der Prüfung von Wechselstromapparaten zu Fehlern Veranlassung giebt; und um diese Frage beantworten zu können, müssen wir vorerst untersuchen, ob die mit einem Ampèremeter gemessene Stärke eines Stromes von unregelmässigem Verlauf wirklich die effektive Stromstärke ist und ob die mit einem Wattmeter bestimmte Leistung die wirkliche oder effektive Leistung ist. Was nun die erste Frage betrifft, so müssen wir uns zunächst über den Begriff der effektiven Stromstärke einigen. Nehmen wir an, wir hätten zwei genau gleiche Glühlampen, die eine sei von einem Gleichstrom und die andere von dem zu untersuchenden Wechselstrom gespeist. Wenn beide Lampen genau die gleiche Helligkeit haben, wenn also die Temperaturen der beiden Kohlenfäden und mithin die in Wärme umgesetzten Arbeitsleistungen genau gleich sind, so ist offenbar die effektive Stärke des Wechselstromes gleich jener des Gleichstromes.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1900

Authors and Affiliations

  • Gisbert Kapp

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