Die Prüfung der Baukalke und der Kalkmörtel

  • Hans Hecht
Part of the Handbuch der Werkstoffprüfung book series (HW)

Zusammenfassung

„Baukalk“ ist kein wohldefiniertes, fest umrissenes Erzeugnis, sondern umfaßt eine Gruppe von Stoffen, deren Zusammensetzung, Lösch- und Erhärtungsverhalten wesentliche Unterschiede aufweisen. Je nach den Rohstoffen, den Brenn- und den Aufbereitungsbedirigungen ergeben sich sehr verschiedenartige Erzeugnisse, die zwischen dem Kalziumoxyd an sich einerseits und dem Zement andererseits liegen und wie Zement die Bestandteile Kieselsäure, Tonerde, Eisenoxyd und Magnesia neben dem Kalziumoxyd enthalten. Gemeinsam ist allen natürlichen Kalken nur die Herstellung durch Brennen unterhalb der Sintergrenze. Da zur Verbesserung mitunter auch silikatische Stoffe zugesetzt werden, die mit Kalk unter Wasser erhärtende Verbindungen ergeben, sind derartige Mischerzeugnisse ebenfalls zu den Baukalken gezählt worden. Auf diese Weise ergibt sich eine große Mannigfaltigkeit der Erzeugnisse, deren systematische Ordnung außerordentlich schwierig ist. Sie wurde noch dadurch erschwert, daß sich zahlreiche Bezeichnungen und Phantasienamen den Kalkformen nach (Stückkalk, Mahlkalk, gelöschter Kalk) sowie seiner Herkunft und seiner Verwendung nach eingebürgert hatten. So wurde z. B. von Ätzkalk, lebendigem Kalk, gedämpftem Kalk, Sackkalk, hydraulischem Kalk, Wasserkalk, Zementkalk, Schwerkalk, Grenzkalk, Extrakalk, Romanzement, Dolomitzement usw. gesprochen; auch die Farbe und andere Eigenschaften mußten zur Bezeichnung herhalten, z. B. Weißkalk, Graukalk, Schwarzkalk, Fett- und Magerkalk usw.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1941

Authors and Affiliations

  • Hans Hecht
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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