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Grundbegriffe der Kerbwirkung

  • H. Neuber

Zusammenfassung

Um die Berechnung der wirklich eintretenden Spannungsverteilung dem Konstrukteur bei der praktischen Anwendung möglichst einfach zu gestalten, ist es zweckmäßig, die Spannung, die sich nach elementarer Berechnungsart ergeben würde, zu der jeweils wirklich eintretenden Höchstspannung in Beziehung zu setzen. Nach einem Vorschlag von A. Thum bezeichnet man die sich aus den elementaren Formeln der alten Festigkeitslehre ergebende Spannung als Nennspannung. Wie wir in den nächsten Abschnitten zeigen werden, ist das Verhältnis der wirklich eintretenden Höchstspannung zur Nennspannung sowohl vom absoluten Wert der Nennspannung wie auch vom Werkstoff unabhängig, wofern dieser sich elastisch verhält und die Kerboberfläche nicht zu stark gekrümmt ist1. Das Verhalten eines Werkstoffes kann bekanntlich als elastisch bezeichnet werden, wenn er das Hookesche Elastizitätsgesetz befolgt. Diese Bedingung ist in ausreichender Annäherung erfüllt, solange die Belastung nicht so groß ist, daß die Höchstspannung die Elastizitätsgrenze überschreitet. Jenseits der Elastizitätsgrenze bleibt das Verhältnis der Höchstspannung zur Nennspannung infolge der wesentlichen Abweichungen vom Hookeschen Gesetz nicht mehr konstant, sondern hängt wesentlich vom Werkstoff ab.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1937

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  • H. Neuber

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